Für die perfekte Wohlfühl-Atmosphäre ist das richtige Licht entscheidend. Zu helles Licht wirkt ungemütlich, zu dunkle Beleuchtung ist anstrengend für die Augen. Auch richtig positioniert muss das Licht sein. Für einen 20 qm großen Raum sollte man fünf Lichtquellen einplanen, um ihn ideal zu beleuchten.

Passendes Licht zum Lesen und Fernsehen

Entscheidend für die Planung der Beleuchtung ist die Frage, welchen Zweck das Licht erfüllen soll. Eine indirekte Beleuchtung wirkt warm und wirft kaum Schatten. Sie erzeugt einen diffusen Raumeindruck und eignet sich für das Wohnzimmer ebenso wie für Bad und Schlafzimmer.

Direktes, helles Licht eignet sich zum Beispiel gut für den Hausputz, zum Bügeln und zum Lesen. Empfehlenswert sind dimmbare Leuchten, die je nach Einsatz und Stimmung heller oder dunkler eingestellt werden können, denn nichts beeinflusst die Stimmung in einem Raum so sehr wie das Licht. Besonders schöne Stimmung erreicht man mit indirektem Licht an Regalen oder in Vitrinen. Auch eine einzeln angeleuchtete Pflanze ist ein besonderer Hingucker.

Möchten Sie im Wohnzimmer ein Licht zum Lesen benutzen, achten Sie darauf, dass die Lampe einen breiten Ausstrahlungswinkel von 35 bis 60 Grad besitzt. Ideal sind schwenk- und drehbare Lampen, die den individuellen Bedürfnissen angepasst werden können. Übrigens: ein 60jähriger Mann braucht zum Lesen gegenüber einem 20jährigen die doppelte Beleuchtungsstärke. Beziehen Sie bei der Planung des Lichts also auch immer Ihr Alter (und die Zukunft) mit ein.

Um beim Fernsehen das ideale Licht zu haben, platzieren Sie eine Lampe hinter dem Fernseher. Sie hellt den Raum hinter dem Gerät auf, so dass das Fernsehen für die Augen nicht so anstrengend ist. Achten Sie auch darauf, dass die anderen Lampen im Raum gedimmt sind und nicht direkt in das Fernsehbild leuchten.

Licht für Essplatz, Schlafzimmer und Bad

Am Essplatz schaffen Pendelleuchten eine angenehme Atmosphäre. Sie sollten so hell sein, dass man beim Essen erkennen kann, was man auf dem Teller hat, aber gleichzeitig nicht blenden. Achten Sie auch darauf, die Lampe nicht zu tief zu hängen, so dass man beim Essen den Gästen trotz Lampe noch ins Gesicht sehen kann. 60 Zentimeter über dem Tisch sind ideal. Leuchten kaufen und einrichten ist also garnicht so schwer.

Ob Kristalllüster, Landhaus oder Retro-Look, klein, groß, oval oder rund: Das hängt ganz vom Einrichtungsstil und der Größe und Form des Tischs ab. So sollte man für eine lange Tafel keine runde Leuchte wählen. Die Lampe sollte vielmehr der Form des Tischs entsprechen. Über einem rechteckigen Tisch machen sich auch Lampen mit mehreren kleinen Schirmen gut, das sie das Licht gleichmäßig über dem Tisch verteilen, ohne eine Stelle zu stark zu betonen. Ein einzelner runder Schirm eignet sich für den runden Familientisch gut. Für größere runde Tische kann man auch hier eine Lampe mit mehreren Schirmen wählen. Damit es gut wirkt, sollte sie aber rund und vom Durchmesser her der Größe der Tischplatte angemessen sein. Man kann auch mehrere einzelne kleine Lampen im Kreis über dem Tisch aufhängen.

Seil- und Stangensysteme, bei denen man problemlos Lampen anbringen und abnehmen kann, sind ideal, wenn man oft viele Gäste hat und den Tisch immer wieder auszieht. Durch Hinzufügen oder Entfernen einzelner Lampen kann die Beleuchtung der jeweiligen Tischgröße angepasst werden.

Um gemütlich und zweckmäßig zu sein, braucht das Wohnzimmer also einzeln schaltbare, verschiedene Beleuchtungselemente. Eine Lampe hinter dem Fernseher, die Beleuchtung des Esstischs, eine Lampe zum Lesen und eine allgemeine Deckenbeleuchtung, die zum Beispiel zum Putzen eingeschaltet werden kann. Akzente setzen kleine Lampen auf Sideboards oder Beistell-Tischchen. Beleuchtete Vitrinen verleihen dem Raum einen Hauch von Luxus. Wandleuchten sorgen für indirektes, warmes Licht. Idealerweise sind alle Lampen einzeln schaltbar und dimmbar.

Im Schlafzimmer ist eine stimmungsvolle Atmosphäre besonders wichtig. Diffuses, indirektes Licht sorgt für eine warme Stimmung. Zusätzliche Leuchten am Bett sind zum Lesen aber unverzichtbar. Für die perfekte individuelle Einstellung sollte die Lampe dreh- und schwenkbar sein. Damit das Licht beim Lesen nicht blendet, sollte der Ausstrahlungswinkel der Lampe nicht zu klein sein. Je größer der Ausstrahlungswinkel, desto diffuser und weicher das Licht. Jede Lampe sollte vom Bett aus schaltbar sein, dann muss man sein kuscheliges Bett nicht mehr verlassen und dann im Dunkeln zurück stolpern.

Im Bad kann eine gute Beleuchtung Sie gleich morgens in Schwung bringen und abends für Entspannung sorgen. Eine gute Allgemeinbeleuchtung im Bad sorgt für Orientierung und Sicherheit, denn sie macht Wasserpfützen auf dem Boden sichtbar, auf denen man ausrutschen könnte. Zusätzliche Lampen am Spiegel setzen Akzente und helfen beim Rasieren oder Schminken. Vermeiden Sie Spots oder Halogenleuchten am Spiegel! Sie blenden und sind wenig schmeichelhaft für den Teint. Am besten sind Leuchten mit Opalglas-Abdeckung, die das Gesicht gleichmäßig und ohne Schatten ausleuchten.

Beleuchtung in der Dusche, vielleicht sogar mit farbigem Licht, verleiht dem Bad einen Hauch von Luxus. Das Anbringen solcher Leuchten sollte man aber einem Fachmann überlassen, damit sie richtig vor Spritzwasser geschützt sind.

Autorin: Elke Liermann, Platinnetz-Redaktion