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Pferdeleute, bitte eintreten..................

  • Was macht ihr alles mit Euren Pferden?


    Hallo an alle Pferdefreunde,

    nachdem man mir vor Monaten sagte, ich solle mit diesem Forum aufhören, da es noch ein ähnliches gäbe, habe ich hier gar nicht mehr hereingeschaut. Nun habe ich aber in dem anderen Forum gesehen,dass dort auch kaum etwas los ist, also das finde ich jetzt doch sehr schade. Vielleicht schaffen wir Pferdeliebhaber es ja doch noch, miteinander in einen Dialog zu kommen. ALso ich dachte mir, vielleicht schreibt hier einfach einmal jeder, natürlich nur wenn er möchte,was er so mit Pferden macht, wie und wo und ,ob es vielleicht Probleme gibt usw.. Ich habe das ja schon in der Einleitung getan, deshalb wäre es ja langweilig, das zu wiederholen. Aber vielleicht fängt ja mal jemand an etwas von sich zu erzählen?

Beiträge

  • Ehemaliges Mitglied 09.07.2008, 22:23:18

    Ich bin eine große Pferdenärrin und habe in der Jugendzeit gerne geritten, über Feld und Flur. doch das Hobby ist mir zu teuer und so genieße ich die Filme im Fernsehen oder freue mich Pferde auf der Weide zu beobachten. Am schönsten sind die weichen Nüstern. Das größte Glück auf Erden ist auf dem Rücken der Pferde.

  • G. Pandorra 09.11.2008, 13:17:37

    Hallo,
    ich bin große Pferdeliebhaberin und werde immer Pferdefreundin bleiben. Mit dem Reiten hat es bei mir nicht so hingehaut, ich habe es nur zu drei Reitstunden gebracht und bin sonst auch einmal oder zweimal am Pferd gesessen.
    Allerdings hatten wir, meine Tochter und ich sieben Jahre lang eine Stute, Grandina, sie leider schon tot seit drei Jahren. Ich habe dieses Pferd vor dem Schlachter gerettet und sie war nicht einfach, aber wir haben sie wirklich gern gehabt. Sie hat uns auch geliebt.
    Sie war uns dankbar. War ein tolles Springpferd, aber auch für Dressur etwas geeignet.
    Meine Tochter wollte nun keine Turniere gehen, aber sie wollte Freizeitreiten.
    Es ist nicht leicht, ein eigenes Pferd zu haben, ich meine mit dem Ärger, den man manchmal mit Ställen hat und vor allem mit einigen Stallbesitzern, die manchmal so schwierig sind.
    Ich könnte Seiten schreiben, warum ich wegen eines Stalles sogar zum Rechtsanwalt gehen musste, das ist aber schon sehr lange her, weil sie mir mein Pferd weggesperrt haben und einfach schizophren waren.
    Heute könnte ich mir finanziell kein eigenes Pferd mehr leisten. Aber der letzte Stall den wir gefunden hatten, der war der tollste Stall.

  • J. Winnie 29.11.2008, 16:19:53

    Hallo Helga,
    man bekommt irgendwie immer das Pferd, das man verdient....? So ganz kann ich Dir da nicht zustimmen. Leider. Wir haben uns vor knapp einem Jahr ein Tinker-Gespann gekauft- der große Traum meines Mannes- nette, gut eingefahrene und sichere Pferde. Mein Mann ist im 7. Himmel geschwebt und war einfach nur glücklich....
    Leider wissen wir seit fünf Wochen, dass eine der beiden Stuten das neue Jahr wahrscheinlich nicht mehr erleben wird. Sie hat, warum auch immer, extrem schlechte Nierenwerte, hat stark abgenommen. Im Moment läuft per Cortison der lezte Versuch, noch was zu retten. Mein Mann ist todtraurig, einspännig fahren möchte er nicht.... Einen Passer zu finden, der noch dazu bereits sicher ist, wird sehr schwer werden.
    Frohe Weihnachten...
    Lieben Gruß, Janine

  • H. Bella 01.09.2008, 07:04:35

    Hallo Tatie,
    Dir ebenfalls vielen Dank für die Ratschläge.Werde üben und euch berichten. Gruß Helga

