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Meinungen kommen und gehen
Ein gutes Beispiel für Meinungsbildung in der Bevölkerung finde ich z.B. die Geschehnisse nach dem 11. September, die sich ja nun zum sechsten Mal jähren werden. Am Anfang war die Unterstützung nicht nur in der amerikanischen Bevölkerung groß, doch schon wenig später wurden die USA wegen ihrer Ausnutzung der Lage zu Invasionen in Afghanistan und Irak stark kritisiert. Die Regierung der USA war offensichtlich beleidigt und konnten den Meinungsumschwung gar nicht mal so richtig nachvollziehen. Schröder schon. In seiner Wahlkampagne war ein Eckpfieler seiner Reden die Abkehr vom Irakkrieg. Die CDU blieb auf Linie mit dem treuen Verbündetetn übersee und verlor die Wahl nicht zuletzt desshalb knapp. Ich glaube, Politiker und Parteien die Erfolg haben wollen, können sich vor einem Wahlkampf (und Wahlkampf ist ja immer irgendwo und irgendwie) nicht leisten bei den großen Themen die Stimmung in der Bevölkerung zu ignorieren. Sie sind deshalb in einigen Themenbereichen in ihrer "Meinungsfreiheit" gebunden und da eine Stimmung in der Bevölkerung leicht umschlägt muss extrem neutral formuliert werden um nichts zu riskieren. Was man wirklich meint ist erst dann wichtig wenn man an der Macht ist und der Wähler eh vorerst vor vollendeten Tatsachen steht. Ich glaube das die politischen Meinungen in der Bevölkerung im großen und ganzen sehr dürftig im Parlamen representiert sein dürfte. Die Meinung bildet sich nicht sie passt sich an. Auf beiden Seiten gewisermaßen.
Und so lautet das Credo eines (erfolgreichen) "Berufspolitikers" bereits seit Adenauer: "Wat interessiert mich mein Jeschwätz von Jestern".
F. | 31.08.2007, 10:39:08
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