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Leben auf den Philippines - Erfahrungen & Erlebnisse

  • Hallo Ihr Lieben !!!

    Nun, startet das Forum ueber die Philippines.

    Ich freue mich schon auf rege Teilnahme.

    Ich werde meine Erfahrungen in regelmaessigen Abstaenden veroeffentlichen. Bitte beachtet die Zeitverschiebung, daher kann ich erst einen Tag spaeter auf eure Fragen antworten.

    Nach und Nach stelle ich Fotos in meinem Album ein, die werden euch sicher Spass bereiten.

    Solltet Ihr Informationen oder Rat ueber die Philippines brauchen, werde ich selbstverstaendlich helfen.

    So, genug geredet - lasst uns starten - und Freunde werden !!!

    sonniger Gruss
    Thomas

Beiträge

  • T. Omang 09.01.2008, 04:02:51

    Hallo Ihr Lieben,



    Meine Story heute ! Wie kam ich auf die Idee als Volontär zu arbeiten.



    Als wir unseren Plan ein Beachresort zu bauen verworfen hatten, beschlossen wir

    den armen Leuten in unserem Fischerdorf zu helfen.

    Ich fuehrte Gespraeche mit dem Buergermeister (Capitan) welche Möglichkeiten bestehen

    und wie der Bildungsstand der Dorfbewohner ist. Nach langem suchen nach Möglichkeiten um Jobs

    zu machen stiess ich auf das Kokosnussfaser Business.



    In unserem Gebiet gibt es rund 250 kleine Coconut Farmer, mit gesamt 250 Hektar Coconutree Plantagen.



    Die Farmer verarbeiten die Kokosnuss zu Cobra um Coconut oil zu gewinnen.

    Doch die Schale (Cocohusk) um dDie Kokosnuss wurde nicht genutzt.

    So, ueberlegte ich was kann man daraus machen? So stiess ich auf die Herstellung

    von Koksfaser (Cocofibre) um daraus Kokosgarn (Coco twine) zu gewinnen.



    Da wir kein Geld hatten um in Hightech Maschinen zu investieren, bauten wir uns aus Holz simple

    Spinnraeder.



    Die Kokosfaser lies ich in einer Fabrik herstellen und so konnten wir Kokostwine im Fischerdorf herstellen.



    das war der Plan - Doch es kam alles ganz anders !!!



    Wir verteilten 25 Spinräder im Dorf (jede Familie 1 Rad).

    Ich holte mit meinem Truck am 29 Nov.2005 die Faser in der Fabrik in Naga City.

    Somit hätten wir dann am Nächsten Tag mit der Produktion anfangen koennen.



    Das war der Plan - Ich war echt Happy das dann endlich losging.



    Als ich dann, am 29Nov abends im Fischerdorf ankam und lieferte 2 Tonnen Fiber (Rohmaterial fuer 1 Monat Arbeit)

    Waren alle im Dorf happy.



    Dann kam die Nachricht, ein Super Taifun sei auf dem Weg zu uns. Er wuerde uns am nächsten morgen erreichen (30.Nov.)

    Der Name des Taifuns war Reming.



    Na Klasse dachte ich, also sicherten wir was zu sichern war und warteten auf das Übel.



    Morgens um 9 Uhr ging es dann los, Der Taifun wuetete und raste 1 tag und 1 Nacht mit 260kmh bis 294kmh

    ueber uns hinweg. Noch nie zuvor habe ich fliegende Haeuser und Zementmixer gesehen. Wir hatten einige Gebaeude aus Holz und Bamboo

    gebaut und die dickem Pfosten in Zement eingelassen. (Ziegenstall, Huehnerstall, Greenhouse fuer Siesta usw.) all dies wurde einfach so weggefegt wie Papier. all unsere Arbeit der letzten 2 jahre war in einen tag zerstoert.



    Aber, ich habe erkannt das viel wichtiger war, das uns nix passiert ist.



    Danach ging ich dann gleich in das Dorf um zu sehen was dort passiert war.

    Chaos, 80% aller Hauser waren dem Erdboden gleich gemacht.



