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Wege aus der Krise

  • Helmut Schmidts Weg aus der Krise

    Hier seine 6 Punkte:
    1. Alle privaten Finanzinstitute (inklusive Investmentbanken, Hypothekenbanken, Investment- und Pensionsfonds, Hedgefonds, Equity Trusts, Versicherungsgesellschaften et cetera.) und alle marktgängigen Finanzinstrumente werden derselben Banken- und Finanzaufsicht unterstellt.

    2. Die Banken- und Finanzaufsicht legt für alle Branchen der privaten Finanzinstitute Eigenkapital-Minima fest.

    3. Den Finanzinstituten werden jegliche Geschäfte außerhalb der eigenen Bilanz (und der Gewinn-und-Verlust-Rechnung) verboten und unter Strafe gestellt.

    4. Allen Finanzinstituten wird bei Strafe der Handel mit solchen Finanzderivaten und -zertifikaten verboten, die nicht an einer anerkannten Wertpapierbörse zugelassen und notiert sind.

    5. Es wird allen Finanzinstituten bei Strafe verboten, per zukünftigen Termin Wertpapiere und Finanzinstrumente zu verkaufen, die sie zur Zeit des Verkaufes nicht zu eigen besitzen. Damit wird die Spekulation auf fallende Kurse (»Shortselling«) erschwert.

    6. Finanzeinlagen und Finanzkredite zugunsten solcher Unternehmen und Personen werden bei Strafe verboten, die rechtlich in Steuer- und Aufsichtsoasen registriert sind.

    Zu restriktiv? zu lasch? oder doch der richtige Weg?
    Was meint Ihr?

Beiträge

  • Ehemaliges Mitglied 01.03.2009, 20:44:34

    Diese Punkte sind doch eigentlich nur die logische Konsequenz, und wohl das einzige was auch wirklich Vernünftig erscheint...
    ABER
    Zu Punkt1: Eine Banken und Börsenaufsicht existiert, funktioniert aber in Deutschland nicht.
    Zu Punkt 2: Na und? Wer mit diesen "Geschäften" Millionen Verdient hat, kann gut auf 100-200.000€ verzichten.
    Zu Punkt 3: ??? Ok.... Wer verdirbt sich schon die eigenen Geschäfte, dieser Punkt macht also mal richtig Sinn!
    Zu Punkt 4: Das Grundproblem der Krise war doch eher das zugelassene Produkte/Leistungen künstlich aufgebauscht wurden, und so aufgeblasen dann auch noch Verkauft wurden. Der hier angesprochene Punkt ist ergo nur ein "Placebo" zur auffüllung der Liste.
    Zu Punkt 5: Wenn es etwas gibt was ich nie verstanden habe dann das: Wie kann ich etwas Verkaufen, das ich nicht besitze, undwas möglicherweise mal passiert??? Na endlich soll das abgeschafft werden.
    Zu Punkt 6: Also das ist nun mal ein Problem: Was macht dann ein Schweizer Banker?
    Was ist dann mit der gerühmten Globalisierung??
    Aber grundsätzlich frage ich mich warum eine Firma aus der Heimat weggeht wenn sie dann doch wieder im anderen Land dasselbe tut? Kann doch nur "Gewinnoptimierung dahinterstehen... aber das nur am Rande..


    Ob die Angesprochenen Punkte richtig sind? Möglicherweise. Aber auf jedenfall sind sie nur ein Teil dessen, was wirklich nötig ist um diese Krise endlich zu beenden. Vor allem werden diese Anregungen zu spät kommen, denn das wären Gesetze. Und wohl jeder weiß wie lange Gesetze benötigen...
    Das Problem ist: DIESE ZEIT HABEN WIR NICHT!!!!!

  • Ehemaliges Mitglied 07.03.2009, 13:33:51

    Holzfreak - die Bezuschussung der Rentenversicherung z.B. durch die Ökosteuer ermöglicht es, dass die Beiträge in den letzten Jahren nur unwesentlich gestiegen sind. Anstatt der aktuellen 19.9% müssten sie rechnerisch bereits auf mindestens 22% angewachsen sein.
    Verwechseln auch Sie "Staat" mit "Regierung"? Hätten wir als Bevölkerung (= Staat) etwas in einen Pensionsfond einzahlen sollen? Wie sollte das gehen? Ciao

  • Ehemaliges Mitglied 02.03.2009, 17:47:11

    Konrad:
    Sorry diese Aussage meinerseits hätte ich wohl stärker als das kennzeichnen sollen was sie ist: Zynisch. Ob ich eine allgemeingültoge antwort auf die Problematik habe? Nein! Aber ich überlege wirklich, ob die Verstaatlichung der Bereiche die das Leben betimmen wirkungsvoll wäre, denn was soll eine Politik, die keinen einfluß auf das Leben hat, denn nun wirklich ausrichten?
    Nicco:
    Natürlich hast du recht mit deiner Wirtschaftlichen Darstellung. Aber: Was haben denn wir im eigen Land davon, wenn die Betriebe ins Ausland abwandern, um billiger Produzieren zu können? Richtig: Abeitslose Hartz 4 Empfänger die sich GARNICHTS mehr leisten können.
    be Smarti:
    Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen: die CDU wird das nicht schaffen... Aber Leider auch keine andere Partei, denn wie lange es dauert Gesetze zu verabschieden weiß wohl ein jeder, und diese Zeit haben wir nicht, denn schließlich verkauft sich unser Staat gerade selbst. Wie sonst soll man es nennen, wenn hier Milliarden vergeben werden um Banken Autofirmen u.a. zu unterstützen, so das kein Geld mehr da ist, um den Sozialstatus zu halten?

  • Ehemaliges Mitglied 02.03.2009, 17:09:34

    Der eigene Aktienkurs wird z. B. künstlich hochgehalten, dies kann zum einen die wahre Situation einer Firma verschleiern, zum andern kann das Management seine Bezüge damit hochpushen.Das sind nur 2 Gründe.
    Die Frage zu den Schmittchen Vorschlägen ist aber doch, wer soll diese umsetzen, dazu müsste man ja einigen in der Industrie kräftig auf die Füsse treten. Und das soll eine CDU Regierung machen. Mehr als fraglich.

  • N. Nicco 05.03.2009, 13:45:31

    Das stimmt was Tivia sagt, lediglich regional wird noch unterschieden,
    also Rentenversicherung Baden-Würtemberg, Rheinland-Pfalz usw.
    Nicco