  • Ehemaliges Mitglied 09.11.2008, 13:05:11

    Ein Hallo an alle hier versammelten Pferdefreunde,

    ja, dann möchte ich als Neue auch einmal ein bißchen von mir erzählen.
    Seit ich mich zurückerinnern kann, gab´s nur eines, den Wunsch ein Pferd (nein, unbescheiden wie ich bin...viiele Pferde) zu besitzen.. Am liebsten Fury, Flicka, Smoky und wie sie alle hießen. Aber das ging leider nicht. In der Zeit in der ich großgeworden bin, waren Pferde nahezu ausgestorben und meine Eltern auch gar nicht mit dem Kleingeld ausgestattet, mir dieses exklusive Hobby zu finanzieren.
    Erst als ich berufstätig war, konnte ich meinen größten Herzenswunsch erfüllen. Erst nachdem ich bei einer neu zugezogenen Zigeuernfamilie deren Pferd reiten durfte, ohne überhaupt irgendeinen Schimmer von Reiten zu haben, und das sogar gut ging.
    In der ersten "Reitstunde" wußte ich instinktiv wie man leichttrabt (bekam nämlich Seitenstechen) und ich dann auch gleich mutig meinen ersten Galopp versuchte. Das karierte Zigeunerpferdchen hat zwar gebuckelt, aber ich, als blutige Anfängerin hatte das überhaupt nicht bemerkt und dachte, das gehört dazu. :-)) Ab da war es um mich geschehen.
    Klammheimlich kaufte ich mir vom Ersparten einen frischkastrierten Isländer. Pragmatikerin, die ich war, konnte ich meinen Eltern nix davon erzählen. Schließlich mußte ich mit meinem knappen Anfangsgehalt nicht nur das Auto (um zum Pony zu kommen) als auch das Pony finanzieren. Die eigene Wohnung war da nicht drin.
    Irgendwann haben die Eltern es doch gemerkt. Naja, aber das war das Baby schon da und auch liebevoll adoptiert. Mit ihm habe ich auch an verschiedenen Isländerturnieren teilgenommen und eine gründliche Ausbildung im Gangpferdereiten genossen.
    Nach Jahren habe ich das Pony in einen anderen Stall gestellt und dort wurde ihm in der ersten Woche gleich das Hinterbein abgeschlagen! Resultat: sofortiges Einschläfern. Ein Schock für mich. Ich hatte dann die Gunst, in dem Stall sämtliche Pferde zu reiten (ohne zu bezahlen) und habe in der Zeit sehr viel gelernt.
    Halsringreiten, Damensattelreiten, S-Dressur-Pferdreiten.. die ganze Palette. Ein toller Stall.
    Aber dann kam doch wieder ein Isländer...damals schon 19 Jahre und "durchgehend" fleißig bis zum Lebensende. Ein Isländer (genialer 5-Gänger) für meinen Mann kam dazu. Dann eine geschenkte Haflinger-Huzulen Stute...ziemlich bösartig, weil bei einem älteren Ehepaar hinterm Haus großgezogen. Mit ihr habe ich mich in die Mysterien des Westernreitens einführen lassen... zu einer Zeit, als hier Westernreiten grade von Jean-Claude-Dysli populär geworden ist und Linda Tellington-Jones die Grand Dame der pferdegerechten Ausbildung war.
    Nach meinem Umzug nach Deutschland habe ich einige Zeit Praktikum in einem großen Isländergestüt bei Karlsruhe gemacht.
    Dann bin ich mit den Pferden in einen Distanzreiterstall gewandert und habe dort von der Pike auf Distanzreiten gelernt.
    Dazu kamen mit den Jahren auch die geeigneten Pferde...Der völlig beknackten Arabermix, der mich mit 26 vor 2 Jahren verlassen hat. Er ist 13 Jahre lang mit mir aktiv im Sport gelaufen, bis zum 100Meiler. Verschiedene Araber. Auch einen kleinen Araberhengst habe ich großgezogen, der sich dann allerdings nicht für den Sport geeignet hat und den ich schweren Herzens verkauft habe (ein schwerer Fehler, wie sich im nachhinein herausstellte). Ich habe eine wunderbare Araberstute aus Frankreich importiert mit der ich tausende km erfolgreich im Sport und im Training geritten bin. Allerdings hatte ich mit ihr auch einige böse Unfälle, an deren Spätfolgen ich heute noch laboriere. Mittlerweile ist sie eine hervorragende Zuchtstute in einem bekannten Arabergestüt geworden. Zeitweise hatte ich bis zu vier Pferde im Training. Dazu kamen diverse Berittpferde, da ich meine Pferde eine Zeitlang bei einem Pferdemetzger stehen hatte.
    Der hat auch immer wieder Pferde behalten (mit Zustimmung der Vorbesitzer) und aus diesen konnte man immer wieder nette Freizeitpferde machen, indem ich ihnen einfach einen neuen, einfachen, leichteren Weg des Gerittenwerdens zeigte.
    Darunter auch zwei spanische Stierkampfhengste, die aus Mexiko importiert waren, und die ich fast zwei Jahre in Beritt hatte.
    Nach meiner Trennung habe ich auch mein letztes, liebstes, tollstes Pferd, einen französischen Traber.. todschick, Viergänger, teils western, teils spanisch geritten an eine gute Freundin weitergegeben. Da lebt er jetzt in einem kleinen Pferdeparadies.
    Als ich dachte, die Zeit mit Pferden ist endgültig vorbei, wurde mir über meinen Exmann von einer Kundin ein überdimensionierter Welsh-Cob angeboten. Und der ist jetzt wieder in meinem Leben.
    Ich bin jetzt der zweite Schutzvertrag auf dem 14jährigen Kerl.
    Seine erste Besitzerin hat er mit einem Lendenwirbelsäulenbruch ins Krankenhaus gebuckelt. Diese hat ihn dann noch aus dem KH meiner Freundin geschenkt. Bei ihr war er fünf Jahre, allerdings das Zweitpferd. Die jugendliche Reitbeteiligung hat der demnach nach Lust und Laune in den Sand gesetzt... ein notorischer, äußerst begabter Buckler und Durchgänger.
    Naja, jetzt ist er ein nettes, ordentliches AltDamenReitpferd.
    Bei mir hat er nie den geringsten Versuch gestartet, sich unanständig zu benehmen, und ich werde alles dazu tun, daß wir die nächsten Jahre gemeinsam verbringen. Mein Traum ist immer noch, in irgendwann im Damensattel auszubilden. Aber wir arbeiten noch an der Grundausbildung, ist eben ein Pony ;-).
    Tja... und das sind jetzt kurz gefaßt 33Jahre Pferdeleben..

    Ich freue mich, daß ich hier bei PN eine "Heimat" gefunden habe.
    Muß dazu sagen, daß ich bis jetzt noch nie in einem der unzähligen Pferdeforen aktiv war.

    LG
    Helga