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"Darwins neue Welt"
Vielleicht (danke Uli) läßt sich danach die biblische Schöpfungsgeschichte auch für eingefleischte Gläubige -und Kreationierende- neu bewerten?
h. switch | 14.12.2009, 11:41:39
Beiträge
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Für Helene
http://www.youtube.com/watch?v=c7Ap7f0jhWA&feature=related -
Ehemaliges Mitglied 14.12.2009, 18:04:51
Letzte Woche kam ebenfalls in ARTE eine zweistündige Sendung mit dem Thema "Evolution oder Schöpfung".
Hans Küng, einer der bekanntesten katholischen Kirchenkritiker (Entzug der kirchlichen Lehrbefugnis), Theologe, römisch-katholischer Priester und Autor zahlreicher Bücher, führte aus, dass der belgische Jesuit Abbé Georges Edouard Lemaître, Priester, Astrophysiker und Mathematiker, als Begründer der Urknalltheorie gilt (wusste ich auch nicht). Seine Ideen zur Expansion des Universums schrieb er bereits 1927 nieder, zwei Jahre vor Edwin Hubble, dem fälschlicherweise die Konzeption vom Big Bang (veröffentlicht 1929) zugeschrieben wird.
Lemaître beschäftigte sich zwangsläufig mit der Frage nach der Vereinbarkeit von biblischer Schöpfungsgeschichte und wissenschaftlicher Urknalltheorie. Die sog. Rotverschiebung weit entfernter Galaxien und die Entdeckung der kosmischen Mikrowellenstrahlung (auch elektromagnetische Hintergrundstrahlung genannt) erhärteten u.a. die Theorie vom Urknall. Schon im November 1951 akzeptierte die Päpstliche Akademie der Wissenschaften Lemaîtres Theorie als dem mit dem Urknall zeitlich festlegbaren Anfang der Welt und damit der evolutionären Sicht von Kosmos und Leben.
Vgl. auch Marie-Joseph Pierre Teilhard de Chardin, französischer Jesuit, Theologe, Philosoph, Anthropologe, Geologe und Paläontologe, auch ihm entzog der Stuhl Petri die Lehrbefugnis. Teilhard begreift "Schöpfung" nicht als einst Abgeschlossenes und seither Fertiges (wie es die biblischen Schöpfungserzählungen uns weismachen wollen), sondern als einen bis ans Ende der Zeit fortdauernden physikalisch-biologischen und auch geistigen Prozess mit noch ungeahnten Ergebnissen.
Gesprächspartner in der Sendung waren ein "ungläubiger" Anthropologe und ein "gläubiger" Astrophysiker am CERN, dessen Kernaussagen: Genesis ist eine prä-wissenschaftliche Erzählung und folgt nicht der wissenschaftlichen Chronologie. Glaube muss der Wissenschaft folgen, was bewiesen ist: Universum 14,5 Mrd. Jahre alt, Erde 4,5 Mrd. Jahre alt, es gab mehrere urmenschliche Linien, Homo sapiens ca. 200.000 Jahre alt. Der Mensch stammt von kosmischem Staub, Bakterien und Primaten zugleich ab, das mindert die Würde des Menschen nicht im Geringsten.
Nach Küng ist Gott in dieser Welt und diese Welt in Gott. Gott sei das Unendliche im Endlichen, das Absolute im Relativen. Damit kann Frau/Mann leben ;-)
Nur fundamental religiöse Kreationisten wie die Adventisten und ZJ – mögen sie auch noch so jung an Jahren sein – sind seelenblind vergreist in ihrer jahrtausendealten glaubenden Erstarrung. Aber, wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit – dem schenkt die Evolution keine Gnade und schon gar kein ewiges Leben, wo auch immer. Schade nur, dass man sie noch immer auf die jungen Generationen losgehen lässt um sie zu verderben! -
„Gott ist ein Lückenbüßer für die Unwissenheit unserer Vorfahren.“
"Die Gewässer der Religion fließen ab und lassen Sümpfe zurück. ...
„Glauben gibt charakterschwachen Menschen Halt in übernommenen Traditionen.“
Werner Heisenberg, Physik-Nobelpreisträger:
"Der erste Schluck aus dem Becher der Wissenschaft führt zum Atheismus, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott."
prost neujahr, trinkt kinderlein trinkt, nur wählt aus was ihr schluckt. -
Liebe Neckarhekse,
an meinen Beitrag,den Du netterweise noch einmal kopiert hast,kann ich mich gut erinnern und Du hast recht,ich hatte Dich und andere vor der Sorglosigkeit mit den Dämonen gewarnt.
"Darwins neue Welt"
Vielleicht (danke Uli) läßt sich danach die biblische Schöpfungsgeschichte auch für eingefleischte Gläubige -und Kreationierende- neu bewerten?"
Neckarhekse,das läßt sich nicht neu bewerten.Wie sollte das gehen?
Eine Neubewertung würde die Bibel Lügen strafen und ihr Anspruch, Gottes Wort zu sein,würde hinfällig werden.
Liebe Claire,
es sind nicht "meine Dämonen"! Ohne die Bibel würden wir überhaupt nicht wissen,dass es solche bösartigen Wesen gibt.
Lieber Horst,
Gott hätte Darwin geliebt,wenn dieser sein Herz vor ihm gebeugt hätte.