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  • kann jeder lernen, was er will?

    die chancen auf bildung hängen primär vom vom elternhaus ab. das wiesen schon studien im 19. jahrhundert nach.

    nur 23% aller kinder aus familien ohne akademische bildung studieren. dies besagt eine studie aus jahr 2005. dagegen sind es 83% aller kinder aus akademisch vorgebildeten elternhäusern.

    nur muss das so sein? ist unser schulsystem nicht homogen genug bildungsvordefizite abzumildern?

    wozu brauchen wir drei systeme die zur mittleren reife führen? hauptschule, realschule und gymnasium.

    wäre es nicht viel sinnvoller eine schule vom kindergarten bis zum abitur zu haben mit der möglichkeit schwache zu unterstützen, stärken zu fördern, die kinder ganztags einschließlich essen zu versorgen und um 16 uhr ist schulfrei.

    was meint ihr?

Antworten

  • Ehemaliges Mitglied 01.06.2009, 18:28:00

    Solange es bei ne These bleibt, Axel, ist es in Ordnung.
    Handreicherung hin oder her. Manchmal sind sie störender als hilfsreich.

  • Ehemaliges Mitglied 01.06.2009, 16:11:36

    @Axel... Stimmig!!
    @Paula.....
    hast Du Deinem Kind persönlich was beizubringen versucht???
    Ich schon.. Mehrmals. Resultat??? Ewige Diskissionen! Nicht mal Schwimmen hats geklappt.
    Fremde Hände haben Wunder verbracht. Was sagt uns das???
    Dass nur die Zummanarbeit des Elternhauses und der Vertretungen der Bildungswesen etwas bewirken kann.
    Bücher schenken?? Bis zum Abwinken??? Schöööön! Werden sie auch gelesen??? Sorry....aber solange die Schulen keine Pflichlektüren einführen, sehe ich es schwarz.

  • P. Paula12 01.06.2009, 15:51:40

    @Axel
    Ich hab's auch satt, dass die Schuld hin- und hergeschoben wird zwischen Eltern und Lehrer.
    Den Elternführerschein werden wir nicht einführen können. An der Lehrerschraube könnte man, ein bisschen!, drehen.
    Warum ist Lehrer in Finnland so ein begehrter Beruf?
    Warum gibt es dort so kleine Klassen?
    Warum darf ein Herr Schröder die Lehrer öffentlich als faule Säcke bezeichnen?
    Wie kommt ein bayerischer Politiker dazu zu behaupten, mit einem guten Lehrer ist es egal, ob in einer Klasse 40 oder 20 Kinder sitzen?

    Hat ein Gemüsehändler, der chemisch behandeltes Gemüse verkauft, sein Gehalt verdient?

    Glaub mir, Axel, wir Lehrer waren mit die ersten, die gemerkt haben, dass da der Wurm im System ist.

  • P. Paula12 01.06.2009, 15:34:07

    So, Rolf Teeclipper.
    Dann frag ich jetzt nochmal:
    Glaubst Du ernsthaft, Schule könnte diesen Bildungsvorsprung ausgleichen?
    Und weil ich nicht glaube, dass bei den Eltern angesetzt werden kann, bin ich nach wie vor der Meinung, dass alles vorhandene Geld im Kindergarten gut angelegt wäre. (Nein, ich bin nicht Kindergärtnerin!)
    In Amerika gab es mal ein vieljähriges Experiment an einem Brennpunktkindergarten. Die eine Hälfte der Kinder bekam viel mehr Personal, das die Kinder betreute. Eltern miteinbezogen, Hausbesuche, Ausflüge in Zoo und Co. usw. Und siehe da - nach 15-20 Jahren (weiß ich jetzt nicht mehr genau) stellt sich heraus, dass diese 'Versuchskinder' ganz deutlich besser war in der Lebensbewältigung (Arbeit, Einkommen, Familienverhältnisse, Kriminalität) als die unbetreute Vergleichsgruppe.

    Die Ganztagsschule ist schon auch ein wichtiger Tropfen auf den heißen Stein. Aber sie setzt zu spät an. Kinder, die nicht mehr glücklich sind, wenn man ihnen den Strom abschaltet, sind dadurch nur noch bedingt veränderbar. Sie haben doch schon 6 wichtige Jahre 'verloren'.

  • Ehemaliges Mitglied 01.06.2009, 07:05:09

    guten morgen rolf,

    das hat nicht nur was mit dem schulsystem zu tuen...sondern liegt auch wirklich an den unterschiedlichen elternhäusern.
    viele nichtakademische eltern haben einfach kein interesse und sehen auch keine notwendigkeit darin ihre kinder entsprechend auf ein studium vorzubereiten d.h. schulisch zu unterstützen und sie auf die entsprechenden schulen zu schicken.
    habe das in meiner familie erlebt...als meine tochter (damals 13. klasse) ihren mann kennen lernte war er lehrling in einem möbelgeschäft....die mutter war verkäuferin auch in einem möbelgeschäft.
    er machte dann unter unserer anleitung sein abitur nach...studierte auf wirtschaftsingenieur und hat heute eine sehr gute position als dipl.ing. bei siemens.....seine mutter sagt immer noch sie fände es viel schöner wenn er möbelverkäufer wäre.....
    die von dir unten gewähnten schulen gibt es zwar...aber leider viel zu wenige....sie sind ideal.