Anmeldung zur Platinnetz Community
E-Mail-AdressePasswort
angemeldet bleiben
Sie sind noch nicht bei Platinnetz?
Jetzt Mitglied werden

zurück zur Themenliste Thema der Gruppe

Fibromyalgie

  • Die wollen doch ALLE nur unser Geld! / Das stimmt nicht immer.

    "Die wollen doch ALLE nur unser Geld"

    Das ist leider eine häufig anzutreffende Aussage, wenn wir Fibromyalgiekranken mal wieder etwas von einer neuen und sehr wirkungsvollen Therapie hören oder lesen.
    Und das stimmt auch in vielen Fällen, denn wirkungsvoll sind häufig diese so angepriesenen Therapien nur für einen, nämlich für den, der das Geld einkassiert.

    Doch leider sind unter All den Leuten, die eine neue oder andere Therapie anpreisen, auch einige ehrliche. Und das ist das Traurige an der Sache, viele unter uns, denen es sehr schlecht geht, würden sich möglicherweise an Therapien, die Erfolge versprechen heranwagen, wenn sie nicht schon soooooooooo oft hereingefallen wären.
    Deshalb möchte ich hier an dieser Stelle einfach noch einmal die Guaifenesintherapie anführen und von mir berichten, wie ich dazu kam.

    Die Guaifenesintherapie wurde erst vor 5 Jahren durch eine Hebamme hier in Deutschland erstmals angewendet und bekannt gemacht. Ihr ging es zu der Zeit sehr schlecht und auch ihre 3 Kinder waren an der Fibro erkrankt. Da erfuhr sie durch eine Bekannte aus Amerika von dieser erfolgreichen Therapie. Sie ließ sich das Medikament aus Amerika schicken und begann sofort damit. Als sie die ersten Erfolge spürte, bekamen auch ihre Kinder das Guaifenesin. Der Weg zur Schmerzfreiheit ihrer Kinder war ein viel kürzerer, da sich ja in ihrem jungen Leben erst viel weniger der überflüssigen Phosphate, die diese Schmerzen verursachten, abgelagert hatten. Dora, die Hebamme lud andere Betroffene zu sich ein und erzählte von ihren Erfolgen. Und schließlich kamen so viele Fibropatienten zu ihr, dass sie einen Saal mieteten und seitdem alle Vierteljahr ein Treffen durchführen. Auch ich war schon bei ihr, obwohl Setzingen bei Stuttgart für mich fast am anderen Ende der Welt liegt. Bei fast jedem Treffen, so erzählte es mir Dora sind sogar Besucher aus Östereich und der Schweiz dabei.
    Noch mehr bekannt wurde diese Guaifenesintherapie, als ihre Tochter, die in Amerika ein Medizinstudium absolvierte und die dort jetzt ihr praktisches Jahr im Krankenhaus auf einer Intensivstation durchzustehen hat, das Buch von Dr. Amand, in welchem er seine Therapie genau erläutert, in groben Zügen ins Deutsche übersetzte und so auf Doras Homepage bzw. von ihrer Familie ins Internet gestellt wurde. Da las ich das erste Mal davon.
    Ich beschloss sofort diese Therapie zu beginnen, denn da ich jetzt 66 Jahre bin, wollte ich wenigstens noch ein paar gute Jahre genießen. Ich bin jetzt über vier Jahre dabei. Habe es NIE bereut, denn die Schmerzen, die durch die Ausschwemmung in der ersten Zeit entstehen, waren nie schlimmer als meine letzten Schmerzen vor der Therapie. Da ich seit der Kindheit die ersten Symptome wie : Wachstumsschmerzen, Schlafstörungen , Kopfschmerzen, Verdauungsstörungen, Allergien, Gelenkschmerzen, häufige Blasenentzündungen und erste Durchblutungsstörungen habe, litt ich mittlerweile aufgrund der vielen Jahre der Einlagerung der Phosphate im Jahre 2004 schon ununterbrochen, also ohne dazwischen auch nur stundenweise mal gute Zeiten zu haben, an schlimmsten Schmerzen. Ich war unmittelbar vor der Bettlägerigkeit, kam kaum noch die wenigen Treppenstufen zu unserem Haus hoch. Ich sagte mir: Du hast nun nichts mehr zu verlieren, nur noch etwas zu gewinnen. Nachdem ich über ein halbes Jahr der Therapiezeit - und nur angewiesen auf die Anleitungen auf Doras Homepage und natürlich auch Telefongesprächen mit ihr, hinter mich gebracht hatte, beschloss ich ein Forum für die Guaifenesintherapie zu eröffnen. Zwischendurch hatte ich bereits eine ganze Reihe guter Tage erleben können. Mein Mann und ich haben geweint, als wir es nach über 10 Jahren wagten, wieder einmal auf die Tanzfläche zu gehen - und es ging, ich war überglücklich. Natürlich hatte ich auch immer wieder Schmerzen, denn jetzt verläuft die Fibro sozusagen rückwärts. Die Schübe kommen weiterhin, aber anstatt dass sich etwas neues einlagert, werden jetzt diese Stoffe wieder ausgeschwemmt und über die Nieren ausgeleitet. Denn der Endokrinologe Prof. Dr. Amand hatte erkannt, dass wir Fibros infolge eines Gendefekts überschüssige Phosphate, die wir täglich zu uns nehmen müssen, nicht wieder über die Nieren auscheiden können. Beim Umkehrprozess durch das Guaifenesin, so stellte Prof. Dr. Amand während der über 30 jährigen Erfahrung fest, wird der Körper in 2 Monaten etwa von einem ganzen Jahr Ablagerungen befreit. Ich mache mittlerweile längst wieder meinen Haushalt. Gestern habe ich zum ersten Mal unseren Rasen gemäht und konnte mir auf die Schulter klopfen und sagen: Du hast wieder ein weiteres Stück von Deinem Leben zurück. Und das Ganze kostet mir IM MONAT nicht einmal 5 Euro.

