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Sprüche, Weisheiten, Gedankensprünge...

  • Selbsterkenntnis durch Selbstbeobachtung oder wie glücklich werden glücken kann

    Nun, aus welchen Gründen auch immer, irgendwann im Leben kehrt ein Mensch heim zu sich selbst, er fängt an sich Selbst zu beobachten, er beginnt Dinge zu erfahren, die er bisher nicht beschreiben konnte und seine Illusionen werden langsam anfangen zu verblassen.
    Alles verändert sich und er wird geradezu süchtig nach Bewusstheit, nach der eigenen Introspektion – der Weg zum Glücklichsein.
    Nicht jeder ist dazu in der Lage, da es die innere Bereitschaft voraussetzt ohne wenn und aber, sich ehrlich mit sich selbst auseinander zu setzen.

    Wer einen anderen lieben will, muss zuerst sich selbst lieben können. Wer einen anderen verstehen will, muss zuerst sich selbst verstehen lernen. Wer Anerkennung und Achtung von einem anderen will, muss zuerst sich Selbst achten und anerkennen können.
    Diese Realitäten sind keine neuen Lebensphilosophien, aber sie eröffnen in der bewussten Umsetzung, neue Wege des Umgangs mit dem Anderen und sich Selbst.

    Niemand kann uns dazu eine Anleitung geben, das Einzige was ich dazu sagen kann ist: Beobachte Dich selbst!

    Wenn wir mit Jemanden sprechen, sind wir uns dessen bewusst oder identifizieren wir uns einfach damit?

    Wenn wir uns über jemanden geärgert haben, waren wir uns dessen bewusst, dass wir uns ärgern, haben wir uns einfach mit dessen Ärger identifiziert oder fühlten wir uns einfach nur ertappt?

    Haben wir uns dann später, als wir Zeit dazu hatten, unsere Erfahrungen einmal wirklich hinterfragt und versucht, sie zu verstehen? Woher kam der Ärger, wer hat ihn verursacht?

    Wieso haben wir eigentlich so wenig Zeit für uns selbst – scheinbar, oder laufen wir am Ende doch vor uns selbst davon?

    Ich kenne keinen anderen Weg zur Bewusstheit, denn nur was wir verstehen, lässt sich ändern. Was wir nicht verstehen und wessen wir uns nicht bewusst werden, verdrängen wir.
    Wir ändern uns nicht. Doch sobald wir etwas verstehen, ändert es sich.

    Es gibt tatsächlich einige wenige glückliche Menschen, die dies gleichsam blitzartig erkennen. Sie kommen einfach zur Bewusstheit. Andere wachsen nach und nach hinein, langsam, stufenweise, immer mehr. Sie fangen an, etwas zu erkennen, Illusionen verblassen, Wunschbilder werden beiseite gelegt und sie beginnen, sich den Tatsachen zu stellen.
    Dafür gibt es keine allgemeine Regel, jeder hat seine eigen innere Zeit!

    Ich möchte eine Geschichte von einem Wolf erzählen, der auf eine Schafherde stieß und zu seinem größten Erstaunen einen Wolf unter ihnen fand. Einen Wolf, der schon als Junges zu den Schafen gekommen und unter ihnen aufgewachsen war.
    Er blökte wie ein Schaf und lief herum wie ein Schaf.
    Der Wolf ging schnurstracks auf ihn zu und als der Schafswolf den richtigen Wolf sah, zitterte er am ganzen Leib.
    Da fragte ihn der Wolf: „Was treibst du hier – unter lauter Schafen?“
    Der Schafswolf antwortete: „Ich bin ein Schaf!“
    Der Wolf erwiderte: „Nein, nein, du bist kein Schaf, du kommst sofort mit mir!“
    Da führte er den Schafswolf an einen Teich und sagte: „Schau hinein!“
    Und als der Schafswolf ins Wasser blickte und sein Siegelbild sah, jaulte er gewaltig auf, wie Wölfe es tun.
    Von diesem Augenblick an war der Schafswolf ein anderer.

    Tja, das Spiegelbild – manchen Menschen wird nun ein Licht aufgehen, weshalb ich diesen Spruch in meinem Profil verwendet habe. Viele werden nun vielleicht verstehen können, wer das „Ich“ ist und auch sie werden nie mehr der- oder dieselbe sein, wenn sie zur Erkenntnis und Selbstakzeptanz bereit sind.

    Nichts wird uns mehr etwas anhaben können und niemand wird uns mehr verletzen können.
    Wir werden im Idealfall nichts und niemanden fürchten - wäre das nicht wunderbar?

    Wir werden wie ein König oder eine Königin leben. Das heißt königlich leben und nicht so unsinnig, wie Menschen zu beleidigen, sie zu kränken, um damit pseudohaft zu demonstrieren, wie mächtig Mensch sein kann. Das ist es wirklich nicht.
    Wir fürchten niemand, weil wir vollkommen damit zufrieden sind, niemand zu sein mit der Einstellung: „Ich bin ein Narr, Du bist ein Narr, wo liegt also das Problem?“

    Ein weiser Mensch erzählte mir einmal:
    “Die drei schwierigsten Dinge für einen Menschen sind nicht körperliche Glanzleistungen oder intellektuelle Meisterstücke, sondern ...
    erstens: Hass mit Liebe zu vergelten;
    zweitens: Das Ausgeschlossene mit einzuschließen
    und drittens: Zuzugeben, dass man unrecht hatte und seinen Stolz überwindet.“

    Ja, ich liebe es, solche Texte zu entwickeln. Gedanken, die mich dazu anregen, wieder einmal mehr in mich hineinzuschauen. Vielleicht geht es ja Anderen auch so?

    Habe noch eine schöne Zeit hier!
    Herzlichst
    Carl

Beiträge

  • M. Mara1504 21.10.2009, 19:57:47

    Wunderbar geschrieben......... Danke für diesen Beitrag. Herzlichst grüßt
    Mara

  • Ehemaliges Mitglied 13.10.2009, 18:43:02

    So oder ganz ähnlich erlebe ich es grade, und bin dankbar, beim stöbern über diesen Text gestolpert zu sein. Danke Carl. Schade, dass ich sein Profil nicht mehr angucken kann.

  • J. jacob 03.11.2009, 22:34:14

    Lebensfreude ist das Fundament für unser Leben,
    sie ist der Quell, der fließt durch Geben.
    Nach Bescheidenheit sollst Du streben
    Das schönste im Leben wirst Du kostenlos erleben.
    Denk nicht ans Haben – sei!