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Johanniskraut
Johanniskraut , Hypericum perforatum, Hartheugewächs
Man nennt es auch Hartheu, Tüpfelhartheu, Jageteufel, Hexenkraut, Teufelsflucht, Bettstroh, Wundblume, Fieberkraut, Sonnenwendkraut, Gottesgnadenkraut, Herrgottsblut,
man sammelt die Blüten, Juli - August
Inhaltsstoffe: Äthr. Öle, Bitterstoffe, Rutin, Gerbstoffe, Farbstoff Hypericin, Pektin, Flavonglykoside, Gerbstoffe, Cholin, Harze, Farbstoffe, Tannin, Wachs, Zucker, Flavone, Quercitrin
Gicht, Rheuma, Ischias, Nervenschmerzen, Wundbehandlung, Magen- und Darmkatarrh, Menstruationsbeschwerden, Stimmungstief im Klimakterium, Wechseljahrsbeschwerden, Dekubitus, Schulstreß bei Kindern, Sportverletzungen, Prellungen, Quetschungen, Sonnenbrand, Verbrennungen, Faden- und Spulwürmer, schmerzlindernd, entzündungshemmend, antibakteriell, blutstillend, desinfizierend, Gebärmutterbluten, Eierstockentzündung, Rachitis, leichte bis schwere Depressionen.
Johanniskraut ist ein altes Heil- und Zaubermittel. Wenn es in der Johannisnacht gepflückt wird, hilft es gegen Hexen, Gespenster, Blitz und Donner und gegen allerlei Krankheiten, und es galt sogar als Liebeszauber.
Auch heute noch ist es in vielerlei Hinsicht ein wertvolles Heilmittel. Es ist das beste Mittel bei Nervensachen, nervöse Unruhe, Depressionen. Es ist auch ein gutes Magen und Darmmittel, bei Menstruationsbeschwerden und soll sogar bei Kindern gegen Bettnässen helfen. Johanniskraut hat eine milde beruhigende Wirkung, aber nur eine beruhigende Wirkung auf die überreizten Nerven, ohne dabei schläfrig zu machen. Es macht nicht müde, sondern das aktive Handeln wird verstärkt. Wichtig wäre es noch zu erwähnen, daß zur Unterstützung der Therapie jeden Tag eine Spaziergang gemacht werden sollte. Das Hypericin kann nur seine volle Wirkung entfalten, wenn genügend Licht da ist. Das ist besonders wichtig im Winter, in den sonnen- und lichtarmen Monaten im Jahr.
Johanniskraut kann nicht nur bei Schlafstörungen, sondern auch allen Arten von Depressionen, Angststörungen, Unruhe und psychovegetative Beschwerden wie Magendrücken, Herzjagen, Darmprobleme die alle im Zusammenhang mit seelischer Belastung stehen. Wie auch Nervosität, Reizbarkeit, hormonelle Umstellung durch die Wechseljahre oder anhaltendes Stimmungstief.
Johanniskraut hat eine stimmungsaufhellende Wirkung, ist beruhigend und angstlösend ohne zu ermüden. Es wird die Konzentration des Botentoffes Serotonin im Gehirn erhöht und gleicht so wieder aus. Naturstoffe sind immer den Psychopharmaka vorzuziehen. Sie machen nicht abhängig, führen nicht zur Gewöhnung, verändern keinen Charakter und für einen längeren Gebrauch bestens geeignet. 2 Tassen Tee am Tag machen schon nach einer Woche eine erhebliche gemütsaufbessernde Stimmung.
Bei Tieren allerdings, wenn es zu oft gefressen wird, kann es zu Hautreizungen führen an Kopf, Schnauze, Haut, Bauch und Ohren.
Tee: 1 EL Kraut auf eine Tasse heißes Wasser, 5 Min. ziehen lassen. Morgens und abends eine Tasse trinken. Bei Nervenleiden und Depressionen muß eine längere kur-
mäßige Behandlung durchgeführt werden, um einen Erfolg zu erzielen. Für Kurztherapien ist Johanniskraut ungeeignet. Auch in anderen Formen einzunehmen, Öl, Essenz u. s. w. Man kann Öl selber herstellen.