    In Amerika hat die Guaifenesintherapie weit mehr als 100 000 Menschen Schmerzfreiheit gebracht. Und das für viel weniger Geld, als man für die Schmerzmittel sowieso bezahlen muss. Und die braucht man dann nicht mehr. Hier in Deutschland sind es sicher auch bald an die 1000 Menschen.

    Warum kennt dann aber kaum ein Arzt in Deutschland diese Therapie?
    Weil das Medikament Guaifenesin bereits vor 300 Jahren vielseitig verwendet wurde, unter anderem auch gegen Rheuma und deshalb heute kein Patent mehr auf dieses Medikament besteht, man also damit kein großes Geld mehr verdienen kann. Und wenn die Fibromyalgiepatienten ihre Schmerzen loswerden, verdient man noch weniger an ihnen.

Beiträge

  • Ehemaliges Mitglied 13.06.2008, 17:28:22

    Hallo Ihr Lieben,

    jetzt muss ich hier mal etwas einfügen, was mich eigentlich noch mehr an unserer Welt und der Menschlichkeit zweifeln lässt.
    Habe heute während eines Telefongesprächs mit einer Fibromyalgiepatientin erfahren, dass viele Ärzte in den alten Bundesländern insbesondere Fibros privat behandlen. Stimmt das????
    Besagte Fibrofrau berichtete mir, dass sie zunächst bei Dr. Weiss 8 Wochen stationär therapiert wurde und sie dafür rund 5 000 Euro bezahlen musste. Sie bekam nur die Medikamente und Tropfen, die Dr. Weiss in einer dazugehörenden Apotheke anfertigen ließ auf Kassenrezept verrechnet.
    Hat von Euch auch jemand diese Erfahrung machen müssen? Also ich bin erschüttert. Was machen dann alle die Patienten, die diese Geldsummen nicht aufwenden können?????
    Liebe Grüße
    Juditha

