-

-
Soll die deutsche Sprache im Grundgesetz festgeschreiben werden?
Union und FDP wollen das Grundgesetz ändern. Die für Kultur zuständige Arbeitsgruppe der künftigen Koalition hat sich dafür ausgesprochen, die deutsche Sprache und Kultur in die Verfassung aufzunehmen.
Pro-Argumente, die in diesem Zusammenhang zurzeit die Runde machen:
* Die meist gesprochene Muttersprache in der Europäischen Union ist Deutsch.
* Der weltweit angesehene Außenminister Genscher sprach überhaupt kein Englisch.
* Würde ein deutscher Politik.-Journalist in Paris, London, Tokio oder Moskau seine Frage bei einer Pressekonferenz nicht in der dortigen Landessprache stellen, würde man ihm den Vogel zeigen – warum sollte das dann nicht auch für unser Land gelten?
* Immer mehr Anglizismen und das „Denglisch“ würden die deutsche Sprache verhunzen.
* In Frankreich gibt es zum Beispiel das Loi Toubon (ein Gesetz zum Schutz der französischen Sprache in Frankreich), danach werden Anglizismen im offiziellen Sprachgebrauch bewusst vermieden.
Kontra: Aber ist die Reinhaltung einer Sprache nicht vielleicht etwas völlig Absurdes, weil sich Sprache immer wandelt und sich schon immer gewandelt hat? Wir sprechen heute ja auch nicht mehr, wie im Mittelalter oder zur Biedermeierzeit.
Sollten wir uns nicht vielmehr freuen, dass es eine so leicht erlernbare und weltweit verbreitete Sprache wie das Englische gibt?
Nach einer Untersuchung des Mannheimer Institut für Deutsche Sprache, betrachtet die Mehrheit der Befragten die Entwicklung der deutschen Sprache zwar mit gemischten Gefühlen – aber ein Gesetz zum Schutz der deutschen Sprache wurde noch im Sommer 2009 von den Deutschen mehrheitlich abgelehnt.
Unterhaltungsfrage von: M. Jimi
Antworten