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Philosophenecke

  • "Wie Stimmungen unser Denken beeinflussen"

    "Das Schwierigste am Leben ist es, Herz und Kopf dazu zu bringen, zusammenzuarbeiten. In meinem Fall verkehren sie noch nicht einmal auf freundschaftlicher Ebene miteinander." (Woody Allen, Schauspieler, Regisseur)

    ...."Zusammenfassend läßt sich also sagen, dass Emotionen eine wichtige Rolle in allen Phasen des Gedächtnisprozesses spielen. Emotionale Ereignisse werden besser enkodiert, stärker elaboriert und in der Folge auch besser abgerufen. Darüber hinaus hängt es aber auch von der aktuellen Stimmungslage des Betrachters ab, welche Art der Information besser enkodiert, elaboriert und abgerufen wird. Wer möchte sich schon seine gute Laune durch die Konfrontation mit schlechten Nachrichten verderben lassen?

    Der Zusammenhang zwischen Emotion und Kognition ist allerdings weitaus komplexer. Stimmungen beeinflussen nämlich nicht nur, was wir bevorzugt wahrnehmen, sondern sie scheinen auch tatsächlich qualitativ die Art und Weise, wie wir Informationen verarbeiten, zu verändern"......
    (Auszug aus einem Artikel von PD Dr. Gesine Dreisbach, TU Dresden)

    Dazu dann unsere Stichworte:
    Philosophie
    Wahrnehmung
    Denken
    Erkennen
    ?

    Wie seht ihr das?
    Jeder kennt die Thematik aus eigenem Erleben.
    Wo und Wie verändern Emotionen und Stimmungen die eigene Wahrnehmung und das Erkennen von Zusammenhängen?

    Sollte man eine neue Philosophie entwickeln? Oder war das den ALTEN alles schon lange bekannt?



Beiträge

  • Ehemaliges Mitglied 17.08.2008, 17:19:01

    Hallo Antonia.
    Dass die Bedürfnisse eine Rangfolge haben, darauf möchte ich gern bestehen.
    Ein übersteigertes Beispiel:
    Unser ranghöchstes Bedürfnis ist das Verlangen nach Atemluft. Wenn wir dieses Bedürfnis nicht stillen können, dann sind alle rangniedrigeren Bedürfnisse belanglos. Das heißt, wenn wir unter Wasser keine Luft mehr bekommen, werden wir uns nicht dadurch beruhigen, dass wir doch wenigstens genug zu trinken haben.
    Dein Beispiel mit dem Zellhaufen kommt aber von Dir. Ich habe das nicht geschrieben.

  • a. ant 02.07.2008, 18:45:05

    @ Hellmi: Genau deshalb halte ich es für wichtig, den Ängsten und ihren Ursprüngen "auf den Grund" zu gehen. Erfahrung an mir: Ersatzbefriedigungen, "Suchtmittel" und "Tunnelblick" (Depressionen) werden als "nicht mehr erforderlich" angesehen.

  • Ehemaliges Mitglied 08.08.2008, 14:22:27

    Nun, Ant, obwohl wir da vielleicht garnicht soweit auseinander liegen - aber da stimme ich Dir nicht ganz zu. Wir haben speziell in D ein Problem mit Fehlern. Jeder weiß, dass sie passieren, auch wenn 0 Fehler Politik besteht. Und das wird in Deutschland auch so verstanden. Es dürfen keine Fehler passieren. Folge: ein Großteil der "Fehler" wird irgendwie bereinigt, vertuscht etc. oder wenn mit pauekn und Trompeten der Fehlerverursacher verdonnert. So kann es nicht funktionieren. M.E. auch das Problem der an sich Super SW SAP - alles muss 100% nach Richtlinie laufen , dann ist es perfekt.
    Intelligent wäre es, "Fehler" dokumentiert beseitigen zu können, ohne das System per work around umgehen zu müssen. Jede Abweichung macht schweinearbeit. Nur läuft eben das Leben nie nach Richtlinie. Und ich mag nicht "irgendwie" durchmogeln. Das es anders geht, zeigt die Handhabung anderer Kulturen: - Tatsächlich müsste die 0-Fehler Politik wie z.B. in Japan behandelt werden. Fehler passiert, Fehler wird analysiert, warum, wieso, und soweit ich es kenne (soweit nicht völlig dappig) ohne große Folge für den Verursacher - nur ein Nichtanzeigen von Fehlern wird geahndet. So traut man sich Fehler ( Zustandekommen etc. sehe ich das durchaus wie Du) offen anzusprechen, wird nicht diskrimniniert (nur wer nichts tut, arbeitet fehlerfrei - Mentalität) wäre es m.E. wirklich Fehlervermeidung. Aber das alles ist ein vollkommen anderes Thema

  • Ehemaliges Mitglied 02.07.2008, 04:35:11

    hihi, wahrscheinlich eher Sklave seines limbisches Systems und der Anschauung des neurologischen Determinismus' (konstruktivistisch z.B. à la Prof. Dr. Gerhard Roth, http://www.planetschule.de/ta/begleit/ta040314.htm) - wie wir alle im Jahre anno 2008, mehr oder minder ... daneben gibt es aber noch "Luft", sich zu konditionieren, und reine Hirnstrom- und Aktivitätsmessungen sagen ja noch nichts darüber aus, wer/wo der Urheber meiner Gedanken ist, die das limbische System zu Impulsen veranlassen ... Henne oder Ei ... das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.
    Das alte Spielchen um die Vorherrschaft zwischen Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften, und die Philosophie sieht halt seit Dutzenden von Jahren neben ihren blühenden Geschwistern etwas blass und kränkelnd aus und rankt sich um Individualpsychologie, Ethik, Sprache und Soziales - falsch formuliert, und kümmert sich um neue Themen, wobei religiöse und mystische und östliche Lebensanschauungen der guten, alten Weisheitsliebe westlicher Denkungsart das Wasser abgraben - vielleicht ist sie auch einfach durch viele Denkerhirne gewandert und durchgedacht oder sickert z.T. in Grundsatzfragen anderer Wissenschaften und Lebensbereiche ein?

    "Am eindeutigsten ist die Rolle des limbischen Systems für das Gedächtnis, es integriert äußere und innere Einflüsse und bewertet diese emotional ...
    Phylogenetisch ist das limbische System einer der primitiven alten Teile des Gehirns ...
    Es verarbeitet Reize aus dem Körperinneren und von außen. Das limbische System steuert das emotionale Verhalten und ist das Zentrum für Gefühle. Außerdem ist es mit anderen Zentren am Gedächtnis beteiligt. Störungen des limbischen Systems führen zu Störungen der emotionalen Verhaltensweisen und beim Tier zu Störungen des artspezifischen Verhaltens."
    Entliehen aus: http://www.neuro24.de/vegetatives_nervensystem.htm.

    LG
    Marie

  • a. ant 06.07.2008, 00:45:02

    @ Hellmi: Eine Entschuldigung erübrigt sich - Du hast mich nicht gereizt :-)).