  • u. ulila 13.06.2008, 18:08:35

    Hallo Ihr lieben geplagten Fibro`s,
    als ich 2006 in Bad Säckingen zur Reha war lernte ich eine Patientin von Prof. Bauer kennen. Sie hatte sich 4 Mon. vorher am rechten Arm operieren lassen weil sie keinen anderen Ausweg mehr sah. Vor ein paar Wochen habe ich mit ihr wieder Kontakt aufgenommen. Die OP hat ihr nichts gebracht außer einer großen Narbe am Arm.Sie hat von weiteren Ops. abstand genommen. Ich will ihr demnächst Guaifenesin und die Foren ans Herz legen. Vielleicht hat sie davon ja auch noch nichts gehört.
    Ein schmerzarmes Wochenende wünscht Euch
    Ursula

  • Ehemaliges Mitglied 14.06.2008, 12:28:05

    Liebe Mitglieder,

    ich wurde heute gefragt, wo man preisgünstiges Guaifenensinpulver kaufen kann. Da es zum Einen hier zur Abzocke viel aussagt, aber sicher auch für andere Betroffene wissenswert sein kann, stelle ich meine Antwort mal hier mit ein:

    Ich denke, am einfachsten ist es, wenn Du auf die Seite: www.contra-dem-schmerz.de gehst. Dort findest Du auf der ersten Seite (Bilder) links eine Verzeichnisleiste. Klicke Dich bei "Guaifenesinkapseln" ein. In der ersten Apotheke bekommst Du ein sehr preiswertes Guaifenesinpulver (am besten per Telefon kontaktieren!). In der zweiten Apotheke erhältst Du Kapseln, das angebotene Pulver ist dort aber teurer. Noch ein kleiner Tipp, wenn Du Dich an einem Gemeinschaftskauf beteiligen willst, so wird die Summe noch erheblich geringer, da wir dadurch eine größere Menge bestellen können.
    Denn 1 kg kostet um die 90 Euro, reicht für eine höhere benötigte Dosis etwa 2 Jahre. Wenn wir aber eine 10 kg Abpackung kaufen können, bedeutet das pro kg 61 Euro. Du kannst diesbezüglich mit mir selbst Kontakt aufnehmen oder Dich auch in der oben genannten Homepage im Forum anmelden und dort Deinen Text einstellen. Das ist eine ganz reale Sache ohne Zusatzverdienst für den Verteiler des Guaifenesins, denn vom Preisvorteil profitieren alle Besteller. Ansonsten kannst Du auch mit verschiedenen Apotheken persönlich Kontakt aufnehmen, um einen möglicherweise noch besseren Preis auszuhandeln.

    Hinzufügen möchte ich hier mal noch folgendes: Wenn ich von meinem persönlichen Verbrauch ausgehe, so kostet mir das Pulver im Monat
    2,54 Euro, hinzukommen Kapseln für 2 Jahre, die preiswertesten kosten mir insgesamt 1,25. Das bedeutet, ich verbrauche im Monat Medizin für 3,79 Euro. Ein einmaliger Kauf der Kapselmaschine von etwa 15-30 Euro wäre evtl noch nötig. Aber manche Betroffene nehmen das Pulver auch in Saft vermischt, es schmeckt aber ziemlich bitter.
    Da aber die meisten der Fibromyalgiebetroffenen eine geringere Tagesmenge als ich benötigen, kann sich also der Preis insgesamt durchaus noch reduzieren.
    Ich denke, das ist eine ehrliche Aufrechnung, in keiner Weise ein krumme Sache - was da an Arbeitsaufwand dazukommt, wird ehrenamtlich übernommen.

    Natürlich muss man bedenken, dass man diese Therapie ein Leben lang durchführen muss, auch wenn die Schmerzen verschwunden sind. Denn sonst würden erneut schmerzhafte Ablagerungen entstehen.
    Doch wer diese Therapie nicht macht, wird auch sein Leben lang etwas gegen die Fibromyalgie tun müssen, die Preise brauche ich Euch nicht zu nennen, die kennt jeder aus eigener Erfahrung.

