Wie bleibt der Drucker lange fit?
Der Akku ist ein hoch sensibler Energiespeicher. Zwar kann er oft wieder aufgeladen werden und ist ein treuer Begleiter in Handy oder Notebook, doch um seine Effektivität möglichst lange zu erhalten, muss man ihn richtig behandeln. Vor allem sollte man den Akku nicht so oft laden, denn die Anzahl der Ladezyklen ist begrenzt.
Akkus gibt es überall. Im Rasierapparat, in der Bohrmaschine und in der Fernbedienung. Doch während bei solchen Gegenständen ein kurzfristiger Ausfall meistens zu verschmerzen ist und schnell behoben werden kann, gibt es Geräte, die spontan funktionieren sollten. Dazu zählen zum Beispiel Notebook oder Handy. Sie sind häufig im Dauereinsatz und ein Ausfall kann sehr unangenehm werden. Was, wenn man auf einer Landstraße eine Panne hat und das Handy setzt aus? Was, wenn das Notebook bei der Vorbereitung einer wichtigen Präsentation streikt? Um das zu verhindern, sollte man den Akku richtig behandeln und pflegen, damit er lange hält und das Gerät möglichst lange ohne Steckdose aushält. Hier gibt es die wichtigsten Tipps.
Das Notebook zählt zu den tragbaren Geräten, bei denen man den Akku nur einsetzen sollte, wenn es sein muss. Also dann, wenn man beispielswesie das Notebook im Park nutzen will und keine Steckdose vorhanden ist. Ansonsten kann man das Notebook an das Stromnetz anschließen und den Akku ausbauen. Denn bleibt der Akku im Notebook, während dieses an den Stromkreislauf angeschlossen ist, wird der sensible Akku geschädigt. Das hat zwei Gründe. Erstens wird ein eingebauter Akku vom Notebook immer mit Strom gefüttert, auch wenn er noch lange nicht leer ist. Das ist sehr schädlich für den Akku und kann seine Lebensdauer radikal verkürzen. Auch die Wärme, die das Notebook während des Netzbetriebes ausstrahlt, schadet den sensiblen Zellen des Akkus. Lieber baut man den Akku während des Netzbetriebes aus und bewahrt ihn an einem kühleren Ort auf. Das erhält seine Lebensdauer. Auch in andere tragbare Geräte mit einem entnehmbaren Akku, wie die Digitalkamera, sollte man den Akku erst dann einsetzen, wenn man sie auch benutzen möchte.
Bei einem Handy dagegen ist der Akku meistens im Dauereinsatz, ausbauen wird man ihn eher selten. Daher muss man hier vor allem durch die richtige Nutzung des Gerätes Strom sparen. Stromfresser sollte man nach Möglichkeit deaktivieren, damit der Akku möglichst lange fit bleibt. Dazu zählen Tastenbeleuchtung, Tastentöne oder die bei neuen Handys üblichen bunten und animierten Displays. All diese Funktionen kann man abstellen. Um den Akku möglichst zu schonen, haben auch viele neue Geräte einen Stromsparmodus. Unter "Einstellungen" kann man auswählen, nach wie vielen Sekunden der Bildschirmschoner eingeschaltet werden oder das Display ganz abgeschaltet werden soll. Außerdem sollte man das Handy abschalten, wenn man es eine Weile nicht braucht, beispielsweise nachts. Denn im Standby-Modus verbraucht das Handy zwar weniger Strom als normal, aber wer nachts nicht unbedingt erreichbar sein muss, sollte es dennoch ausschalten. Auch wenn man durch eine Gegend mit schlechterer Netzverbindung fährt, muss das Handy ständig nach einem Netz suchen, was Strom frisst. Ebenfalls immer auf der Suche nach einer Verbindung ist die Funktion Bluetooth, über die man per Funk Kontakt zu anderen Geräten aufnehmen kann. Ist diese Funktion aktiviert, zehrt auch sie am Akku. Man sollte sie daher nur dann einschalten, wenn man sie wirklich braucht. Ansonsten gilt für das Handy genauso wie für alle Geräte mit Akkubetrieb: Man sollte es nur dann laden, wenn der Energievorrat zur Neige geht.
Ein Akku ist sehr sensibel und übersteht nur eine begrenzte Anzahl von Lade- und Entladezyklen, ungefähr zwischen 500 und 1000. Dabei ist es egal, ob der Akku in leerem Zustand geladen wird oder ob er noch halb voll ist - jeder Ladezyklus verkürzt seine Lebensdauer. Daher sollte man wenn möglich sparsam mit dem Laden umgehen. Um den Akku direkt von Anfang an zu schonen, wird bei jedem Gerät empfohlen, den Akku direkt nach dem Kauf erst einmal komplett aufzuladen und danach durch die normale Nutzung wieder fast komplett zu entladen. Zu Beginn, wenn das Gerät noch neu ist, ist das meistens kein Problem, im Alltag dagegen schon. Schließlich hat man nicht immer dann Zeit, das Handy einige Stunden an die Steckdose zu hängen, wenn der Akku gerade leer ist. Häufig passiert es doch, dass man laden muss, obwohl der Akku noch halb voll ist. Daher empfehlen Experten, dem Akku zumindest alle sechs Monate einen kompletten Lade- und Entladezyklus zu gönnen.
Übrigens: Ein wieder aufladbarer Akku ist nicht immer die richtige Wahl. Für selten benutzte Geräte mit einem niedrigen Energieverbrauch wie beispielsweise Fernbedienungen, Waagen, Uhren oder Taschenlampen reicht eine normale Alkali-Mangan-Batterie. Denn auch ein voll geladener Akku verliert nach einer gewissen Zeit an Energie, auch wenn man ihn nicht benuzt! Bei der Batterie ist das nicht der Fall, sie kann die Energie deutlich länger speichern. Da eine Batterie etwa in einer Fernbedienung meist über Jahre hinweg hält, kann man hier guten Gewissens zu einer nicht wieder aufladbaren Batterie greifen.
Autorin: Julia Heilig, Platinnetz-Redaktion
Datum: 10. Februar 2010