Eine Insel in Berlin

Die Johanniter Jugendclub „Die Insel“ liegt im Berliner Problembezirk Friedrichshain. Hier leben viele sozial schwache Familien. Verwahrlosung, schlechte Bildungschancen und eine erschreckend hohe Zahl an Schulabbrechern kennzeichnen den Bezirk. Die Insel ist einziger Rettungsanker für viele Kids. Dazu gehört auch die 16-jährige Jenny. Seit ihre Mutter im Gefängnis sitzt, lebt sie fern von der Familie in einer betreuten Wohngruppe. Wie andere Jugendliche in ihrem Alter geht sie zur Schule und trifft sich mit Freunden. Wenn Jenny jedoch Probleme hat und alleine ist, verletzt sie sich oft selbst. Die Narben auf den Armen versteckt sie, so gut es geht. Es hat lange gedauert, bis Jenny den Betreuern der Insel vertraut hat. Jetzt fühlt sie sich aber wohl im Club und besucht sogar regelmäßig eine Therapie. Seit 2007 ist der Jugendclub regelmäßiger Treffpunkt für etwa 100 Jugendliche im Alter von 13 bis 21 Jahren. Geleitet wird die Insel von der Sozialpädagogin Isabella Busch. Sie kennt die Probleme der Jugendlichen:. „Einige sind vorbestraft, sie haben in ihren Familien Gewalt erfahren und werden nun selbst gewalttätig. Diesen Teufelskreis wollen wir mit unserer Arbeit durchbrechen“, sagt Busch. Darum nehmen sich die Sozialarbeiter der Insel viel Zeit für die Kids. Sie helfen bei den Schulaufgaben oder geben Tipps für die Bewerbung. Die Jugendlichen kochen zusammen und können auch mal feiern. Besonders gefragt ist das Musikprojekt gegen Extremismus. Hier können die Jugendlichen mit der eigenen Band proben oder auch Musiktheorie lernen. Begleitend finden z.B. auch Theater-Workshops statt, in denen sich die Jugendlichen ausprobieren können.

Das Kinder- und Jugendhaus in München-Ramersdorf

Jüngstes Hilfsprojekt ist das Johanniter Kinder- und Jugendhaus in München- Ramersdorf. Dieser Stadtteil gilt als einer der sozialen Brennpunkte Münchens. Viele Jugendliche wurden hier bisher auf der Straße groß. Das wird sich nun ändern. Jürgen Schill erläutert das Ziel des Johanniter Kinder- und Jugendhauses: „In unseren Einrichtungen wollen wir der Ausgrenzung begegnen. Wir schaffen Gemeinschaftserlebnisse, die Kindern das Gefühl geben, dazuzugehören und Teil einer Gemeinschaft zu sein. Ausgrenzung auf Grund finanzieller Probleme gibt es bei uns nicht.“ Im Kinder- und Jugendhaus München-Ramersdorf werden Kinder nach der Schule verpflegt. Einmal pro Woche stehen die Kinder selbst hinter dem Herd und kümmern sich um ihr Mittagessen. Es wird zusammen eingekauft, gekocht und gegessen. Aber nicht nur in der Küche lernen die Kinder dazu. Auch schulische Lücken werden geschlossen. In kleinen Gruppen werden Hausaufgaben erledigt, begleitet von pädagogischen Fachkräften. Individuelle Förderung wird hier großgeschrieben.

Jedes Kind braucht Chancen

Wenn es darum geht, der wachsenden Kinderarmut Einhalt zu gebieten, ist jede Hilfe wichtig. Darum hat Platinnetz die Aktion „Platiner helfen Kindern in Not“ ins Leben gerufen. Unterstützen Sie Kinderhilfsprojekte der Johanniter mit Ihrer Spende.

 

 

 In Kooperation mit: