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Pflegemöglichkeit zu Hause oder ins Heim?
Mein geschriebener Beitrag besagt, dass ich den Kampf aufgenommen habe, meinen Mann zu Hause zu pflegen und das mit grossem Aufwand. Nach 3 Jahren ist es leider negativ ausgegangen.Diese 3 schweren Jahre kann mir aber keiner nehmen, denn im Heim hätte mein Mann mich schon viel früher verlassen.Die Liebe und das Umsorgen waren so wichtig und ich habe ein gutes Gefühl, wenn ich zurück denke. Wenn man liebt, dann kann man viele Dinge tun, die man glaubt, nicht tun zu können.
U. Spatz | 22.03.2010, 00:28:53
Beiträge
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Mohltiet, mein lieber Max, gucke gerade mal rein, was so los ist. Ja, das angeschnittene Thema ist über aktuell. Es ist nur das Problem, dass in der heutigen Zeit nur der oftmals ältere Mann/Frau oder Partner übrig bleibt, um im Extremfall Hilfe zu leisten. Die Jüngeren befinden sich noch im Arbeitsprozess u. die begüterten Leute können sich natürlich gegen Bezahlung Hilfe holen.Ich habe das 3 Jahre durchgehalten - aus Liebe - u. hatte morgens 1 Std.den Pflegedienst im Haus.Sonntags habe ich alles allein gemacht, weil ich 1x in der Woche nicht um 7 aufstehen wollte.Für diese 1 Std.bekam der Pflegedienst an die 1000 € u. der Rest (von der Pflegekasse) von ca. 300,--€ wurde meinem Kto.gutgeschrieben. Davon konnte ich die erheblichen Ausgaben für von der Kasse nicht übernommene Beträge für Pflegematerial u.a. begleichen.Im übrigen befand sich in meiner Wohnung umfangreiches technisches Gerät, womit ich meinen Mann bewegen konnte und zwar von Pflegebett sowieso, Lifter mit Gurt,Toilettenstuhl, Rollstuhl usw. Ich erhielt eine Schulung, mit welchem Griff ich meinen Mann in Sitzstellung von der Bettkante zum Roll-oder Toilettenstuhl rübersetzen konnte. Mein Mann war 1,86 m gross u. wog anfangs über 100 kg. Es ist keine Frage, dass all das über meine Kräfte ging, aber wenn man jemanden liebt, dann kann man alles. Es wäre eine Frage der Zeit gewesen, wann diese Belastung für mich zu gross gewesen wäre, aber nun. Der Wille, etwas Gutes zu tun, ist nicht immer umsetzbar u. man urteilt vielleicht oftmals zu hart, wenn man von "abschieben" spricht, aber was sollen Partner machen, wenn sie vor diesem Problem stehen u. egal aus welchen Gründen, ihre Hilfe nicht zur Verfügung steht. Dann bleibt nur das Altenheim. So hoffen wir, lieber Max, dass wir noch lange gesund bleiben. Bis danne Deine Uschi
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ja, uschi, du hast schon recht. ich hab das auch mit einem augenzwinkern gemeint, dass ich meinem sohn raten sollte, zu heiraten. die kinder machen eh das, was sie wollen, und dies ist auch gut so.
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Max sage Deinem Sohn lieber nichts von Heirat, denn Du siehst, mein Sohn, der in meinen Augen ein sehr verträglicher Mensch ist und dazu allgemein beliebt (kommt der Mutter natürlich nach), hat das 2.Mal Schiffbruch erlitten und fängt wieder von vorne an. So wirst Du die Schuld kriegen, wenn es mal bei Deinem Sohn schief geht. Ich denke unsere Kinder meinen zu wissen, was sie tun und das ist ja eigentlich Überlieferung, denn auch wir liessen uns in der Phase nicht reinreden oder hast Du auf Deine Eltern gehört, als es um die Wahl Deiner Partnerin ging? Es hat eben alles aber wirklich alles 2 Seiten.
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tja, uschi, ich bin auch dafür, den lebenspartner zu hause zu pflegen. hier ist die vertraute umgebung. hier fühlt man sich wohl.
die altersheime haben zu wenig personal, werden zu schlecht bezahlt und haben oft keine zeit für ein aufbauendes gespräch mit dem patienten. dass dies eine arge anstrengung ist, zu hause zu pflegen, ist mir klar. ich denke jedoch, dass man den mobilen pflegedienst einbeziehen kann. denn , wenn man älter ist, und noch für den kranken lebenspartner da sein soll, hat man oft nicht die körperliche kraft, ihn hochzuheben , zu bewegen. es ist schade, dass die freunde ringsum oft kein verständnis dafür haben, wenn man den kranken lebenspartner nicht abschiebt ins pflegeheim. -
tja, liebe uschi, weisst du, es gibt viele frauen und männer mit idealismus, die in einem altenpflegeheim, oder krankenhaus, den schweren dienst verrichten können. nur wird oft genug dieser idealismus kaputt gemacht durch die verwaltungsvorgaben, die sehr oft an der realität vorbeigehen. und somit werden die meisten mitarbeiter öfter krank , oder sie stumpfen ab, was natürlich schlecht für die patienten ist. es leben mehr und mehr frauen und männer alleine und viele auch ohne verwandte. für sie gibt es nur die möglichkeit des alterspflegeheim, wenn sie dement werden, alzheimer bekommen, oder eben pflegebedürftig werden. eine düstere zukunft für alleinstehende. ich sollte das meinem sohn mal sagen, damit der endlich heiratet lächel.