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Theosophie - Die Weisheit der Götter

  • Was ist Theosophie (für Dich)?

    Hallo, Forumseröffner!

    Warum dieses Forum?
    Was ist für Dich Theosophie?
    Von welchen Göttern sprichst Du?
    Du bezeichnest Dich als Suchender; was suchst Du denn?
    Und was verstehst Du unter Weisheit?

    Das wäre für mein Verständnis ein Anfang für eine Diskussion Deines Themas! Deine Meinung, Prämisse, Standpunkt etc. wäre zum Start interessant.

    Danke!

    Der kritische
    robo

Beiträge

  • V. 05.01.2008, 15:39:19

    Weisheit der Götter - Theosophie
    Das Wort Theosophie stammt aus dem Griechischen und bedeutet "Weisheit der Götter" oder
    "Göttliche Weisheit" ebenso wie Theogonie "Genealogie der Götter" bedeutet.
    Daher kann Theosophie nicht mit "Weisheit von Gott" übersetzt werden, was vielfach fälschlicherweise getan wird, sondern nur mit "göttliche Weisheit". Die Bezeichnung ist archaischen Ursprungs.
    Theosophie ist die Grundlage und Basis aller wahren Weltreligionen und philosophien, die von einigen Auserwählten gelehrt und ausgeübt wird, seitdem der Mensch eine denkende Wesenheit geworden ist. In ihrer praktischen Verwirklichung ist die Theosophie eine rein göttliche Ethik. Sie bezieht sich nicht auf einen anthropomorphisierten, persönlichen Gott, sondern auf göttliche Wesen:
    auf Wesenheiten, die dem Menschen in der Evolution vorausgehen und folglich ihre höheren, geistigen Fähigkeiten und Kräfte wesentlich weiter entwickelt haben, als es dem heutigen Menschen bisher gelungen ist. Theosophie gibt eine zutiefst befriedigende Erklärung auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Sie kann mit Recht auch Philosophie genannt werden, denn sie liefert dem Verstand Erklärungen für die mannigfaltigen Erscheinungen des Lebens, die wir um uns herum beobachten können. Sie umfasst das Wissen über die ineinandergreifenden ursächlichen Lebenszusammenhänge auf allen Ebenen kosmischen Seins. Ebenso ist sie Wissenschaft, die auf
    jedes Phänomen der physischen Welt angewandt werden kann. Sie vereint die drei wichtigsten Denkmöglichkeiten des Menschen: Philosophie, Religion und Wissenschaft. Theosophie ist die
    Grundlage für wahre Ethik und beinhaltet die Ausübung von Pflichten gegenüber Mensch und Natur. Diese Weisheitsreligion oder Theosophie wurde seit Menschengedenken im Geheimen gelehrt und immer wieder auf ihren Wahrheitsgehalt hin überprüft. In jedem Zeitalter war sie zudem der Keimboden für verschiedene öffentliche Lehren, die einige ihrer Grundprinzipien in vereinfachter Ausdrucksweise zeitgemäß darzustellen versuchten. Nahezu alle großen Weltreligionen und -philosophien sind auf diese Weise entstanden und weisen entsprechende Gemeinsamkeiten auf. Die Neuplatoniker z. B., die in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung das platonische Denken noch einmal zur Blüte brachten, nannten sich u. a. auch
    Theosophen. Gleiches gilt für die mittelalterlichen Alchimisten, die in vieler Hinsicht die Vorläufer unserer heutigen Naturwissenschaftler waren, sowie für große mittelalterliche Denker wie Giordano Bruno, Jakob Böhme oder Louis Claude de Saint-Martin.
    Die Weisheit bleibt immer die gleiche. Sie birgt das Letzte, was menschlicher Erkenntnis zugänglich ist, und daher wurde sie stets sorgfältig gehütet. Sie bestand schon lange vor der
    Alexandrinischen Schule, sie besteht heute und wird alle Religionen und Philosophien überleben.
    Jede alte Religion und jeder philosophische Kultus hatte eine esoterische (geheime) und eine exoterische (öffentliche) Lehre. Auch ist bekannt, dass jede Zeit und jedes Volk seine großen
    (geheimen) und kleinen (allen zugänglichen) Mysterien hatte, z. B. die berühmten eleusinischen Feste in Griechenland.
    Die Hierophanten von Samothrake, Ägypten, die eingeweihten indischen Brâhmanen, die späteren hebräischen Rabbis, alle hielten aus Angst vor Profanierung ihre tiefsten Erkenntnisse geheim. Die
    jüdischen Rabbis nannten ihre öffentlichen Religionsausübungen "Merkaba" oder den äußeren Körper, die Hülle, die die Seele, die höchste Erkenntnis, verbirgt. Die Priester der alten Religionen haben der großen Masse nie ihre innersten philosophischen Erkenntnisse mitgeteilt, sie gaben ihnen nur die Schalen.
    Der nördliche Buddhismus unterscheidet zwischen dem größeren und dem kleineren Fahrzeug:
    zwischen Mahâyâna, der esoterischen, und Hînayâna, der exoterischen Schule. Pythagoras nannte seine Gnosis "die Kenntnis von den Dingen, die sind", [...] und übermittelte diese Erkenntnis nur
