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Let' s tell about Sex ...
Wie sicher bekannt ist, basieren nach Freud 'Neurosen' auf ein - mehr oder weniger - gehemmtes Sexualleben, gleichwohl selbstverstaendlich von Freud auch nicht die Hemmungslosigeit propagiert wurde.
Ganz locker, flockig wollte ich unter diesem Thema den Triebbegriff in der Tiefenpsychologie - unter Heranziehung verschiedener Aspekte - besprechen.
Aber nicht sofort:).
Falls jemand dazu schon etwas sagen mag ... gern.G. Gabililith | 20.01.2012, 12:18:08
Beiträge
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Ich habe mich gefragt, wie ich das Thema Sexualitaet so uebermitteln kann, dass es 1. generell verstanden wird 2. im Grossen und Ganzen der Intention Freud' s gerecht wird und kam zum Schluss, dass beides gar nicht moeglich ist.
Es wird immer mein Verstaendnis sein, welches ich innerhalb einer Kommunikation vermittle, da das Unterbewusstsein sich nicht 'abschalten' laesst:).
Die Freud' sche Intention kann ich ebenfalls nicht in Gaenze wissen - gehe persoenlich davon aus, dass ihm in erster Linie an Aufklaerung gelegen war, etwa:
<wie funktioniert der Mensch und warum>.
Naturgemaess, meldeten sich Kritiker zu Wort. Kritisch sein heisst jedoch nicht, generell eine ablehnende Haltung einzunehmen, sondern im Sinne von 'Austausch' , der immerhin bis heute fortgefuehrt wird.
Bedauerlich ist lediglich, dass einige Theorien Freud' s in der Oeffentlichkeit in der Form 'zerpflueckt' wurden, dass - wie mich duenkt - die Person/das Leben/ die Lebensumstaende Freud' s eine groessere Rolle spielten, als die Theorien an sich - wertfrei.
Ich denke hier an den 'Penisneid', der bis heute in der vermentlich 'emanzipierten' Welt stigmatisiert wird.
Auch Simone de Beauvevoir uebernahm seine Theorie in ihrem 'grossen Buch'.
Vielleicht ist es auch so, dass das Gros der Menschen gar keine Moeglichkeit der Reflektion hatte, zumindest in dem Masse, wie es uns heute moeglich ist.
Ich beginne einmal mit der psychoanalytischen Instanzenlehre und ihrer triebpsycholgoischen Interpretation.
Im Nachhinein geht man wohl davon aus, dass Freud zecks besserer Orientierung im/innerhalb des Seelenlebens die Psyche 'als Apparat' oder 'Instrument' gesehen, der sich aus verschiedenen 'Instanzen', Bezirken (oder auch Provinzen) zusammengesetzt.
Ich nehme seine mechanistische Ausdrucksweise (Apparat, usw.) einmal als Allegorie, oder vielleicht als Platzhalter zum besseren Verstaendnis und auch um die Vorgaenge der Verdraengung und Abwehr besser zu vermitteln.
In seinem Aufsatz *Das Ich und das Es* findet sich seine Betrachtungsweise der Instanzen/Bereiche im Es, im Ich und Ueber-Ich.
Diese Betrachtungsweise hat er insofern weiterentwickelt, dass sie sich auch in weiteren Veroeffentlichungen wiederfindet, z. B. 'Neue Folge der Vorlesungen zur Psychoanalyse' (1933) und auch Jahre spaeter in 'Der Mann Moses und die monotheistische Religion' (1939).
Die Entdeckung, dass die psychischen Vorgaenge im Unbewussten und im Bewusstsein verschieden sind, spricht vielleicht fuer sich.
Das 'Es' steht fuer das Unbewusste, das 'Ich' fuer das Bewusstsein und fuer das grundsaetzlich 'Bewusstseinsfaehige', das 'Ueber-Ich' steht fuer verinnerlichte Normen.
Es tut mir leid, wenn ich hier Leser langweile, denen die Begriffe bereits bekannt sind. Ich habe sie lediglich nochmals hervorgeholt, da ich persoenlich davon ausgehe, dass sie eine grosse Rolle im Leben eines Menschen spielen - sofern die (inneren) Ablaeufe, die sich immer auch auf das persoenliche Umfeld, kulturelle Praegung, Bildung(smoeglichkeiten), usw. bekannt sind.
So, ihr Lieben.
Nun muss ich unter die Dusche.
Bitte, unterbrecht den in den naechsten Tagen folgenden Schreibfluss gern ... ich k a n n nicht alles wissen und nur im Austausch ist es moeglich, Subjektivitaet in eine moegliche Objektivitaet zu wandeln.
LG Gabi -
Liebe Gabi,denkst du nicht,dass die Leutchen HIER alle irgendwie wissen,was Sex ist und wie er funktioniert - lächel ?
