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Religion zwischen Extremismus und Beliebigkeit
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Leid - warum lässt Gott das zu?
Kriege, Katastrophen, persönliche Rückschläge, Krankheiten, warum lässt Gott das zu, fragen wir immer wieder.
Für mich stellt sich die Frage, ob der Mensch es sich nicht zu einfach macht:
- wenn er stolz ist, wenn er Gutes gemacht hat und
- Gott verantwortlich macht, wenn er Böses gemacht hat?
Wäre die Welt ohne Gott besser, so wie Atheisten das propagieren? An den totalitären Staatssystemen – wie z.B. die von Stalin, Pol Pot oder Nordkorea konnten wir es erleben, - bei unserer eigenen Geschichte soll jeder sich eigene Gedanken machen.
Ist Gott wirklich für den Ersten und Zweiten Weltkrieg, für die Ermordung von einer Million Ruander, meist Tutsi durch Hutu-Milizen in 1994 in Afrika verantwortlich oder vielleicht doch der Mensch? Gott ist allmächtig, er könnte dieses verhindern!
Kann er das wirklich? Wäre das konsequent?
Ich kann als Mensch mir nicht anmaßen über Gottes Handeln zu urteilen aber ich kann als Mensch mir Gedanken machen, ob solche Vorwürfe für mich logisch und nachvollziehbar sind.
Gott hätte die Menschen als willenslose Marionetten schaffen können, die ihn lieben und nur Gutes tun. Dann könnte sich der Mensch nicht für ihn und gegen ihn entscheiden. Er würde sich dann auch nicht für das Gute und Böse entscheiden können. Hätte eine solche Liebe dieselbe Qualität, wie die Liebe eines Menschen der sich bewusst für Gott oder gegen ihn entscheiden kann?
Die Frage, ob Gott den Menschen anders hätte schaffen können, bringt uns nicht weiter. Er hat so entschieden und nicht wir und ich bin froh darüber. Nur eins ist sicher. Wenn Gott zulassen würde, dass der Mensch nur das Gute tut und das Böse nicht - dann würde der Mensch in Wirklichkeit keine Freiheit mehr haben, frei zu entscheiden. Die Forderung, dass Gott nicht zulässt, dass der Mensch das Böse tut, andere Menschen umbringt, Kriege führt, als betrunkener Fahrer einen Unfall verursacht bei dem unschuldige Menschen, dabei vielleicht Kinder oder Christen umkommen, würde bedeuten, dass der Mensch auf die freie Entscheidung und die daraus resultierende Konsequenzen seines Handelns verzichten müsste. Ist er bereit dazu? Möchte der Mensch dieses wirklich?
Machen wir uns Menschen nicht lächerlich, wenn wir verlangen, dass Gott unsere Gebete erhört und wenn zur gleichen Zeit der Landwirt um Regen und der Urlauber um keinen Regen betet, muss Gott beide Gebete erfüllen, sonst kündigen wir ihm, weil Er unsere Gebete nicht erfüllt hat!
C. Christoph50 | 24.07.2007, 23:11:08
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