    seinen vereidigten Schülern, denn nur sie waren wirklich imstande, diese Nahrung zu verdauen und ihren Wert zu erkennen. Er verpflichtete seine Schüler zum Schweigen. Die alten ägyptischen
    Schriften verwendeten ein geheimes Alphabet und geheime Zeichen, und nur Hierogrammatiker und eingeweihte Priester kannten den Schlüssel dazu.Die Biographen des Ammonios Sakkas erzählen, dass er seine Schüler eidlich verpflichtet habe, die esoterischen Lehren nur denen mitzuteilen, die genügend vorbereitet und ihrerseits durch Eid gebunden waren. Bei den ersten Christen, den Gnostikern, ja in den christlichen Lehren, finden wir Ähnliches. Christus sprach zum Volk in Gleichnissen, die eine zweifache Bedeutung hatten, und über die tiefsten Erkenntnisse sprach er nur mit seinen Jüngern. Aus allen Ländern sind ähnliche Hinweise zu erhalten.
    Theosophie ist also kein neues System. Das kann nur von Unwissenden behauptet werden. Sie ist so alt wie die Menschheit. Ihre Lehren und ihre Ethik sind die am weitesten verbreiteten.
    Die Lehren der Theosophie gründen sich auf die Grundprinzipien und die Wirkungsweisen der Natur. Sie resultieren aus den Erkenntnissen und Erfahrungen der großen Weisen des Menschengeschlechts, die der Menschheit in ihrer Evolution bereits weit vorausgingen, und bilden
    das überlieferte geistige Erbe der Menschheit. Sie berücksichtigen die drei großen Denkrichtungen:
    Wissenschaft, Philosophie und Religion.
    Kosmologie und Anthropologie basieren auf fundamentalen Prinzipien der sowohl physischen als auch metaphysischen Natur. In dem anfang- und endlosen Universum ist alles Existierende, jede Wesenheit, in seiner fundamentalen Essenz mit dem kosmischen Bewusstsein verwandt und wird von ihm in allen seinen Teilen belebt und beseelt. Damit sind alle Lebewesen als eine unauflösbare Universale Bruderschaft miteinander verbunden.
    In Perioden zyklischer Wiederkehr manifestieren sich die evolvierenden Seelen in Leben um Leben in ihrer Mannigfaltigkeit, indem sie für jeden Daseinsbereich einen ihrem Evolutionsstadium
    entsprechenden Körper aufbauen. Sie folgen so dem Pfad der Evolution und entfalten ihre inhärenten Kräfte. Ein Ende oder Vollkommenheit erreichen sie dabei jeweils nur innerhalb einer
    Hierarchie.
    Da jede Hierarchie wiederum von geringeren Hierarchien aufgebaut wird, existieren Hierarchien innerhalb von Hierarchien und Welten innerhalb von Welten, deren Zyklen wie Räder innerhalb von
    Rädern ineinandergreifen. Alles bedingt und belebt sich in einem steten Miteinander und bildet letztlich eine unauflösbare lebende Einheit, die sich in vielfältiger Verschiedenheit manifestiert,
    denn es gibt nichts Totes. Alles ist in einem steten Fließen und verändert sich kontinuierlich. Es gibt keinen Stillstand. Bewegung und Veränderung aber bedeuten Leben und bedingen ein in allen
    seinen Teilen von Bewusstsein durchdrungenes lebendiges Universum. Alles lebt und evolviert in und mit ihm und prägt als ein aktiv gestaltender Teil des Ganzen die Evolution des großen
    kosmischen Geschehens mit.
    Durch das Gesetz von Karma wird jede Wesenheit, jedes Individuum, immer wieder dorthin zurückkehren, wo ihre in einem früheren Leben gelegten karmischen Saaten zur Entfaltung gelangen können. Sie wird unweigerlich mit ihren eigenen karmischen Impulsen wieder
    konfrontiert. Karma ist somit die Lehre von der unbedingten Gerechtigkeit. Die Zwillingslehre von Karma ist die Lehre von der Reinkarnation bzw. Wiederverkörperung. Gemeinsam erklären die
    beiden Lehren die Notwendigkeit der zyklischen Rückkehr eines jeden Individuums in die Manifestation und beschreiben die Wanderung der Lebensatome.
    Der Mensch ist als ein integraler Teil des Universums ein Mikrokosmos im Makrokosmos. Er spiegelt alle fundamentalen Prinzipien des Universums wider. So wie das Universum eine 7-, 10-
    oder 12-fältige Struktur aufweist, ist auch die menschliche Konstitution 7-, 10- oder 12-fältig. Sie besteht aus sterblichen, bedingt sterblichen und unsterblichen Prinzipien. Der bedingt sterbliche Teil, die menschliche Seele, ist der eigentliche evolvierende Mensch und der reinkarnierende Teil.
    Im Laufe seiner äonenlangen Entwicklung hat der Mensch infolge der Erweckung durch unsere Vorfahren, die Götter, relatives Selbstbewusstsein erlangt. Er kann frei entscheiden, ob er dem Pfad
    linker Hand, dem niederen, sterblichen Teil seiner dualen Natur, folgen möchte oder ob er bereit ist, dem Pfad rechter Hand zu folgen und dem höheren, unsterblichen Teil seiner inneren Göttlichkeit zuzustreben.

