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Schiesser ist pleite
So geht es den Unternehmern,die aus Gründen der Lohnkosten ihre Produktion in Billigländer verlegen.Es muss doch auch der letzte einsehen dass Lohndruck nach unten nichts bringt.
Der Unternehmer Grup (Tricona)zeigt dass es geht seine Mitarbeiter gerecht zu entlohnen,nur in Deutschland zu produzieren und dennoch gut auf dem Markt dazustehenK. check26 | 12.02.2009, 13:23:09
Beiträge
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Ehemaliges Mitglied 12.02.2009, 14:09:49
Hab auch ein wenig das Gefühl, daß einige Firmen die Gelegenheit grad nutzen, sich ein wenig zu sanieren. Durch eine elegnate Insolvenz kann man schon gut Altlasten abbauen.
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Hallo Detlev,
vielleicht überdenkst Du noch einmal Deinen Beitrag. Wo kommen denn die Unterhosen für 2,-- Euro das Stück her? Aus Deutschland? Und wie sieht es mit der Qualität aus?
Mit Deiner Argumentation lieferst Du geradezu eine Steilvorlage zur Begründung der Produktion im Ausland.
Übrigens kosten Top-Qualitäten aus dem Ausland genausoviel wie deutsche Produktionen...
Die "Schuldenlast" von Schiesser liegt wohl am fehlenden Eigenkapital. Man kann wohl davon ausgehen, dass die Firma Betriebsmittelkredite braucht um die Einkäufe für die Produktion vorzunehmen. Vor dem Crash bekamen sie problemlos diese Kredite; jetzt nicht mehr, weil das Finanzsystem zusammengebrochen ist, sprich: die Banken arbeiten nicht mehr zusammen.
Der gesdamte Mittelstand in Deutschland ist unterfinanziert. Wenn die Banken nicht Vernunft annehmen und so wie im Moment weiterarbeiten, war Schiesser nur ein Anfang von tausenden von Insovenzen.
Es ist wenig hilfreich jetzt auf die Banken und Manager zu schimpfen. Das Kind ist in den Brunnen gefallen. Auch wenn es noch so schwer fällt nützt es rein garnichts auf die "Bösen" zu schimpfen. Das rettet keine Firma vor der Insolvenz. -
Ehemaliges Mitglied 24.02.2009, 19:31:06
@ Smarti,
das war die letzte direkt Reaktion auf dein Geprole. Du hast einfach keine Ahnung. Der Zusammenschluss der beiden Unternehmensgruppen war wegen der technologischen Synergien absolut richtig.
Neokommunisten wie Smarti & Co und andere Weltöko(g)nomen haben natürlich die Finanz-/Währungs- oder Bankenkrise vorausgesehen. Schließlich hat Oskar Lafontaine, der andere Weltöko(g)nom schon vor 10 Jahren gewarnt und Frau Merkel (Jargon Smarti: Äentschi) hat nicht gehört. -
Hallo Karl-Heinz, du kannst Trigema nicht mit Schiesser vergleichen. Trigema produziert hochwertigste Sportbekleidung, die sich die Leute auch was kosten lassen. Schiesser ist halt "nur" Unterwäsche und da sind die meisten Menschen einfach knickerig.
Ich muss sagen, ich hab von Schiesser auch nix mehr gekauft weil mir das Design nicht gefallen hat. Das war ja alles so althergebracht und altjüngferlich. Die Leute heutzutage wollen moderne Kombinationen tragen mit viel Farbe und Phantasie.
Diesen Anschluss hat Schiesser total verpasst.
Ich kaufe übrigens gerne bei Trigema, immer nur jedes Jahr ein paar Einzelteile, aber die halten sich einfach lange, ist halt doch Qualitätsware. Aber das "made in Germany" muss man auch nicht jedem Hersteller abnehmen. Bei uns ist ein Herrenoberbekleidungs-
hersteller, der lässt in der Hauptsache in China herstellen und bei uns lässt er nur noch ein paar Kleinigkeiten machen, so kann er das Label "made in Germany" in seine Anzüge reinnähen, die er zu Preisen verkauft, als wären sie wirklich in Germany produziert worden. -
Ehemaliges Mitglied 18.02.2009, 21:51:19
Millionenhonorare für Berater
Strafanzeige im Fall Märklin
Während die Mitarbeiter des insolventen Modellbahnherstellers Märklin weiter auf ihre Gehälter warten, droht dem Traditionsunternehmen ein juristisches Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart prüft eine in den vergangenen Tagen eingegangene Strafanzeige. Sie richte sich "gegen Geschäftsgebaren der Firma im weitesten Sinne", erklärte eine Sprecherin der Behörde am Mittwoch gegenüber der Stuttgarter Zeitung. "Wir prüfen, ob wir Ermittlungen einleiten", sagte sie.
Zum Antragsteller und zum genauen Hintergrund der Anzeige macht die Behörde jedoch keine Angaben. Die Nachrichtenagentur AP hatte berichtet, dass offenbar die vom schwäbischen Traditionsunternehmen gezahlten Beraterhonorare in Millionenhöhe der Grund für die Strafanzeige seien.
Der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Pluta hatte die in Anspruch genommenen Beratungsleistungen bereits unmittelbar nach dem vor zwei Wochen gestellten Insolvenzantrag kritisiert. "Ohne die Berater wären wir nicht pleitegegangen", sagte der Ulmer Anwalt damals gegenüber der Stuttgarter Zeitung. In den vergangenen drei Jahren habe das Traditionsunternehmen rund 40 Millionen Euro an Beraterhonoraren ausgegeben. Der erste Schritt des Insolvenzverwalters war die Entlassung aller Berater.
Neben diesen habe sich auch der Eigner Kingsbridge bedient, indem er sich Managementgebühren auszahlen ließ. Der britische Investor hatte die Firma im Frühjahr 2006 gemeinsam mit Goldman Sachs gekauft, als sie zum ersten Mal vor der Pleite stand. Seither gab es mehrere Wechsel in der Geschäftsführung.
Märklin hatte am 4. Februar als Reaktion auf die ausgebliebene Verlängerung der Kreditlinien durch die zuständigen Banken die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Seinen Geschäftsbetrieb hat der Modellbahnhersteller trotz der Insolvenz fortgesetzt. Die Auszahlung der ausstehenden Januargehälter an die Belegschaft soll bis voraussichtlich Ende dieser Woche erfolgen, teilte eine Sprecherin des Insolvenzverwalters mit.