Sie sparen nicht nur Geld für die Anreise, sondern speziell an der Nordsee Deutschlands dürfen Sie auch Ebbe und Flut, herrliche Weiten und noch einmal eine ganz neue Dimension der Ruhe genießen. Die schöne Nordseeküste mit ihren sieben ostfriesischen Inseln lockt die Deutschen jedes Jahr aufs Neue. Die Nordsee an der Küste Niedersachsens ist zu recht auf Platz eins der beliebtestes Reiseziele. Niedersachsen ist mit ganzen 21,4 Millionen Übernachtungen das beliebteste Bundesland der Deutschen. Besonders Kurgäste, Senioren, Paare und Familien mit Kindern lieben den Charme der Küste und der Inseln der Nordsee wie Langeoog, Spiekeroog, Wangerooge, Baltrum, Borkum, Juist oder Norderney. Wenn es etwas weiter nördlicher sein darf, so ist auch Sylt oder Sellin auf Rügen immer eine Reise wert. In einem schönen Hotel auf Sylt kann man den Alltag hinter sich lassen. Die Inseln warten mit vielen starken Argumenten auf: Das Klima, die salzige Luft, das Wasser und die Ruhe sind äußerst gesundheitsfördernd, egal zu welcher Jahreszeit. Das schätzen Urlauber und Kurgäste seit vielen Jahren. Traditionell kommen die Hauptstammgäste der Nordsee übrigens aus dem Ruhrgebiet. Immerhin sind einige dieser Inseln autofrei und von einer magischen Anziehungskraft, die alle Sorgen und Alltagsgedanken in Wind und Salzwasser ertränken.

Spiekeroog: Die grüne Oase der Nordsee

Speziell die autofreien Nordseeinseln können reine Wunder für Körper und Seele vollbringen. Die kleine Insel Spiekeroog mit einer Fläche von 18,25 Quadratkilometern liegt zwischen Wangerooge und Langeoog und wurde erstmals 1398 unter dem Namen „Spiekeroch“ urkundlich erwähnt. Zunächst galt sie als Versteck von Piraten. Spiekeroog wird heute die grüne Insel der Nordsee genannt und wurde bereits 2008 gemeinsam mit den anderen sieben ostfriesischen Inseln mit dem deutschen Tourismuspreis ausgezeichnet. Spiekeroog wird deshalb die grüne Insel genannt, weil sie als eine der einzigen Inseln, neben dem Nationalpark Wattenmeer und den Vogelbrutgebieten, auch erheblich viel Waldgebiet hat. Bereits 1860 wurden nämlich von den Spiekerooger Einheimischen Kiefern, Erlen, Birken und Eichen gepflanzt. Diese schützen nicht nur die Dünen vor dem Abtragen durch das raue Klima und die Gezeiten. Sie verschönern die Insel und geben ihr ein markantes Gesicht. Bekannt ist Spiekeroog außerdem für sein idyllisches Dorf. Hier laden schmale Gassen, urige Gaststätten und originelle Geschäfte zum Schlendern ein. Auf Ihrem Weg können Sie außerdem noch die niedrigen Friesenhäuschen und auch die älteste ostfriesische Inselkirche, die Ende des 17. Jahrhunderts erbaut wurde, bewundern.

Heute gibt es ganze Haine und Dickichte für Urlauber zu entdecken. Zudem gilt Spiekeroog auch als Paradies für die Vogelwelt. Man wird als Urlauber an der Nordsee auf Spiekeroog mit viel ausdrucksstarker Natur belohnt, man muss dafür aber die Unberechenbarkeit des Klimas in Kauf nehmen. Neben herrlich vielen Sonnentagen, die es natürlich auch an der Nordsee gibt, kann es extrem stürmen oder regnen. Doch mit entsprechender Kleidung lässt sich das alles bei einem Spaziergang auf dem Deich, in den Dünen und am Strand mit dem tosenden Wellengang vergessen, denn hier kann man sich einfach tragen und treiben lassen, um dann müde und kaputt abends daheim einen ostfriesischen Tee zu genießen. Trotz der Wetterumschwünge wird niemand jemals einen Aufenthalt an dieser Küste bereuen.

Nicht umsonst ist das Wattenmeer der ostfriesischen Inseln zum Weltnaturerbe erklärt worden. Seit 1986 ist Spiekeroog dem Nationalpark niedersächsisches Wattenmeer zugehörig. Jeder, der einmal riesige Vogelsiedlungen und den Lebensraum von Seehunden, zumindest aus respektvoller Entfernung, in den Schutzgebieten erleben will, sollte die Inseln in der Nordsee besucht haben. Die Inseln sind klein und es gibt wenig Ablenkung. Aber eben das macht einen Teil der Faszination aus. Unendliche Weiten bei Ebbe, tosende Wellen bei Flut und stundenlanges Wandern, Spazieren, Flanieren, im Strandkorb liegen und Krabben essen. Daneben haben Sie noch die Möglichkeit, sich auf dem Reiterhof oder im Meerwasserschwimmbad sportlich zu betätigen, um das Ganze dann abends bei einem kühlen Bier ausklingen zu lassen. Noch mehr können Sie die Insel mit einem passenden Reisepartner genießen.

Nordsee und Entspannung: keine Autos auf Spiekeroog

Autofahren ist auf der Insel tabu. Vor der Überfahrt mit dem Schiff müssen Sie ihr Gefährt stehen lassen, um dann auf der Insel alles zu Fuß oder mit dem Rad zu erledigen. Hier entdecken Sie eine ungeahnte Ruhe und einen Rhythmus, der sich ganz den Gezeiten der Natur anpasst. Außer dem Kreischen der Möwen, dem Tröten des Schiffes bei Ankunft am Hafen und dem Meeresrauschen werden Sie nämlich nichts hören. Zusätzlich laden sich Körper und Seele durch die gesunde Luft mit neuer Energie auf. Diese ist nämlich salz- und jodhaltig sowie schadstofffrei.

Die Anreise bis nach Neuharlingersiel, dem Abfahrtshafen nach Spiekeroog, gestaltet sich per Zug oder Auto umkompliziert. Im Internet lassen sich ausführliche und einfache Anfahrtsskizzen finden. Sie steuern also den Hafen von Neuharlingersiel an, um dort, je nach Gezeiten-Plan mit dem Schiff überzusetzen. Genießen Sie entweder die schöne Landschaft der Küste Deutschlands vom Zug aus oder reisen Sie ganz einfach mit dem PKW an. Der Anleger in Neuharlingersiel ist ausgeschildert und dort befinden sich Tages- oder Dauerparkplätze.

Autorin: Nele Zymek, Platinnetz-Redaktion

Datum: 18. März 2010