60 g Frische Johanniskrautblüten (einen Tag antrocknen lassen) mit 1 l Olivenöl besser ist Leinöl, übergießen, verschlossen an einem sonnigen Fenster stehen lassen. Der Sonneneinfluß spielt hier auch eine entscheidende Rolle. Der rote Farbstoff geht in das Öl über, 5 – 6 Woche stehen lassen, gelegentlich schütteln. Man kann immer wieder neue Blüten nachfüllen bis die Flasche voll ist und bis das Öl eine richtig rote Farbe angenommen hat. Dann abgießen, den Pflanzenrest auspressen und in dunklen Gefäßen aufbewahren. Hiermit kann man es dann äußerlich für Rheuma und Gicht, zur Wundbehandlung, Sonnenbrand und Verbrennungen und für alle äußerlich zu behandelnden Sachen nehmen. Aber wer kann, kann es auch innerlich nehmen, evtl auf ein Zuckerstück.
Es kann auch ein Essenz hergestellt werden.
40 g Blüten auf 200 ml 45 % igen Alkohol ansetzen, drei Wochen stehen lassen, gelegentlich schütteln. Dann abgießen und den Pflanzenrest auspressen. Innerlich, 3 mal täglich 20 Tropfen, und äußerlich zum Einreiben anwenden. Diese Tinktur innerlich angewendet hilft auch gegen Spulwürmer und Fadenwürmer. Natürlich ebenfalls auch für alle andere innerlichen und äußerlichen Maßnahmen anzuwenden.
Pulver kann man auch herstellen.
Ist aber nicht jedermanns Sache als Pulver einzunehmen, aber mit etwas Flüssigkeit ist es wohl möglich. Die Blüten werden im Mörser zu Pulver zerstampft. Täglich 2 MS, morgens und abends.
Likör: 20 g getrocknete Blüten zusammen mit ein paar Scheiben Zitrone zwei Wochen in einem Liter guten Brandwein liegen lassen und täglich schütteln. Anschließend filtrieren und 100 –150 g braunen Zucker hinzufügen. Hiervon ein Gläschen vor und nach dem Essen ist appetitanregend und verdauungsfördernd. Außerdem schmeckt er hervorragend.
Einen Aufguß aus 15 g Blüten in einem Liter heißem Wasser ziehen lassen, damit das Gesicht einreiben, es verhindert das Entstehen von Fältchen.
Die Pflanze spielte im Volksaberglaube eine große Rolle, weil ihre zerquetschten gelben Blüten sich rot verfärben. (Symbol des Blutes). In der Blüte ist kristallisiert der rote Farbstoff Hypericin enthalten. Die Blätter lassen eine durchscheinende Punktierung der Öldrüsen erkennen. Bestes Erkennungszeichen für Johanniskraut.
Frisches Kraut ist dem getrockneten Kraut immer vorzuziehen, getrocknetem Kraut immer den Fertigpräparaten. Denn in der natürlichen Pflanze sind alle Komponenten der Inhaltsstoffe der Pflanze noch enthalten, die ja letztlich in ihrer Gesamtheit ihre Wirkung entfalten. Sicher sind in den Fertigpräparaten auch die Hauptinhaltsstoffe vorhanden und noch manch andere Zusätze. Aber sie werden nie das können, was die Natur vollbringt. Es ist immer nur ein mühseliges Nachahmen.
Als Tee kombiniert mit Baldrian ist es ein unschlagbares Team. Johanniskraut als mildes Antidepressivum und Beruhigungsmittel und Baldrian mit seiner Wirkung für einen ungestörten Schlaf. Zusammen wirken sie beruhigend, entspannend und machen eine gute Laune und bringen nachts einen erholsamen Schlaf. (Immer über längere Zeit einnehmen).
Oder als Tee kombiniert mit Efeu. Johanniskraut mit seinen blutstillenden und desinfizierenden Eigenschaften und Efeu mit seiner guten Wirkung der Wundheilung, sind zusammen eine optimale Wundbehandlung in der Naturheilkunde.
2 Tassen Tee am Tag machen schon eine sichtbar deutlich bessere Gemütsverfassung.
Patienten die sich einer Behandlung mit Johanniskraut unterziehen,
sollten sich nicht starker Sonnenausstrahlung aussetzen, da deren Inhaltsstoffe Hautreizungen auslösen können. Wohl aber täglich einen Spaziergang machen.
Johanniskraut kann die Wirkung einer Antibabypille aufheben.
Ehemaliges Mitglied | 09.01.2008, 20:41:26
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