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Bibelforum

  • Das Vaterunser - was bedeutet es (uns/euch) ?

    Hier der Text in drei Fassungen:
    1. GEBETBÜCHER
    Vater unser im Himmel, / Geheiligt werde dein Name. / Dein Reich komme. / Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. / Unser tägliches Brot gib uns heute. / Und vergib uns unsere Schuld, / wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. / Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
    2. GUTE NACHRICHT BIBEL (Mt 6,9-12)
    9 So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel! Mach deinen Namen groß in der Welt. 10 Komm und richte deine Herrschaft auf. Verschaff deinem Willen Geltung, auf der Erde genauso wie im Himmel. 11 Gib uns, was wir heute zum Leben brauchen. 12 Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir allen vergeben haben, die an uns schuldig geworden sind.
    3. ELBERFELDER BIBEL (Lk 11,2-4)
    2 Er sprach aber zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater, geheiligt werde dein Name; dein Reich komme; 3 unser nötiges Brot gib uns täglich; 4 und vergib uns unsere Sünden, denn auch wir selbst vergeben jedem, der uns schuldig ist; und führe uns nicht in Versuchung.

Beiträge

  • Ehemaliges Mitglied 02.02.2008, 21:46:57

    Helene, ich nehme an, Du meinst: Ihr sollt nicht plappern, wie die Heiden.
    Ich persönlich bin auch für das freie Gebet. Einige Stücke aus der christlichen Überlieferung, wie z.B. das "Vater unser" sind aber schon deshalb etwas besonderes, weil sie von unserm Herrn selbst gestiftet wurden. Ein Gebetsabend in einer christlichen Gemeinschaft, der mit dem "Vater unser" beendet wird, ist etwas besonderes und kann nie zu einem "Geplapper" werden.

  • Ehemaliges Mitglied 27.01.2008, 14:10:39

    Für mich liegt der eigentliche Wert des "Vater unser" darin, dass unser Herr uns höchstpersönlich mitteilt, wie wir beten dürfen. Wir werden auch noch an anderen Stellen von ihm im Gebet unterwiesen.

    Hallo Leo, da Du den Beitrag von Hans so gelungen ansiehst, dass Du ihn hier wörtlich einbringst, unterstelle ich einmal, dass Du Dich mit diesem identifizierst.
    Ich halte den Beitrag auch für gut, allerdings ist Hans ein Fehler unterlaufen, wenn er schreibt: ....das aramäische "Abba ", das eine respektvolle Anrede für den Vater...."
    Genau das Gegenteil ist der Fall. Das Wort Abba ist nach mir vorliegenden Unterlagen noch am deutlichsten mit "Papa" zu übersetzen. Diese Anrede empfinde ich mehr liebevoll als respektvoll, wobei ich ausdrücklich hinzufügen möchte, dass Liebe und Respekt sich nicht ausschließen müssen, weder bei unserem irdischen, noch bei unserem himmlischen Vater.
    Paulus drückt sich im Römerbrief 8,15 auch so aus, wenn er schreibt: Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen; dass ihr euch abermals fürchten müsstet; sondern ihr habt einen kindlichen Geist empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater!
    Jesus lehrt uns auch, dass das Gebet im stillen Kämmerlein ein besonderer Segen für den Anbeter ist. Es ist schön, dass dort jeder Christ, allein mit seinem Vater, die Art der Anrede wählen kann, je wie sich seine persönliche Beziehung zu seinem Gott entwickelt hat.

  • H. Harfe Schaar 02.02.2008, 21:19:12

    Da Jesus ein paar Verse vor dem "Vaterunser"sagte,wir sollten nicht immer und immer wieder dasselbe beten,ist für mich dieses Gebet ein Mustergebet.Ich behalte dieses Muster und fülle es mit eigenen Worten.Deshalb hört sich mein "Vaterunser" jeden Tag anders an.

  • Ehemaliges Mitglied 31.01.2008, 17:11:33

    Diese Interpretation des "Vater unser" ist Geschmacksache.
    Schlagzeilen aus dem Buch "Freundschaft mit ABBA-Vater" vom Matthias Hoffmann.
    Jesus stellt uns Gott vor, so wie unser Gott wirklich ist. Nämlich als einen liebenden Vater.
    Wer Jesus ansieht, der kann Gott direkt ins Vaterherz schauen!
    Gott ist also nicht nur "wie" ein Vater, quasi als Metapher, sondern er ist es tatsächlich, in Realität, er ist der Ursprung unseres Daseins!
    Wenn man heutzutage nach Israel fliegt und dort durch die Straßen geht, dann hört man bestimmt irgendwo ein paar Kinder rufen: "Abba, Abba!" Dieses Wort taucht überall im Alltag Israels auf und erweckt keine besonders heiligen Assoziationen. Das Wort ABBA ist ein Kosename für das Wort Vater und müßte übersetzt werden mit: "Papa". In diesem kleinen Wort stecken soviel Nähe, Beziehung und Zärtlichkeit, soviel Schutz, Liebe und vertrauter Umgang.
    Das Wort "Abba" setzt eine gegenseitige, liebevolle Vertrauensbeziehung voraus. Ja, es ist ein Beziehungswort!
    Aber genau dieses kleine Wörtchen hat die Macht, uns den Himmel zu öffnen und uns bis auf den Schoß Gottes zu katapultieren.

  • Ehemaliges Mitglied 02.02.2008, 01:07:49

    Hallo Walter,
    das B u c h "Freundschaft mit ABBA-Vater"
    von Matthias Hoffmann/Hannover- war mir bis jetzt n i c h t bekannt. Danke für den Hinweis.