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  • Sexueller Missbrauch, sexuelle Gewalt - ein Tabuthema?

    Sexueller Missbrauch an Kindern ist ein besonders abscheuliches Verbrechen.
    Doch immer wieder werden Kinder sexuell missbraucht und haben unter den Folgen
    u.U. lebenslang zu leiden.
    Sind die Strafmassnahmen für die Täter ausreichend?
    Wird dem Opfer genügend Hilfe zuteil, oder sucht man eher "mildernde Umstände" für die Täter?

    Aber auch Jugendliche sowie erwachsene Frauen UND Männer sind vor sexueller Gewalt nicht sicher.
    Die Dunkelziffer ist hier besonders hoch. Aus Scham, vielleicht auch aus Angst,
    man würde ihnen nicht glauben, schweigen Frauen und Männer.
    Sexueller Missbrauch - immer noch ein Tabuthema?

Beiträge

  • Ehemaliges Mitglied 09.09.2008, 17:55:37

    Annegret , ich bin mit Dir dabei !
    Gruss.
    ewa.

  • Ehemaliges Mitglied 02.10.2008, 09:45:35

    Unsere Mit-Userin "Wirbelwind wiwi" erteilte mir die Erlaubnis,
    ihren Artikel hier zu veröffentlichen. Danke dafür, Wiwi.

    "Ich würde töten wenn ich dürfte, aber ich darf nicht!

    Ich habe überlegt ob ich etwas schreiben soll, aber mein Gewissen sagt:" Mach es " und nun schreibe ich!
    Ich würde es nicht öffentlich machen, wenn wir nicht so einen schönen Rechtsstaat hätten!

