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Heilpflanzen

  • Bestes Hustenmittel Huflattich

    Huflattich, Tussilago farfara,
    Auch genannt: Brustlattich, Fohlenfuß, Pferdefuß,
    Ackerlatsche, Roßhuf.
    Sie ist der erste Frühlingsblüher.
    Gesammelt wird: Blüten, Blätter, Wurzel
    Gesammelt wann: Blüten – März bis April
    Blätter – Mai August
    Inhaltsstoffe: Hoher Anteil von Zink und Salpeter,
    Schleimstoffe, Gerbstoffe, Vitam. C, Bitterstoffe, Inulin,Tannin, Saponin, Inulin, Sterine, äthr. Öle
    Blüten: Gerbstoff, Bitterstoffe, Schleimstoffe,
    äthr. Öle
    Anwendung bei: Atemwegserkrankungen, Bronchialkatarrh,
    Husten, Asthma, sämtliche Erkältungen, Stoffwechselstö-
    rung wie Rheuma, Gicht, Gelenkentzündung, Ischias, Magen- u. Darmkatarrh, Leberleiden, Haut- u. Nervenleiden, Geschwüre, eiternde Wunden, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, offene Beine, offenen Geschwüre, Frühjahrskur, Venenentzündung, Ohrenschmerzen, Kehlkopfentzündung.
    Es sind die ersten Blüten die im Frühjahr die Sonne und die Insekten locken. Die jungen Blätter des Huflattich ab Mai kommend, schmecken im Frühjahr als aromatisches Gemüse besonders gut und sie enthalten viel Vitamin C.
    An dieser Stelle sei eine kuriose Geschichte erzählt. Im Januar 1951 berichtete in Frankreich eine Zeitschrift für Pflanzenheilkunde folgendes. Zwei starke Raucher die ebenfalls unter Asthma litten nahmen zum Rauchen statt Tabakblätter Huflattichblät-ter. Siehe da, die gleiche Zeitschrift berichtet im April wie überrascht die beiden Raucher waren, daß trotz rauchen die Asthmaanfälle weniger wurden und auch nicht mehr so heftig waren.
    Huflattich ist eine alte Heilpflanze, die stets bei Erkältungen mit Bronchialkatarrh oder Husten mit Entzündung der oberen Luftwege eingesetzt wurde. Blüten und Blätter sollten als Tee gesammelt werden, da die Blätter sogar noch mehr Wirkstoffe enthalten, als die Blüten wollen wir für unseren Tee alle verfügbaren Inhaltsstoffe dieser Pflanze haben. Die Schleimstoffe wirken hustenreizmildernd und die Gerbstoffe entzündungshemmend.
    Die Schleimstoffe im Huflattich wirken allgemein beruhigend, reiz- und entzündungshemmend und können bei Bronchitis, Kehlkopf- und Rachenkatarrh,
    Bronchialasthma und Brustfellentzündung eingesetzt werden. Ja sogar bei beginnender TBC, bei langwierigem Husten und Kehlkopfentzündung die nicht heilen wollen.
    Schon im Altertum wurde nachweislich der Huflattich als Heilpflanze benutzt. Die frischen Blätter gewaschen, zerquetscht und als Breiumschlag auf die Brust gelegt bei schweren Lungenerkrankungen, Gewebeverletzung bei skrofulösen/lymphatischen Geschwüren und chronischer, nicht heilen wollender Bronchitis haben schon ganz verblüffende Wirkungen erbracht. Oder die Wurzel in Milch gekocht bei hartnäckigem Lungenleiden als Tee getrunken.