    Und vielleicht noch ein kleiner Tipp: Manche schrecken davor zurück, dass man auf all die liebgewordenen Pflegeprodukte mit pflanzlichen Inhaltsstoffen verzichten muss, da sonst das Guaifenesin nicht wirkt. Wichtig ist, dass solche Produkte nicht täglich verwendet werden, wenn ich aber im Monat einmal ausgehe und mir dann mein Gesicht schön mit Schminke zukleistere, so ist nur an diesem Tag das Guaif. nicht wirksam. Nach 24 Stunden schwemme ich aber wieder wie gewohnt aus.

    Ich bitte Euch, diesen Text nicht wie eine "übliche " Werbung zu betrachten. Denn wer wirbt, erwartet dadurch meist GELD, aber ich möchte anderen Betroffenen die Möglichkeit geben, so schmerzfrei wie ich es jetzt schon bin werden zu können.
    Das einzige PROBLEM ???? ist dabei, dass ich meine Gesundheit in die eigenen Hände legen muss.

    Liebe Grüße
    Juditha

  • Ehemaliges Mitglied 12.06.2008, 22:57:16

    Hallo Ursula,
    echt toll Deine Ärztin.
    Wegen der Diät brauchst Du Dir erstmal nur dann Gedanken zu machen, wenn Du auch unter Hypoglykämie, also unter Unterzuckerungen leidest. Ansonsten braucht man diese Diäten nicht zu machen, so sagt Dr. Amand. Wir haben aber herausgefunden, dass es dennoch ganz gut ist, hin und wieder mal die liberale Diät durchzuführen. Die ist um Vieles leichter zu schaffen, als die strenge Diät. Aber bei den Salizylaten muss man ganz konsequent sein. Da bekommst Du aber sehr gute Hilfen durch unser Forum: www.contra-dem-schmerz.de Da sind einige große O.K. Listen für kosmetische Produkte drin. Außerdem findest Du dort auch noch viele andere sehr gute Tipps, Erfahrungen und Hinweise.
    Ich stehe Dir auch immer gern zum Helfen zur Verfügung. Mache die Therapie ja nun schon über vier Jahre.
    Liebe Grüße
    Juditha

  • Ehemaliges Mitglied 13.06.2008, 19:16:56

    Ja, auch bei Dr. Weiss hatte meine Gesprächspartnerin nach den 8 Wochen kaum Erfolge durch diese Behandlungen. Danach ging sie zu einem Heilpraktiker, das brachte auch nicht so super viel. Und nun hat sie sich in der Schweiz, dort wohnt Prof. Bauer nämlich jetzt die erste OP am Arm machen lassen, zu bezahlende Summe 3 200 Euro. sie fühlt sich aber etwas besser, mehr Energie und nicht mehr solche geschwollenen Arme und Beine. Der nächste Termin für den anderen Arm steht schon fest und dann müssen auch noch beide Beine operiert werden. Ein Bein kostet über 6000 Euro.
    Als ich meine Diagnose vor vier Jahren im hiesigen Krankenhaus erhielt, wo ich "nur" das übliche Tagegeld zahlen musste, schaute ich wieder zuhause, auch zum Bauerforum. Damals arbeitete er noch in München. Eine OP /Arm kostete zu der Zeit 1 200 Euro.
    Gestern wurde in einem anderen Fibromyalgieforum von ein Bericht eingestellt, dass man von der Einstellerin sehr gutes und preiswertes Kolostrum kaufen kann. Ich interesierte mich dafür, weil ich damit schon einmal gute Erfahrungen bzgl. Energie gemacht hatte. Heute erfuhr ich von ihr den Preis, doppelt so teuer, wie ich es in einer anderen Firma zu kaufen bekam. Beschei..... sich die Betroffenen gegenseitig? Oder war das vielleicht gar keine Betroffene, hat sich da nur eingemogelt, um an einer guten Quelle zu sitzen? Na ich werde sie mal fragen.
    Und da wundern wir uns, wenn wir depressiv werden.
    Euch liebe Grüße
    Eure Juditha