    Voller böser Vorahnung bin ich gestern zu dem Termin gefahren den wir beim Anwalt hatten. Es wurde meiner Tochter telfonisch mitgeteilt, sie möge doch dringend vorbei kommen! Dieses dringend beunruhigte mich dann doch mehr als ich zugab. Nicht ich hatte diesen Termin, sondern mein bereits "zerstörtes Kind"...dessen Seele breits vor Jahren zerstört wurde, von einem Mann den ich glaubte zu lieben!
    Ja ich liebte ihn sehr, er liebte auch meine Kinder. Aber er liebte mein kleines Mädchen mehr als mir lieb war! Er nahm sie sich,er bezwang ihren Willen und sie haßte ihn dafür. All die vielen Jahre ließ sie es zu, denn sonst würde uns etwas geschehen. Dieser Fall traf ja dann auch ein. Der aber so gedreht wurde, daß es keinen logischen Zusammenhang ergab!
    Ich erwachte damals in der Psychatrie und wußte nicht wo ich war!
    Nichts erkannte ich mehr, alles war mir fremd, ich wußte nicht einmal wo ich war, Gitter an den Fenstern...wäre da nicht dieser Nette Arzt gewesen, der mir zum Vorwurf machte: "Warum wollten Sie sich umbringen?" Ihre Familie kann das doch gar nicht verstehen??? Wie umbringen? Wo bin ich hier überhaupt? Was mache ich hier?
    Ja,im Krankenhaus, auf der psychatrischen Station, Sie sind hier in der Psychatrie, Abteilung "Geschlossene" da Sie sich das Leben nehmen wollten mit einer Überdosis Schlaftabletten und Alkohol! Man hatte mir den Magen ausgepumpt! Ich war schon fast nicht mehr auf dieser Welt, man hatte mich sogar reanimiert...mich ins Leben zurück geholt! Aber was war geschehen?!
    Ich versuchte alles zu rekonstruieren, aber nur mit Mühe gelang es mir die Bilder zu ordnen!Doch es ergab keien Sinn!
    Achja, ich hatte ja mit meiner Freundin einen netten feuchtfröhlichen Abend, wir haben Rotwein getrunken, viel gelacht und jede Menge Spaß gehabt, als mein "achsogeliebter" Partner uns beiden je eine geöffnete Flasche hinstellte und noch meinte: DA SAUFT EUCH DOCH ZU IHR DUMMEN WEIBER!!!!!...ja so war es, aber warum für jeden eine? Hatten wir nicht vorher zusammen aus der gleichen Flasche getrunken?
    Ich verstand dann erstmal gar nichts, denn als ich so am überlegen war, öffnete sich die Türe, meine Kinder und mein besorgter Partner erschienen und weinten, denn sie konnten nicht fassen was ich getan hatte!
    Ja was denn? Was habe ich denn gemacht? Ich weiß es doch nicht, ich kann die Bilder noch nicht richtig deuten?! Ich weinte auch mit, denn ich verstand die Welt nicht mehr! Warum sollte ich mir das Leben nehmen, wo ich doch alles hatte, einen guten Job, gutes Geld das ich selbst verdiente, wohlerzogene glückliche Kinder, einen Partner der mich liebt!!!!
    Ja also warum sollte ich das tun???? Ich war dem verzweifeln nahe und dann brach es aus mir heraus. Ich ließ meinen Schwager holen, der in diesem Krankenhaus tätig war, aber als etwas anderes das nichts mit dieser Station zu tun hatte! Ich beteuerte immer wieder, ich wollte mich nicht umbringen, ich weiß nicht was das alles soll und so wurde ich dann endlch entlassen, nachdem mein Schwager versichert hatte sich um mich zu kümmern. Er redete mit mir und ich versicherte ihm, daß ich keinen Blödsinn machen werde usw. aber wieso mußte ich mich rechtfertigen für etwas was ich nicht getan hatte?
    Meine Freundin kam dann zu mir, unter Tränen nahm sie mich in den Arm und sagte mir wie froh sie sei, daß es mir gut gehe und mir nichts geschehen sei! Wie jetzt? Was sagt sie da? Ich verstand kein Wort! Dann meinte sie nur zu mir, wäre meine Tochter nicht nach unten zu ihr gelaufen um sie zu holen, dann wäre ich nicht mehr am Leben? Denn mein Partner wollte mir "so besoffen wie ich war" nur meinen Rausch auschlafen lassen!!!!Und meine Tochter meinte damals, das mit Mami etwas nicht stimmt, denn sie röchelt so und er meinte nur: "Die ist ja nur besoffen!", aber meine Tochter lief nach unten und holte meine Freundin aus dem Bett.
    Sie rief dann auch den Notarzt an, der mich sogleich in die Klinik bringen ließ! Achja der Wein, aber wieso ich eine Flasche und sie eine? Immer wieder diese Frage? Ich konnte mir keinen Reim darauf machen. Immer wieder wenn ich daran dachte, nichts aber auch gar nichts konnte ich finden, egal was ich grübelte, ich fand den Sinn darin nicht! Und die Zeit verging, irgendwann trennte ich mich von diesem Mann, denn er wurde zum Notorischen Fremdgänger und betrog mich sogar in unserem Bett, während ich schlief! Aber jetzt ist er ja Geschichte, Gott sei Dank!
    Und dann kam der Tag der sich mir ins Gedächtnis gebrannt hatte wie ein Brandeisen...der 13.01.2003, eigentlich ein normaler Tag, aber das war er nicht, denn meine Tochter wollte sich das Leben nehmen, sie konnte nicht mehr! Sie war fertig mit dem Leben, das sie bis dahin erduldet hatte mit schweigen! Nun wurde sie eingewiesen in die Psychatrie wegen Suizidgefahr! Und das mit 17 Jahren! Ich verstand die Welt nicht mehr, hatten wir nicht immer geglaubt, wir wissen was Leben heißt?! Ich hatte ja keine Ahnung was noch kommen sollte, denn als der Arzt sie fragte was los sei, stammelte sie mmer nur: "Ohne meine Mama sag ich nichts!" Und endlich ließ er mich dazu kommen! Oh hätte ich geahnt was ich da zu hören bekomme, ich wäre nicht mit hineingegangen. Sie erzählte von dem Mißbrauch an ihr über die vielen Jahre von dem Mann den ich geliebt hatte, er tat ihr so weh und in diesem Moment ergaben all die Puzzleteile die ich im Kopf hatte einen Sinn! Ein Bild, so hell und klar war es vor mir! Ich wußte nun des Rätsels Lösung, die ich voher nicht gefunden hatte! Wie auch? Erst jetzt ergab alles einen Sinn, mein "Selbstmordversuch" den ich gar nicht begangen hatte, die stummen Hilfeschreie meines Kindes, die aber niemals etwas gesagt hatte, zu meinem Schutz !!!
    Oh Herr im Himmel wenn es dich gibt, dann laße endlich Gerechtigkeit walten! Bestrafe dieses perverse Schwein, ich hasse ihn so sehr! Was habe ich getan dass ich nicht gemerkt hatte was los ist?
    Ich suchte nach der Schuld, aber hatte ich sie oder hatte ich sie nicht? Wie konnte ich zulassen, daß meinem Kind soetwas angetan wird? Ich war nur noch aus Haß am Leben, ich wollte Rache nehmen aber wie sollte ich das?
    Denn nicht mir sondern meinem Kind wurde dieses Leid angetan! Ich fühlte nur noch Leere, Haß und es wurde immer schlimmer. Am liebsten wäre ich zum Mörder geworden, aber was würde ich meiner Familie damit antun? Mein lieber Mann braucht mich, unser geliebtes Kind braucht mich und die beiden großen Kinder brauchen mich ja auch!
    Nach über 3 Jahren warten, warten, warten kam dann endlich der langersehnte Prozess. Ich hatte Angst ob mein Kind das verkraften würde, denn nocheinmal alles erleben zu müssen, alles erzählen was geschehen war, erneut alles zu ertragen. Sie schaffte es und ich auch.
    Und da wir einen wunderbaren Anwalt hatten brauchte sie auch nicht mehr dabei sein, denn dieser Anwalt würde alles andere übernemen. Zum Glück, denn es war ja schon sehr schwierig für mich auszusagen und dieses Schwein, das mich angrinste, anzusehen aber dann noch mein Kind, das alles erneut durchmachen mußte und dann seelisch zusammen gebrochen ist während der Verhandlung!