    Die Menschen (2500) suchten verzweifelt nach ihren letzten Hab und Gut. Die Kinder liefen voellig verstoert durch die Gegend (halb nackt)

    und alles war verschlammt und dreckig.



    Die Regierung lieferte 2 Kilo Reis und eine Dose Sardinen. Das war es. Gut fuer einen Tag.



    was konnten wir tun ???



    Wir hatten doch die Kokosfaser ! also, wir trockneten die Faser und fingen zwischen den Trümmern an Faser zu spinnen.

    Nie habe ich solch einen Kampfgeist bei Menschen gesehen. Trotz der Not haben die Menschen mit Begeisterung Garn gesponnen

    und so konnten wir uns durch den Verkauf (25 Familien) der Faser fuer 4 Wochen locker ernähren. Wir kauften von dem Geld Reis und Konserven.



    6 Wochen spaeter hatte sich alles wieder beruhigt und die Hilfe kam von der Regierung.



    Wow, nie werde ich diese Zeit vergessen.



    Das war pure Hilfe zur Selbsthilfe und ich bin stolz darauf, dabei gewesen zu sein.



    Nun ist seit dem Taifun 1 Jahr vergangen und die Coconut Trees haben sich wieder erholt.

    Also, starten wir einen Neuanfang oder machen da weiter wo wir aufgehoert haben.



    Wer mitmachen will ist herzlichst eingeladen - Ihr koennt gerne mal fuer ne gewisse Zeit mit uns mitleben.



    Ich weiss das in der westlichen Welt " Hilfe zur Selbsthilfe" als nicht erfolgversprechend gewertet wird.



    Doch ich habe das Gegenteil erlebt. ES GEHT !!!



    Nachster Artikel: der Taifun brachte mich zum Kinderheim in Iriga City " Fatima Center"



    Bis dann

    sonniger Gruss

    Thomas



    PS: Leider habe ich keine Fotos von dem Erlebnis, da meine Kamera zerstoert wurde.

    Der Taifun Reming wollte wahrscheinlich keine Beweise hinterlassen. grins !!!

