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  • Was heißt das eigentlich: »Partnerschaft«?

    Ich meine: wieso verwenden wir für eine Paarbindung dieses Wort? Ich habe mal etwas gelesen, wo der Autor schrieb, dieses Wort sei... naja, den Wortlaut weiß ich nicht mehr, aber der Autor meinte, dieses Wort sei eigentlich nicht das richtige für das, was wir damit bezeichnen. Von Partnerschaft könne man eher im Geschäftsleben sprechen oder beim Tennis oder beim Schach. Eine Partnerschaft im eigentlichen Sinne hätte immer einen Inhalt bzw. etwas zum Gegenstand und um DEN ginge es bei der Partnerschaft, nicht jedoch um die Personen oder ihre Gefühle. So in etwa.
    Das fand ich irgendwie plausibel und seit dem geht mir dieses Wort "Partnerschaft" für eine Liebesbeziehung etwas quer runter, weil ich mich frage: Was ist denn dabei eigentlich der Gegenstand, der über uns steht und den wir vermittels der Partnerschaft realisieren wollen? WORIN sind wir Partner? Beglückungspartner? Sexualpartner? Fortpflanzungspartner? Häuslebau-Partner?
    Ich habe mit dem Begriff auch deshalb Probleme, weil es in meinem Leben fast nichts gibt, wofür ich einen Partner bräuchte, weil ich eigentlich alles gut allein geregelt bekomme... und für die Dinge, die alleine schwierig sind, habe ich Partner in Form von Freunden, Familie usw., obwohl ich keine PARTNERIN habe. Dennoch fehlt mir die, die man landläufig "Partnerin" nennen würde... aber hätte ich sie, würde ich sie gar nicht Partnerin nennen, weil das eben so funktional klingt. Denn es geht mir doch nicht darum, dass diese Person in meinem Leben irgendeine Funktion erfüllt, eine Erfüllungsgehilfin für einen Zweck, den ich alleine nicht erreichen kann... es geht darum zu lieben und geliebt zu werden. Oder ist das auch ein Zweck? Ein Gegenstand einer Liebes-Partnerschaft? In letzter Konsequenz sind die Begriffe "Partner", Partnerin", "Partnerschaft" eigentlich schrecklich unromantisch, weil durch diese der Lieblingsmensch so furchtbar instrumentalisiert wird. Partnerschaft... das klingt so, als müsste man zusammen unbedingt... nein, als stünde ein "höherer" Zweck im Mittelpunkt - Kinder großziehen oder ein Haus bauen zum Beispiel - aber nicht das »Du und ich«. Um meine "Partnerin" zu sein, muss jemand seine Funktion möglichst gut erfüllen, aber ich muss sie nicht lieb haben und sie mich nicht...
    Ach, das versteht wieder niemand :-( Oder doch?

Antworten

  • T. Tomschik 01.10.2009, 00:33:11

    Also sofern die Frage nicht gelöscht wird, steht sie ja auch tags noch hier und wer keine Lust hat sie nachts zu beantworten kann das dann morgen tagsüber tun und wer ÜBERHAUPT keine Lust hat, sie zu beantworten, braucht das auch nicht zu tun, aber diesen Hinweis, diese Lust nicht zu haben, kann er sich dann auch sparen, okay? ;-))

  • Albrecht chillischote 01.10.2009, 00:47:49

    Ich bin auch der Meinung, daß Partnerschaft besser ins Geschäftsleben paßt

  • Ehemaliges Mitglied 01.10.2009, 00:59:51

    Geliebter, Freund, Kumpel, Vertrauter, zuverlässiger Partner ...

    kann doch Alles in einer Person stecken?!

  • T. Tomschik 01.10.2009, 00:42:23

    Nein, Albrecht, Anna, ich finde die Funktion "Hausfreund" vollkommen in Ordnung! Nicht dass wir uns falsch verstehen ;-)

  • Ehemaliges Mitglied 01.10.2009, 00:45:48

    Früher suchte man den passenden Verlobten, den passenden Ehemann (oder umgekehrt) ...
    Heute sucht man den passenden Partner, den passenden Lebensgefährten ...

    Partner klingt zuverlässig, allerdings nicht unbedingt gefühlvoll, eher geschäftlich, zweckmässig.