Wie andere regionale Küchen auch, sind hessische Spezialitäten in ihrem Charakter bäuerlich geprägt. Brot, Kartoffeln, Kohl und Lauch sind Zutaten, die man immer wieder findet. Frankfurter Grüne Soße, "Grie' Soß", ist ein gehaltvolles vegetarisches Gericht, das sich durch den Geschmack von sieben Kräutern auszeichnet. Berühmte hessische Spezialitäten sind außerdem die Ahle Wurscht aus Nordhessen und natürlich Rippchen mit Kraut. Aber auch was Desserts und Kuchen angeht, sind hessische Spezialitäten berühmt: Die Bethmännchen sind in bekanntes Marzipangebäck mit Mandeln und in der Region als traditionelle Weihnachtsnascherei bekannt. Der berühmte Frankfurter Kranz steht natürlich auch für hessische Spezialitäten. Besonders berühmt für hessische Spezialitäten aber ist Handkäs mit Musik. Der eingelegte Käse ist ein deftiges Gericht und schmeckt nicht jedem. Dabei ist der Harzer durch viel Eiweiß und so gut wie kein Fett auch ein Beispiel für gesunde hessische Spezialitäten.

Hessische Spezialitäten – Handkäs mit Musik

Zutaten für die Marinade:

6 EL Essig

3 EL Öl

3 EL Apfelwein

3 Zwiebeln

Kümmel

(Das Öl kann z.B. Leinöl sein.)

Die Zwiebeln werden kleingehackt oder in Ringe geschnitten und mit den übrigen Zutaten vermischt. Für die Zubereitung muss nicht unbedingt der Originalkäse verwendet werden. Man kann auch einen ordentlich durchgereiften Harzer ohne Probleme verwenden. Auch der Apfelwein ist als Zutat nicht unbedingt notwendig. Wichtig ist dagegen die Mischung aus zwei Teilen Essig und einem Teil Öl. Dabei sollte man den Käse möglichst lange durchziehen lassen. Kümmel wird nicht nur mit der Marinade vermengt, sondern zusätzlich auf den Käse beim Servieren gestreut. Er hilft nicht nur die bekannten Folgen, also die Musik, zu reduzieren, sondern bindet in der Marinade auch den Geschmack von Öl und Essig. Zu dem Handkäse wird Brot mit Butter gegessen und am besten ein Apfelwein getrunken.

Autor: Edgar Naporra, Platinnetz-Redaktion