  • T. Omang 09.01.2008, 04:08:19

    Der Taifun brachte uns zum Kinderheim - Fatima Center for Human Development
    *
    Nach dem schweren Taifun, erfuhr ich von einem Einheimischen, das ein Kinderheim dringend Hilfe brauchte.
    *
    Dort waren viele Gebaeude zerstoert (Klassenzimmer,Schlafraeume u.a.).riessige Baeume lagen kreuz und quer.
    *
    Ich besuchte dann Das Kinderheim und so lernte ich Sister Felicitas B. de Lima kennen.Sie ist die Mutter des kathol. Ordens,Daughter of San Agustin iriga City. dort leben 150 Waisenkinder und 300 arme Kinder, besuchen die hauseigene Schule.
    *
    Als ich dort ankam, sah ich ebenfalls totale Zerstoerung.
    Ich traf in der Kueche des Heimes dann Sister Etat (Kurzname).
    *
    Sie war voellig traurig und hilflos, sie berichtete mir von ihren Problemen.
    *
    Wie solle Sie das alles wieder aufbauen.
    Niemand war dort um ihr zu helfen.
    Ich beschloss spontan all meine Maschinen in das Kinderheim zu bringen, um ihr zu helfen alles wieder aufzubauen.
    ( Ein mystischer Gedanke )
    *
    Wir sprachen nun, wann und wie wir am besten beginnen.
    *
    Ploetzlich ging die Tuer auf und Ken & Mary Ann standen im Raum.
    *
    Dies ist ein kanadisch/Philipp. Pensionaers Ehepaar die ebenfalls in Iriga City leben.
    *
    Ken hatte einen Plan in der Hand und überreichte in Sister Etat.
    Das war der Plan der neuen Classrooms für das Kinderheim.
    *
    Er hatte mit anderen Sponsoren zusammen rd. 100.000 USD gesammelt,
    um dem Kinderheim zu helfen.
    *
    Perfekt, so konnten wir zusammen im Januar 2007 mit dem Bau beginnen.
    *
    Informationen zum Kinderheim
    *
    Die dort lebenden Kinder mit den verschiedensten Lebensgeschichten. Es sind Waisen, Kinder deren Eltern nicht in der Lage sind für sie zu sorgen, misshandelte Kinder, keine Strassenkinder, da es in unserer Region kaum welche gibt. 18 jugendliche gehen auf das Collage finanziert von Deutschen.
    *
    Die Jungen haben einen separaten Schlafraum (der müsste dringend renoviert werden)
    *
    Die Mädchen leben auch in einem separaten Gebaude.(das ist ok)
    *
    Wir sprechen im Center Englisch.
    *
    Fatima Center ist eine kirchliche Organisation die eng mit BRD und Kanada zusammenarbeitet.(Kolping, Kinder in Not und viele private Sponsoren)
    *
    Fatima Center hat eine eigene Schule (Grundschule,Highschool und Kindergarten)
    dort werden die 150 Heimkinder und 130 Auswaertige Kinder unterrichtet).Das Schulsystem sieht vor die Kinder auch in Landwirtschaft zu unterrichten. Eine eigene Schweinezucht, einen 3 ha grosser Garten und ein 5 ha großes Reisfeld dienen zur Selbstversorgung.
    *
    Das hört sich nun alles gut an!!! Doch gibt es viele Probleme.
    Es ist nicht schwer ein System für die Farm zu entwickeln. Es ist viel schwere den Menschen beizubringen das System auch durchzuführen. Vorteilhaft ist, die Kinder werden Katholisch erzogen und so besitzen die Kinder einen einzigartig charmanten Charakter. Wir haben regelmäßig Besucher aus Deutschland, absolut jeder ist begeistert von der Art der Kinder.
    *
    Ich mache mir natürlich viele Gedanken wie kann man den Kinder noch besser helfen.
    *
    So,das nicht immer um Spendengelder gebettelt werden muss.
    *
    Ich habe da so eine Idee, Bei Interesse gebe ich gerne Auskunft.
    *
    sonniger Gruss
    Thomas

  • T. Omang 09.01.2008, 03:24:23

    Der Weg ins neue Leben - Teil 1 Neuanfang

    Unsere Erfahrungen auf den Philippinen nach 3 Jahren.
    von Thomas 44 Jahre und Ines 34 Jahre

    Im Jahre 2005 - nach 4 jähriger Vorarbeit war es nun so weit. Es ging los in unser neues Leben!

    wir luden unsere 7 Sachen in einen Leihwagen, (inkl. unserer 3 Katzen) und waren auf dem Weg nach Frankfurt Airport.

    Unser Flieger ging erst nach Dubai, dann nach Manila. Von Manila dann weiter nach Pili/Naga City.

    In Pili angekommen kauften wir uns erst mal einen Delica Van, das dauerte einen halben Tag.

    Mit dem fuhren wir dann nach San Sebastian zu unserem 2 Hektar grossen Grundstueck, das direkt am Meer liegt.

    Wir suchten einen schoenen Platz zum campen - haben ja noch kein Haus.

    Dann bauten wir uns noch ein Bambus Haus und schon hatten wir ne Bleibe.

    1 Woche spaeter fingen wir mit dem Bau unseres kleinen Bungalows an.

    In dieser Zeit ,lernten wir die Menschen & deren Gewohnheiten kennen. Positiv als auch negativ.

    Unsere Ziel war und ist immer, Freundlichkeit und Respekt gegenueber den Einheimischen zu halten.

    Deswegen bauten wir auch keine Mauer um unser Grundstueck. Freiheit ist alles.

    Natuerlich blieb es nicht aus, das wir auch Probleme hatten.

    Trotz aller Probleme und die wahren nicht so ohne , sind wir heute gluecklich und bereuen diesen Schritt in keinster Weise.

    Naechster Teil: unsere erste Negativerfahrung mit Rebellen (die keine waren) !!!

    sonniger Gruss
    Thomas