Wenn bei mir an der rückwärtigen Hausseite, im Hofgarten, an den jeweiligen Feiertagen wie Ostern, Weihnachten und Pfingsten lang trocknende, grosse Wäschestücke, wie raumfüllende! Teppiche, Steppdecken, dicke bodenlange Beinkleider und Unterröcke etc.p.p. aufgehangen werden und zwar weg vom eigenen Fenster und ganz nahe an meinem rückwärtigen Garten Liebe Annerose, wenn mein Stammfrisör montags geschlossen hat, gehe ich auch manchmal zum türk. Frisör. Alle sind sehr liebenswürdig, bester Service und fachliches Können, zivile Preise; nebenbei bemerkt keiner trägt Kopftuch.
und ich die Kopftuch tragenden Frauen schon seit Jahren vergeblich freundlich und erklärend bitte, die Wäsche doch nicht an Sonn- und Feiertagen aufzuhängen, erntete ich anfangs Blicke voller Unverständnis. Bis heute, nach vielen Jahren der an sich relativ guten Nachbarschaft, hat sich nichts geändert. Das Weihnachtsgeld sowie die Freitage zu den Festtagen werden beansprucht, aber etwas sich angleichen, nein, das kommt nicht in Frage.
Übrigens haben die meisten türk. Frauen, die hier wohnen, früher, als sie hierher kamen, kein Kopftuch getragen. Die Töchter tragen teilweise die halbe Brust nackt, zeigen am Hintern ein Hirschgeweih, modellmäßig geschminkt, Bauch bis zum Nabel zu sehen und dann Kopftuch. Das ist für mich keine Glaubensbekennung, sondern Demonstration, für was auch immer. Ich wohne in unmitttelbarer Nähe, wo früher die Moschee von dem verurteilten und ausgewiesenen, selbst ernannten Mullah Kaplan war.
Ich weiss, wovon ich rede, ich habe früher 9 Jahre in London gelebt und zwar nach dem Grundsatz „When in Rome, do as the Romans do!“ und bin dabei nicht schlecht gefahren, ich wurde angenommen und fühlte mich wie zu Hause.