  • V. 05.01.2008, 15:40:37

    Hallo Robo,
    zunächst danke für dein Interesse und herzlich willkommen.
    Theosophie ist (für mich) eine Lebensphilosophie und beantwortet (mir) die Frage, was bin ich? woher komme ich? wohin gehe ich? Ein großer Teil der Theosophie beinhaltet die Reinkarnation bzw. die Wiederverkörperungslehre, die Karma-Lehre und die Lehre von den Zyklen. Theosophie ist die Weisheit der Götter (siehe:www.Theosophie.de).
    LG Volker

  • Ehemaliges Mitglied 06.01.2008, 19:21:22

    Hallo Volker F,

    tja-eine Menge Stoff und eine Menge zu glauben.
    Ich habe noch mal im Internet nachgelesen
    (http://www.theosophischer-verlag.de/online/pdf/TP01.pdf -Theosophische Perspektiven, Band 1- Kap. Einleitung und Wer ist der Mensch? Seite 1-12
    Bei Deinen Ausführungen fehlte eine eindeutige Quellenangabe.

    Also-in der Zusammenfassung wird unter anderem gesagt:
    ----Zitat „Das ist die Botschaft der großen Weisen und Seher aller Zeiten. ... In der gleichen Tradition strebte H. P. Blavatsky danach,…“
    Ja, mag sein; aber dann setze ich mich doch direkt mit der Aussage der Weisen auseinander, ohne die Interpretationen und die Spekulationen der guten Frau Blavatsky aus der Zeit um 1875.

