Deftiges und Kräftiges zeigt, dass fränkische Spezialitäten eine gewisse Nähe zur bayrischen Küche aufweisen – auch wenn das jeder echte Franke abstreiten dürfte. Eine zünftige Brotzeit gehört zu dieser Küche einfach dazu. Presssack und Gelbwurst beispielsweise gehören zu den Wurstspezialitäten aus dem Frankenland. Die fränkische Bratwurst sollte aber mit der Nürnberger nicht verwechselt werden. Es handelt sich dabei um eine grobe Bratwurst, die etwa eine normale Größe hat. Bekannt und sehr gehaltvoll ist das unter der Bezeichnung Schäufele bekannte Gericht, das eine gebratene Schweineschulter ist. Fränkische Spezialitäten sind auf jeden Fall Bier und Wein. Vor allem der Wein hat überregional einen sehr guten Ruf. Und gerade das dunkle Bier ist eine lokale Spezialität, die nicht nur in Franken sehr beliebt ist.

Für Vegetarier ist Franken allerdings nicht das Paradies, denn viele fränkische Spezialitäten bestehen aus Fleisch und Wurst. Allerdings gibt es auch ein paar Alternativen zu entdecken: Ziebeleskäs beispielsweise ist Kräuterquark und ein Beispiel für vegetarische fränkische Spezialitäten. Ganz wichtig sind auch Klöße als Beilage, die es in unterschiedlichen Variationen gibt. Der Karpfen in Bierteig ist ein Beispiel für ein Fischgericht, das allerdings nicht jedem schmecken dürfte, weil mit Karpfen wirklich nicht jeder Mensch etwas anfangen kann.

Fränkische Spezialitäten – Fränkische Klöße
(für 4 Personen)

2 kg Kartoffeln, mehlig kochend

4 EL Croutons

Muskatnuss

Salz

Die Kartoffeln waschen und schälen. Etwa ein Drittel davon in gesalzenem Wasser garen. Den Rest der Kartoffeln mit einer Raspel reiben und in einem Tuch über einer Schüssel auswringen, das Wasser wegschütten und die im Topf übrigbleibende Kartoffelstärke in die Kartoffelmasse aus dem Tuch kneten.   Die gekochten Kartoffeln pressen und zu der rohen Masse hinzugeben. Die Masse mit Muskatnuss und etwas Salz würzen, in der Mitte ein paar Croutons platzieren und zu Klößen formen. Die Klöße 20 Minuten in kochendem Wasser garen.

Autor: Edgar Naporra, Platinnetz-Redaktion