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Politische Meinungsbildung

  • Meinungen kommen und gehen

    Ein gutes Beispiel für Meinungsbildung in der Bevölkerung finde ich z.B. die Geschehnisse nach dem 11. September, die sich ja nun zum sechsten Mal jähren werden. Am Anfang war die Unterstützung nicht nur in der amerikanischen Bevölkerung groß, doch schon wenig später wurden die USA wegen ihrer Ausnutzung der Lage zu Invasionen in Afghanistan und Irak stark kritisiert. Die Regierung der USA war offensichtlich beleidigt und konnten den Meinungsumschwung gar nicht mal so richtig nachvollziehen. Schröder schon. In seiner Wahlkampagne war ein Eckpfieler seiner Reden die Abkehr vom Irakkrieg. Die CDU blieb auf Linie mit dem treuen Verbündetetn übersee und verlor die Wahl nicht zuletzt desshalb knapp. Ich glaube, Politiker und Parteien die Erfolg haben wollen, können sich vor einem Wahlkampf (und Wahlkampf ist ja immer irgendwo und irgendwie) nicht leisten bei den großen Themen die Stimmung in der Bevölkerung zu ignorieren. Sie sind deshalb in einigen Themenbereichen in ihrer "Meinungsfreiheit" gebunden und da eine Stimmung in der Bevölkerung leicht umschlägt muss extrem neutral formuliert werden um nichts zu riskieren. Was man wirklich meint ist erst dann wichtig wenn man an der Macht ist und der Wähler eh vorerst vor vollendeten Tatsachen steht. Ich glaube das die politischen Meinungen in der Bevölkerung im großen und ganzen sehr dürftig im Parlamen representiert sein dürfte. Die Meinung bildet sich nicht sie passt sich an. Auf beiden Seiten gewisermaßen.
    Und so lautet das Credo eines (erfolgreichen) "Berufspolitikers" bereits seit Adenauer: "Wat interessiert mich mein Jeschwätz von Jestern".

Beiträge

  • Ehemaliges Mitglied 14.10.2007, 22:31:43

    Leider ist es nicht möglich anschließend noch Sprachkorrekturen vorzunehmen. Man muß offenbar den ganzen Beitrag löschen und wieder neu eingeben. Dies ist mir zu mühsam. Daher bitte ich für eingegebene Fehler um Nachsicht.

  • Ehemaliges Mitglied 14.10.2007, 14:42:41

    Hallo Jochen,

    diese Fehlentwicklungen und Mißwirtschaften werden ja in regelmäßigen Abständen vom
    Bund der Steuerzahler angeprangert. Bloß, nochmals, was soll/kann der brave deutsche Michel dagegen unternehmen?
    Auf die Straße gehen und demonstrieren? Auswandern? An seine Politiker und die Medien schreiben? Alles verschleudern und sich vom Staat aushalten lassen? oder?

    Dass zur Finanzierung unserer weiter ansteigenden Staatsausgaben die noch etwas bessser gestellte Bevölkerung immer mehr geschröpft werden wird, zeigen ja letztlich auch die Tendenzen zum "gläsernen Bürger", die eine Offenlegung und Versteuerung auch noch des letzten Spargroschens und sonstiger Nebeneinkünfte zum Ziel haben.

  • Ehemaliges Mitglied 12.10.2007, 19:34:07

    @Rudi C.,
    also der Hinweis, dass manches in der Hitlerzeit besser gewesen sei, ist meines Erachtens ebenso dumm und töricht, wie der Hinweis, das vieles im
    untergegangenen Arbeiter- und Bauernstaat besser gewesen sei.
    Beides waren per se verbrecherische, totalitäre Systeme, deren Aufwertung in jeder Hinsicht vom Übel ist.

    Um die von E. Herman zu Recht kritisierte Abwertung der Familie, Mutter und die vorwiegende Förderung einer fremdbestimmten Kinderbetreuung zu propagieren, hätte es nicht ihres ungemein naiven Hinweises auf die (ja rassistische!) Familienpolitik des Nazireichs und des Autabahnbauvergleich bedurft. Damit hat sie zumidest ihre Naivität und historische Unbedarftheit dokumentiert. Ansonsten hat sie durchaus richtig, bestehende Fehlentwicklungen beim Namen genannt.

  • Ehemaliges Mitglied 31.08.2007, 12:20:25

    bleibt die frage ... wer oder was bildet eigentlich unsere meinung.... doch nur die informationen die man haben kann... wer viel zeit hat kann sich viele informationen holen.. aber wer hat viel zeit?? werden wir nicht einfach manipuliert und in richtungen geschubst die den...meinungsmachern.. gefaellt... habe persoenlich oft mit presse und medien zu tun... wenn aus einem ganzen tag vorbereitung fuer eine aktuelle berichterstattung mal gra 2-3 minuten sendezeit (oder weniger) herauskommen.... was kommt da noch bei uns an..???

  • Ehemaliges Mitglied 15.10.2007, 12:46:00

    Hallo Jochen,
    man darf natürlich nicht den notwendigen Realismus verlieren und sich in eine aussichtlose Loge verbeissen. Viele Deutsche sind sicher mit einem besonderen Maß an Dummheit, Verblödung und dekadenter Multi-Kulti-Toleranz geschlagen.

    Andererseits halten Engagement und ein gesunder Widerspruchsgeist geistig fit. Und ferner möchte ich einmal nicht zu jenen gehören, die wenn es zu spät ist jammern: Ja, wenn wir das gewußt hätten...!

    Darüberhinaus gibt es noch den Spruch, der so ähnlich lautet: Wer kämpft kann verlieren, wer aufgibt hat bereits verloren.

    Wünsche Dir eine schöne Woche.