Chris - Du hast recht, ich habe es ganz sicher "zu aufgebauscht" dargestellt, und es klingt auch nach "Auge um Auge, Zahn um Zahn".
Und wenn ich von "Indianern" schrieb, so stehen diese bzw. das an Ihnen geübte Unrecht für mich als Versinnbildlichung dessen, was vor ihnen und nach ihnen geschah und auch in der Zukunft immer wieder geschehen wird: Ignoranz der Rechte und der Würde das Anderen, es sei denn, er ist zumindest gleich stark. Und das nicht nur mental, sondern auch im kriegerischen Sinne.
Ich will auch von den "echten" Indianern nicht behaupten, dass diese, hätten sie damals Europa entdeckt, sich nicht ähnlich verhalten hätten, wie es die Europäer ihnen gegenüber taten, und das ist es, was ich meine: Ist der Mensch an sich in seiner geistig/moralischen Entwicklung überhaupt jemals weiter gekommen,
oder endete diese als er Mensch wurde und sich allein dadurch selbst über alles Andere erheben konnte, auch über den anderen Menschen, in dem er diesen z. B. als Heiden, als unwert, als asozial, als zu alt, als Feind, oder, oder... bezeichnete, und zwar ungestraft, solange dieser nicht zumindest gleich stark war?
Was jemals, könnte denn hier zu einer Wandlung führen, zu einem sich bewusst werden dessen, dass diese offenbar vorhandene Grundeinstellung des Menschen, sich über den Anderen erheben zu wollen, anstatt vielleicht von ihm oder mit ihm gemeinsam etwas zu lernen, was die Menschheit wirklich weiterbrächte, einfach nur beweist, dass der Mensch nicht wirklich entwicklungsfähig ist.
Oder doch? Erlösung und Unterblichkeit verstehe ich im Sinne des Glaubens, schließlich birgt sie Hoffnung darauf, dass die Unsterblichkeit der Seele uns eine spirituell geistige Entwicklung irgendwann ermöglichen soll, warum sonst sollte die Seele unsterblich sein?