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Reise, berührt und gereimt
Nicht nur mittwochs
Ganz sanft und stilvoll der Beginn.
Schon 9:00! Mich treibt’s zum Gleisbett hin.
Die Hand verfehlt den Öffner knapp.
Ein Plimm – die Straßenbahn fährt ab.
Na schön, ich hab ja sooo viel Zeit.
Die nächste Bahn. Ich bin erfreut.
Ich nehm’ ´ne Wurst und den Kaffee.
Dann steig ich in den ICE.
Mein Ticket stimmt. Schnell ist der Zug.
Das Oberdeck ist hoch genug.
Erst Götz, dann Potsdam, Westkreuz auch.
Ich such die S-Bahn, die ich brauch.
Zurück??? Na, wenn’s nicht anders geht!
Ich komme trotzdem nicht zu spät!
Die nächste S-Bahn. Das macht Spaß!
Die Tageskarte hat schon was!
Kaum sitz ich, muss ich wieder raus.
Der Gehsteig, Ampeln, welch ein Graus.
Mein Handy sagt mir: Akku leer!
Ich krieg nun keine Taxe her.
Und manchmal blitzt beim Dauerlauf
ein U-Bahn-Zeichen bläulich auf.
Mit schweren Beinen komm ich dann
an meinem Zielort endlich an.
Der Heimweg war so angenehm,
paar Meter Weg, und dann bequem
per U-Bahn zu dem Regio hin,
mit dem ich bald zu Hause bin.
Und jeder sagt heut: „Nein, wie schräg!
Es gibt `ne U-Bahn für den Weg.“
LG von SiggiS. iggis | 04.02.2009, 21:23:27
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