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  • Ist das unser Leben?

    Als "aktives Mitglied dieser Gesellschaft" hat man ja so seine Zeitvorgaben, Verpflichtungen etc. So ist der Tag meist gut durchstrukturiert und geplant. Aber was sagt unser Gefühl? Oft tickt doch die innere Uhr ganz anders; ist man im Job, wäre man vielleicht grad lieber im Schwimmbad oder macht man mit den Kindern Hausaufgaben, träumt man vielleicht von einem Ausflug ins Grüne. Also was wir wollen - und was wir sollen - klafft doch oft auseinander. Hat man Verantwortung und Verpflichtung, was ja durchaus sein Positives hat, kann man ja nun nicht nach innerer Uhr oder Geradewohlfühlprogramm leben. Manchmal schleicht sich die Angst ein, lebe ich einen großen Teil am Leben vorbei? Wie ist das so bei Euch??? Werden wir gelebt?

Antworten

  • Ehemaliges Mitglied 25.06.2008, 11:15:03

    Für meine Familie habe ich mein eigenes ICH zurückgeschraubt, ja fast aufgegeben. Perfekte Mutter, perfekte Freundin und Ehefrau, perfekte Hausfrau perfekte Gastgeberin,Ich war ein " aktives Mitglied unserer Gesellschaft" ohne wenn und aber, durchstrukturiert bis in die letzte Minute.
    Liebe Christine, hätte ich mir die Zeit genommen, solche Gedanken in mir hochkommen zu lassen, die du heute ansprichst, hätte ich wohl kein " Burn out " bekommen.
    Heute bin ich wieder bei mir selbst angekommen und begebe mich im Beruf in die Anpassung,habe mitte der Woche meinen freien Tag, privat und in meiner Freizeit bin ich in jedem Moment einfach nur ICH. Mal planlos vertrödelt, dann mal sich aufraffend und diszipliniert. Ich genieße mein SEIN.
    Jungen Müttern und Ehefrauen kann ich nur den Tip geben sich genügend Freiräume zu schaffen und auch mal etwas liegen sehen zu können und liegen lassen, einfach einen Bummeltag einzulegen.
    Früher habe ich mich leben lassen, heute lebe ich mich bewusst selbst.

  • D. Keely 25.06.2008, 11:30:19

    Mit Sicherheit hat jeder von uns mal das Gefühl "am Leben vorbei zu leben"... sicher das Gefühl "der Job frisst mich auf" und sicher das Gefühl das es auch mal anders rum ist und man Leben geniesst.

    Ohne Verpflichtungen kommen wir alle nicht durchs leben... man kann sie aber bis zu einem gewissen Grad schon steuern.... gerade im privaten und familiären Kreis. Zu lernen auch mal knallhart ein "NEIN" von sich zu geben, ist da hilfreich, an sich selbst zu denken... unabdingbar.

    Sich selbst aufgeben und nur tun was von einem erwartet wird, zu funktionieren... ist der absolut falsche Weg... dann lebt man wirklich am Leben vorbei und ist irgendwann alt und verbittert.

  • C. Evchen 25.06.2008, 11:23:03

    Danke, Rosemarie und mir gings teilweise ein wenig ähnlich wie Dir. Ich denke, auch hier die goldene Mitte finden und vor allem auch ruhig mal ein Ego-ist sein, so negativ dies Wort auch behaftet ist, hat oft Präventivfunktion.

  • W. Traudel 25.06.2008, 10:25:05

    Manuela, bis Du an dem Punkt angelangt bist wo Du dich selbst fragst wofür das alles ?

  • C. Evchen 25.06.2008, 10:18:31

    Schwer wird es sicherlich, wenn man nicht nur für sich, sondern auch für Kinder Verantwortung hat.