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Philosophenecke

  • Einheitsrente Ja oder Nein?

    Jeder kennt sie, die Generation der Frührentner, rechtmäßige Bezieher von hohen Transferleistungen während ihres halben Lebens. Dito, Pensionsempfänger mit Pensionen, die ein Angestellter nie erreichen kann. Dazu ein paar Extrema: hohe Beamte und Politiker mit Luxusversorgung.
    Auf der anderen Seite die Einzahler: immer weniger, ständig von Jobwechseln oder Phasen der Arbeitslosigkeit bedroht.
    Jeder ahnt es: Das System droht zu kollabieren, der Generationenvertrag ist eine Worthülse.
    Es wäre mathematisch fair, z.B. per Zufallsgenerator den gleichen Prozentsatz von Pensionsempfängern auf Hartz IV abzusenken, wie es dem aktuellen Prozentsatz an Arbeitslosen entspräche.
    Das wäre aber nicht menschlich fair. Fair wäre dagegen eine Kappung der individuellen altersbedingten Transferleistungen auf ein relativ niedriges Maximalniveau.
    Oder?

Beiträge

  • Ehemaliges Mitglied 20.02.2009, 23:49:53

    hallo anders,
    du wirst vielleicht bereits von der petition "bedingungsloses grundeinkommen" gehört haben. danach sollen jetzt alle :-))) - rentner oder nicht.... ein grundeinkommen beziehen, mit dem sie gut leben können. wer das dann erwirtschaften soll, darüber machen sich die leute nicht so viele gedanken, dafür haben sie ihre "spezialisten" (jede sekte/bewegung hat ja ihre "vorzeige-wissenschaftler" - böse mal wieder).

    du siehst also, dass sich die rentendiskussion bald "überlebt", denn wir werden ja demnächst alle "versorgt".....

    zynismus beiseite:
    vielleicht kannst du etwas ausführlicher über die "volksenteignung" schreiben? deine ansichten dazu würden mich interessieren. ich beschäfige mich damit, versuche mich an einer prognose für die "nächsten" 10 jahre - aus rein egoistischen gründen.
    grüsse - ulrike

  • Ehemaliges Mitglied 16.02.2009, 21:22:40

    @Heinz: Die Diktatur des Proletariats, gewaltsam vertreten durch Parteifunktionäre, haben wir schon ausprobiert. Taugt nix. Die Diktatur des inkompetenten Managements, mit im Hintergrund agierenden Abzockern, hatten wir gerade. Taugt auch nix.

    Jeder zehnte Jungendliche bekommt Hartz IV. Bei Migranten sind es 35%. Gerade kamen neue Zahlen des Familienministerium heraus: 40% der Alleinerziehenden bekommen Hartz IV. Wie sollen diese jungen Menschen lernen, dass man für sein Leben eben NICHT zum nächsten Sozialtopf rennt? Wir erleben derzeit eine massive Verslummung in den Köpfen!

    Und währenddessen wissen viele Altersruheständler nicht was sie mit sich und ihrem fast leerstehenden Riesenhaus sinnvoll anfangen sollen.

  • Ehemaliges Mitglied 31.07.2009, 22:17:45

    Was hat die Frage mit Philosophie zu tun?

  • A. Hägar 16.02.2009, 23:54:54

    Nachtrag-
    @Heinz: Zitat
    "dass jede Einflussnahme auf das System immer nur einen Reparatur ist ,nie aber eine gerechtere Gesellschaft zur Folge hat. "

    Ja natürlich! unsere Demokratie ist beweglich und kann sich stets neuen Gegebenheiten anpassen, das ist ja der Sinn der Sache!

    Was ist dagegen zu sagen? Bist Du so wenig anpassungsfähig?

  • Ehemaliges Mitglied 16.02.2009, 16:04:45

    >>Frage: Was braucht man? Arbeit? Ist massig vorhanden. Geld? Muss damit nicht in Zusammenhang stehen. Aber vielleicht ist das wieder zu frei (+) radikal gedacht :-)).<<
    @Antonia, du denkst ein Ziel. Der Weg dorthin ist wahrscheinlich eher das Problem. Kann das sein? Aber du hast Recht.

    Ich habe nicht nur Jugendliche gemeint, denen Hilfe zur Selbsthilfe zuteil werden müsste. Ich möchte das mal an einem Beispiel aus unserer näheren Umgebung versuchen darzustellen.
    Vor ungefähr drei Jahren zog hier in ein Reihenhaus eine Familie mit fünf Kindern. Ziemlich schnell wurde klar, dass die Eltern sowohl mit der Erziehung als auch mit der Haushaltsführung vollkommen überfordert waren. In erster Linie lag es nicht am Wollen, sondern vielmehr am Können dieser Eltern. Nach einigen unschönen Vorkommnissen - und wir als Nachbarn auch nicht so recht wussten, wie wir mit der ganzen Sache umgehen sollten, unterrichteten wir das Jugendamt. Allerdings wurden die erst aktiv, als wir denen ganz deutlich zu verstehen gaben, dass wenn nicht zum Wohle der Kinder umgehend gehandelt würde, wir Anzeige gegen das Jugendamt stellen würden. Und siehe da, innerhalb einer Stunde kamen gleich drei Jugendamtsmitarbeiter um nach dem Rechten zu sehen. Von diesem Zeitpunkt an kamen dann täglich verschiedene Leute vom Jugendamt - wahrscheinlich reine Theoretiker- mit dem Erfolg, dass ein/zwei Monate später die Kinder aus dieser Familie genommen wurden. Wo diese jetzt sind - keine Ahnung. Nach diesem Erlebnis habe ich mir mal überlegt, ob so etwas nicht auch anders gelöst werden könnte, nämlich ähnlich wie das heute schon im Falle des betreuten Wohnens bei Senioren der Fall ist. Wäre es nicht möglich auch hier Wohn- und Lebensformen zu schaffen, in denen solche Familien zusammenbleiben könnten und ihnen praktische Hilfe in der Alltagbewältigung angeboten würde.