    .... muss hier den Artikel wg. Platzmangel teilen,
    es geht gleich weiter ....

  • Ehemaliges Mitglied 16.09.2008, 17:14:23

    mit höheren strafen ist denen auch nicht beizukommen, weil sie krank sind.
    aber es gibt medikamentöse behandlungen oder auch operative...die den trieb unterdrücken aber dies sind keine zwangsmassnahmen und der täter kann dies ablehnen...
    ohne worte!!!

  • Ehemaliges Mitglied 04.09.2008, 13:09:30

    Luna, deinen letzten Absatz kann ich nur voll unterstreichen!!!
    Der Typ hat doch glatt gesagt, er findet sich in den Medien nicht richtig wiedergegeben. Er wäre kein Monster. Schließlich hätte er seine Tochter Kerstin ja ins Krankenhaus gebracht und sich um seine Familie gekümmert. Wenn er das nicht getan hätte, würde heute niemand von der Angelegenheit etwas wissen und er wäre noch frei.
    Ja, diese Täter haben Mitleid. Allerdings nur mit sich selber. Jetzt weint er sich angeblich im Knast in dem Schlaf. Der Arme. Als er in Thailand Urlaub machte hat er bestimmt nicht an seine Tochter mit den Kindern im Keller gedacht. Die hatten zuwenig Sauerstoff und der große Junge konnte sich in dem Keller nicht mal vollständig aufrichten, weil er größer war als der Keller hoch. Wenn dem Typen was passiert wäre, wäre alle dort elendlich verhungert, weil es keinen Mechanismus gab damit sie raus können. Das hat dem Täter nicht leid getan. Jetzt sitzt der Typ im Knast mit Fernseher und Tageszeitung und hat Mitleid mit sich selber.

  • Ehemaliges Mitglied 05.09.2008, 00:03:59

    Mitleid mit sich selbst kennen die alle - eigenartig - nur mit
    den Opfern nicht! Und mit ihrem mitleidheischendem Tun haben
    sie auch noch Erfolg! Echt, mir wird übel :-(((((