Die Kinderarmut in Deutschland steigt so stark wie in keinem anderen Industrieland. Zu diesem erschreckenden Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der europäischen Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Ein Armutszeugnis für Deutschland. Denn Armut bedeutet für die betroffenen Kinder meist geringere Bildungschancen und eine schlechtere Gesundheit, denn für gesunde Ernährung fehlt häufig das Geld. Das Gesicht der Armut kennt Jürgen Schill von der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. genau. Er ist für die Kinder- und Jugendeinrichtungen der Hilfsorganisation verantwortlich. „Armut beginnt oft schleichend und unbemerkt“, so Schill. „Aber irgendwann kann man nicht mehr mithalten. Das fängt bei der Kleidung an, dann wird der Schulausflug unerschwinglich. Oftmals endet es damit, dass am 20. eines Monats nicht mehr das Geld für das Mittagessen vorhanden ist. Damit wird Armut zu einem sozialen Problem und sorgt für Ausgrenzung.“ Hier besteht dringend Handlungsbedarf. Ob haupt- oder ehrenamtlich, überall in Deutschland packen die Johanniter das Problem an. Denn Kinderarmut betrifft die gesamte Gesellschaft. Wo Zukunftschancen fehlen und soziale Integration versagt, drohen Ausgrenzung, Arbeitslosigkeit, oder das Abrutschen in Kriminalität.

Die Projekte der Johanniter gegen Kinderarmut

Ein Teller Suppe, ein offenes Ohr oder ein spannendes Freizeiterlebnis ­– deutschlandweit helfen die Johanniter Kindern in Not. Mit ihren Projekten will die Hilfsorganisation deutliche Zeichen gegen die wachsende Armut setzen. In mehr als 200 Kindertagesstätten mit mehr als 16.000 Plätzen und 43 Jugendhäusern finden Kinder und Jugendliche jederzeit Hilfe. Mehr über die Projekte der Johanniter erfahren Sie hier.

 

 

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