Ehemaliges Mitglied 01.11.2009, 01:38:26
An der Pinnwand schrieb Claudia, dass Menschen die eine LAT-Beziehung bevorzugen nicht bereit für die Liebe sind, den Partner nicht an sich ranlassen wollen und dass keine wahren Gefühle vorhanden wären, wenn man nicht den Wunsch verspürt den Partner ständig umsich zu haben.
Ich bin da vollkommen anderer Meinung. Ich finde es erst mal grundsätzlich nicht richtig, seine eigene Definition von Liebe auf alle Menschen zu projezieren.
Innere Nähe entsteht in meinen Augen nicht durch räumliche Nähe, sondern durch die Bereitschaft, sich gegenseitig zu öffnen. Dafür muss man nicht tagtäglich aufeinander hocken. Es geht mir hier um Qualität und nicht um Quantität.
Was mir sehr gut gefällt ist, dass man sich immer wieder auf einander freut, wenn man nicht zusammen wohnt. Ein Treffen wird zelebriert. Schon die Zeit vorher, dieses Sehnen, ist für mich einfach wunderbar. Viele der alltäglichen Probleme fallen aus. Sie sind einfach nicht existent, so verbringt man die Zeit mit den wesentlichen Dingen, was nicht heißen soll, dass man nicht für einander da ist, wenn Probleme anstehen.
Ein großer, persönlicher Vorteil einer LAT liegt für mich darin, dass ich meine Kinder nicht mit einbinden muss, speziell meine jüngste Tochter, die mit ihren 11 Jahren noch einige Jahre bei mir wohnen wird. Sowohl sie, als auch ihr Vater lehnen einen neuen Mann an meiner Seite kategorisch ab und ehrlich gesagt, nochmal eine Patchwork-Familie... neee, danach steht mir nun so gar nicht der Sinn.