    Huflattichdämpfe von Blüten und Blättern bringen bei den Erstickungsanfällen des Asthma bronchiale spürbare Linderung, mehrmals am Tag heiße Dämpfe einatmen.
    Sirup aus Huflattichblättern bereitet hat sich bestens bewährt bei Lungenleiden, Bronchialkatarrh, Husten.
    Bei Asthmaleiden, Brochialschäden und Raucherschäden leisten im Frühjahr 2 – 3 Teelöffel frisch gepreßter Saft ausgezeichnete Dienste, oder direkt auf Wunden aufgetragen bringt rasche Heilung.
    Bei Venenentzündung kann man aus frischen, zerstampften Blättern und frischer Sahne eine salbenartige Masse die man auf die entzündeten Stellen legt. Man bindet ab und läßt es längere Zeit liegen.
    Frisch gepreßter Saft ins Ohr geträufelt hilft bei Ohrenschmerzen.
    Tee: 2 TL auf 1 Tasse, 15 Minuten ziehen lassen, täglich maximal drei Tassen trinken und insgesamt nicht länger als 6 Wochen. Äußerlich den Tee auch bei Hautausschlägen.
    Als Sirup: 1 – 2 Eßlöffel täglich.
    Frische Blätter äußerlich auf eiternde Wunden oder Geschwüre legen, vorher etwas anklopfen, damit der Saft austritt. Oder innerlich 2 – 3 Tassen tgl.
    Schleimlösender Hustentee:
    Huflattichblüten, Huflattichblätter, Königskerzenblüten, Lungenkraut und Spitzwege-richblätter alles zu gleichen Teilen. Von dieser Mischung 1 TL auf eine Tasse heißes Wasser. Täglich drei Tassen trinken, evtl. mit Honig süßen.
    Starker Fußschweiß kann man mit 40 – 50 g Blätter auf einem Liter heißes Wasser und kurz aufkochen. Darin die Füße baden, es stoppt die starke Schweißbildung.
    Getrocknete Blätter in Wein kochen und als Umschlag auf Furunkel, Wunden oder Geschwüre legen.
    Sirup: In der Sonne gepflückte Blüten und später die Blätter, befeuchten und schichtweise mit Rohrzucker in ein Glas legen und fest einstampfen und abdecken. Das Ganze nun drei Wochen an einen sonnigen Platz stellen. Abseihen und die mit Zucker durchtränkten Blüten und Blätter ein wenig ausspülen und zur anderen Flüssigkeit dazu geben. Nun das ganze im Topf auf allerkleinster Flamme das Wasser verdunsten lassen bis es etwas dicklich ist. Wenn es nach dem Abkühlen noch zu flüssig ist, kann der Vorgang fortgesetzt werden. Der Sirup darf nicht zu flüssig und auch nicht zähflüssig sein, sonst kristallisiert er.
    Sirup: Oder Wurzel, Blüten und Blätter zu gleichen Teilen mit Wasser aufsetzen und ca. 5 Min. köcheln. Abseihen und die Kräuter auspressen. Dass so gewonnene Wasser mit der gleichen Menge braunen Rohrzucker langsam einköcheln bis es dicklich ist. Zwischendurch immer wieder abkühlen lassen um die Konsistenz zu prüfen bis es sirupartig zähflüssig ist. Heiß in Gläser füllen und fest verschließen.
    Beispiel: 1 Tasse Blüten mit Blättern, in einer Tasse Wasser kochen, und eine Tasse brauner Zucker.