Ich brauche dazu zwar Freude,aber keinen Herrn Freud ! -
Oh shit ... Triebbegriff/Triebtheorien ... Angela Hexhex hatte hier bereits ein Thema angefangen.
Nun.
Ich mache jetzt erst einmal hier weiter.
Gerade auf Partnerschafts-Plattformen liest man haeufig vom 'Selbstwertgefuehl'.
Sich frei und ungezwungen (*) mit Mitmenschen (und seiner Umgebung) auseinanderzusetzen, bedarf es natuerlich eines gesunden Selbstwertgefuehls.
Wird das Selbstwertgefuehl erschuettert, bezeichnet Freud dies als 'narzisstische Kraenkungen' = Verletzung der Eigenliebe.
Als Narzissmussmus bezeichnet Freud einen Urzustand kindlichen Daseins. Als Modell gilt ihm die (vorlaeufige) Existenz im Mutterleib.
In diesem (Entwicklungs)Zustand hat das Kind noch keinen Bezug zur Umgebung, es besteht bei ihm auch noch keine Unterscheidung zwischen triebhaftem 'Es' und kontrollierendem 'Ich'.
Hieraus kann man durchaus folgern, dass dies ein idealer Zustand ist. da weder Triebe, noch (bewusste) Beduerfnisse und Wuensche bestehen, da diese 'automatisch gewaehrt' werden.
So. Das war es erstmal. Bis spaeter wieder.
Ich hoffe, ich langweile euch nicht.
Aus meiner Sicht aber erklaeren einige Theorien Freud' s durchaus, was auf Plattformen, in realen Partnerschaften, kollegialen Beziehungen = zwischenmelnschliche Beziehungen jeder Art ausmachen koennen.
LG Gabi -
Der Sexualtrieb (Libido nach Freud) findet demnach im neurotischen Symptom eine (Ersatz)Befriedigung.
Ersatzbefriedigungen waeren (beispielsweise):
Masturbation
(hier ein 'neurotisches Symptom abzuleiten, ist aus heutiger Sicht falsch - vielmehr geht die Masturbation (zunaechst) eindeutig in Richtung der 'Triebabfuhr'.
Erst der eigentlich vom 'Es' abgewehrte Masturbationsvorgang k a n n zu neurotischen Symptomen fuehre. Uebrigens ebenso wie der ausschliessliche Drang der Selbstbefriedigung, bei dem ein neurotisches Symptom als vorangestellt zu sehen ist.
Als 'Ersatzbefriedigung(en) koennen aber auch sublimierte/modifizierte Handlungen wie beispielsweise die Adoption eines (oder mehrerer) Kinder angesehen werden oder die 'Katzenmutter/der Katzenvater' in den Faellen eigener Kinderlosigkeit oder 'verfehlter Erziehung' innerhalb der eigenen Familie und/oder Ursprungsfamilie.
Gemeinhin bekannt ist auch der Saugreflex als sublimierte Form hinsichtlich des Rauchens, wobei ich mir gerade einmal eine anstecke;))).
Das vermehrte 'Haendewaschen', das vermehrte Duschen/Nachgehen von (koerper)hygienischen Reinigungen, als auch (triebhafte) Reinigung des Wohnraums ist als Modifikation eines Triebkonfliktes anzusehen.
Moeglich ist aber auch ein bewusstes Ertragen = bewusster Verzicht des Triebkonfliktes. Dieses (Ertragen) kaeme schliesslich einer Unterdrueckung gleich.
Freud spricht hier von der Triebhemmung.
Findet die Sublimierung/die Modifikation im jeweiligen Objekt (Liebe zur Katze, wiederholt zeitnahe Reinigung des Kuehlschranks, des Wohnraums, des eigenen Koerpers, Adoption nicht eigener Kinder, uebertriebene Tierliebe) ihre 'Befriedigung', spricht Freud von einer erfolgreichen Modifikation, da der Konflikt/die Hemmung im 'Ziel' eine Aufhebung erfaehrt.
Im Falle einer sich symptomatisch manifestierten Form der Sublimierung (Beispiel: phantasierte Beziehung zu einem nicht naeher bekannten Menschen = Objekt, die als Ziel ausschliesslich die egozentrierte Sexualabfuhr hat und schlimmstenfalls in Vergewaltigung = Vollzug endet) darf von einer neurotischen Erkrankung, deren Ursprung innerhalb einer psychoanalytischen Behandlung zu ergruenden waere, ausgegangen werden.
Mein persoenliches Fazit:
Urtriebe in einer mehr oder weniger modifizierten Form scheinen gesellschaftsfoerdernd zu sein (siehe Thema Ethik und Moral), das Festhalten an archaische Denk- und Handlungsmuster nicht.
Gut, dass wir drueber gesprochen haben:).
LG Gabi -
... talk about, im Sinne von Austausch,... ist schon passender:).
LG Gabi