    ----Zitat:
    “ …‘alle Religionen, Sekten und Völker in einem gemeinschaftlichen,
    auf den ewigen Wahrheiten basierenden ethischen
    System miteinander zu versöhnen’….“
    Also der Aufgabenkatalog eines der ersten sogenannten „Gutmenschen“, hmm? Und was ist seit 1875 tatsächlich geschehen?
    Wenn man Alle miteinander „versöhnen“ will, warum dann Geheimlehre? Dann sollte man perfekte PR machen!!! Eben für Alle!!

    ----Zitat:
    “ In ihrem bedeutendsten Werk, Die Geheimlehre, beschreibt sie das Weltall als einen
    lebenden Organismus, der aus Bewusstsein auf vielen Ebenen
    besteht, die alle miteinander verbunden und voneinander
    abhängig sind, wobei jeder Lebensfunke seine göttlichen
    Möglichkeiten in aufeinanderfolgenden Leben zur Entfaltung
    bringt. Auf dieser gegenseitigen Verbundenheit von Mensch
    und Kosmos gründet sich der Begriff der Universalen Bruderschaft,
    welche den Menschen dazu anregt, mehr von sich für
    das Wohl aller zu geben.“
    Und Bewusstsein ist doch kein „Ding“-nur ein Begriff für etwas nicht Ausdrückbares, nicht messbar, zählbar usw. Es gibt offensichtlich „bewußt-sein“, sonst wäre wahr-nehmen nicht möglich, aber „viele Ebenen“ müssten ja (irgendwie) abgegrenzt werden können. Also Unlogik pur!!
    Und zu „aufeinanderfolgende Leben“ nur soviel-für mich reine Spekulation! Gedanken, Vorstellungen, Träume können natürlich „Alles“ enthalten! Das gilt auch für die nachfolgend angesprochen „Wesenheiten“, geistig über dem Menschen stehend. Na ja, wer es glaubt!!

    ----Zitat:
    “ Es ist bekannt, daß unsere Sinne in ihrem Wahrnehmungsvermögen sehr begrenzt sind.“
    Das ist natürlich eine tolle (Nicht) Begründung: „Es ist bekannt, daß…“. Da ist nichts als Glaube verlangt.

    ----Zitat:
    “ DIE FRAGE, wer und was wir sind, ist die bedeutendste
    Frage, mit der sich der Mensch beschäftigen kann und
    worauf er eine Antwort sucht.!“
    Der Aussage stimme ich zu.

    ----Zitat:
    „Es gibt kein besseres Bild des vollkommenen Menschen
    als die sieben Strahlen des Spektrums, die zu reinem weißen
    Licht verschmelzen, wenn sie sich auf harmonische Weise zu
    einem Ganzen vereinigen.“
    Na ja, schöne Worte, Annahmen, Gedanken, Glaubenssätze…etc. „Es gibt…“ ist wie oben, wiederum eine tolle (Nicht) Begründung.

    Nun, Volker, vielen Dank für Deine Antwort-ich schalte mich mit dieser Meinungsäußerung jetzt aus dem Meinungsaustausch aus.
    Da ist der direkte Weg-die Beobachtung dessen, was ist und eigene Schlüsse ziehen bzw. Erkenntnisse gewinnen, für mich zielführender.
    Die Fantasien, Träume, Vorstellungen der lieben Frau aus dem 19. Jahrhundert, die offensichtlich auch von ihren Nachfolgern kritiklos übernommen und nicht weiterentwickelt wurden, scheinen mir, auch im Rahmen der „Vereinsmeierei“ der div. Theosophischen Gesellschaft(en) nicht geeignet.
    (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Theosophische_Gesellschaft_in_Amerika )

    Ich wünsche Dir alles Gute.

    Gruß
    robo