Beiträge

  • M. 12.12.2007, 21:58:09

    Hallo, miteinander,

    meine Kinder nannten mich immer ihre "Kräuterhexe" - ich halte sehr viel von Heilkräutern, habe sie jahrelang selbst angebaut und genutzt. Huflattich ist, da hast Du vollkommen recht, liebe Silvi, ein phantastisches Kraut gegen Husten,Bronchitis und ähnliche Probleme. Aber bitte nicht vergessen zu erwähnen, daß Huflattich, wie übrigens fast alle Kräuter, nicht NUR gesund ist. Huflattich enthält Pyrrolizidin-Alkaloide, die für die Leber gar nicht gut sind und sogar im Verdacht stehen, bei zu langer Anwendung - mehr als 4 Wochen - möglicherweise nicht ganz unschuldig an Krebs zu sein.

    Weniger problematisch und fast genauso gut bei Atemwegserkrankungen ist da z.B.Thymiantee. Das Zwiebelrezept kenne ich auch und habe damit gute Erfahrungen gemacht. Schade, daß soviele solcher Erfahrungen in Vergessenheit geraten. Aber ich glaube, ich bin hier in dem für mich richtigen Forum gelandet.

    Schönen Abend allerseits wünscht
    Marie aus Mönkeberg

  • B. looloby 13.12.2007, 09:17:33

    Vielen Dank, für die Anregung Hustensaft aus Zwiebeln oder Rettich selbst zuzubereiten. Den Zwiebelsaft kenne ich, auch wenn in anderer Form, (werden die Zwiebeln im Topf mit Kandiszucker zu Saft gekocht) Auch von Rettichsaft habe ich schon gehört,(aber noch nicht probiert) obwohl da schwarzer Rettich verwendet wurde.
    Thymiansaft hatte ich auch schon, hat auch sehr gut gewirkt, weil er auch den Hustenreiz etwas stillt, nur hatte er bei der letzten Bewertung von Ökotest, nicht die besten Ergebnisse.

  • B. looloby 11.12.2007, 08:41:11

    Hallo, bin sehr an Heilpflanzen und deren Wirkung interessiert, habe aber leider nicht den "grünen Daumen" der benötigt wird um diese Pflanzen im Garten zu haben.
    Haben Sie auch Erfahrung mit pfanzlichen Heilmitteln aus der Apotheke? Bezw welche Huflatichsäfte oder Tee´s wären zu empfehlen? Bin auf der Suche nach einem guten Huflatichhustensaft für meine Kinder. Wäre nett, wenn Sie mir einen Tip geben könnten. Danke

  • E. diette 13.12.2007, 23:54:52

    Hustensaft aus Zwiebeln.
    Der Hustensaft aus Zwiebel und braunen Kandis, wurde immer gekocht. Er wurde richtig dickflüssig. Wurde sogar in flaschen einige Zeit aufbewahrt. Damit hat meine Mutter sogar den Keuchhusten behandelt und zwar schon vor fast 70 Jahren. Er hat geholfen. Finde ihn wirksamer als aus rohen Zwiebeln, nur das Kochen riecht sehr unangenehm.

  • Ehemaliges Mitglied 12.12.2007, 20:28:41

    hallo liebe babs,
    huflattich im garten zu halten ist auch nicht ratsam, das könnte ärger mit den nachbarn geben. huflattich ist nämlich sehr zäh. die blüte vermehrt sich wie der löwenzahn über die pusteblume und zusätzlich noch über die wurzel und wenn sie erst mal da ist, ist sie schwer wieder zu vertreiben. dieses jahr habe ich umgebaut und hatte keine zeit mir selber hustensaft zu machen, bis jetzt brauchte ich es aber auch noch nicht. aber ich kann die zwei alte rezepte geben die du bequem selber zu hause machen kannst. nimm einen langen weißen rettich, schneide oben die stielreste ab und höhle in aus. unten die spitze abschneiden und mit braunem kandis füllen. mit der spitze nach unten in ein glas stellen und warten. nach ein paar stunden hat sich dort saft gesammelt und das ist nun ein guter hustensaft für die kinder, die meisten mögen ihn ganz gern. den zweiten mögen nicht alle kinder, der aber noch ein wenig besser ist. schäle eine zwiebel und schneide sie in kleine würfel. alles in eine tasse und mit braunem zucker vermischen, auch hier sammelt sich saft den man teelöffelweise einnehmen kann. mit sachen aus der apotheke kenne ich mich nicht so aus, aber da kann man sich ja beraten lassen. ich hoffe, ich habe dir geholfen.
    liebe grüße sylvi