Vom Basalzellkrebs sind vor allem hellhäutige Menschen mit Hauttyp I oder II betroffen. Das bedeutet, dass hellhäutige Menschen mit Sommersprossen, blauen Augen und rötlichen Haaren sowie Menschen mit blonden Haaren, grauen, blauen oder grünen Augen besonders vorsichtig sein müssen. Meiden Sie die Sonne! Abgesehen davon tritt Basalzellkrebs sowohl bei Männern als auch bei Frauen auf, die Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu. In Deutschland erkranken jährlich etwa 117.000 Menschen an Basalzellkrebs. Wird er rechtzeitig erkannt, stehen die Heilungschancen allerdings gut.

Häufige Ursache für Basalzellkrebs

Die häufigste Ursache für Basalzellkrebs ist die Sonne. Viele Menschen ziehen ihr Äußeres der Gesundheit vor und nehmen ein regelmäßiges Sonnenbad, ohne an die ernsten Konsequenzen zu denken. Die Sonneneinwirkung sollte, wie bereits erwähnt, besonders von hellhäutigen Typen vermieden werden. Die Chance, braun zu werden, besteht ohnehin nicht. Auch wenn Menschen mit Hauttyp II nach anfangs rötlicher Haut einen braunen Teint bekommen, sollten sie auf direkte Sonneneinwirkung verzichten. Ein erhöhtes Risiko, an Basalzellkrebs zu erkranken, besteht auch für Menschen, die aufgrund einer Schuppenflechte oder Neurodermitis mit einer Phototherapie behandelt wurden.

Daneben entsteht Basalzellkrebs in seltenen Fällen auch in Folge von chronischen Wunden, Röntgennarben, Unfall- oder Brandnarben sowie in Folge von Druckstellen durch Prothesen. Basalzellkrebs kann auch eine erbliche Veranlagung sein und in Familien gehäuft auftreten. Er macht sich in unterschiedlicher Form bemerkbar. Das knotige solide Basaliom ist die häufigste Form. Im ersten Stadium zeigen sich hautfarbene oder glasige Knötchen, deren Durchsetzung mit kleinen Äderchen typisch ist. Das pigmentierte Basaliom ist eine Variante des knotigen Basalioms. In den betroffenen Zellen werden Pigmente eingelagert, wodurch die Erkrankung mit Schwarzem Hautkrebs verwechselt werden kann. Gefährlich ist das oberflächliche Basaliom, da diese Form von Basalzellkrebs oft übersehen wird. Sie ähnelt entzündlichen Hauterkrankungen wie Schuppenflechte und tritt meist am Rumpf und an den Extremitäten auf. Ebenfalls schwer als Hautkrebs zu erkennen ist das sklerodermiforme Basaliom. Die Form ist oft schlecht von gesunder Haut zu unterscheiden, da Knötchen kaum zu erkennen sind und das Basalzellkarziom wie eine gelbliche Ablagerung aussieht. Das exulzerierend wachsende Basaliom ist häufig durch einen geschwürigen Zerfall des Basalioms zu erkennen. Der Rand ist dabei typischerweise perlschnurartig. Bei der Zerstörung tieferer Gewebsschichten spricht man in der Medizin vom destruierend wachsenden Basaliom.

Was kann man gegen Basalzellkrebs tun

Je früher Basalzellkrebs erkannt wird, desto besser. Bei rechtzeitiger Behandlung stehen die Heilungschancen gut. Bei ersten Anzeichen wie verdächtigen Veränderungen der Haut, vor allem im Gesicht, sollte also sofort ein Hautarzt aufgesucht werden. Wird die Wucherung nicht entfernt, wachsen die Krebszellen in die Tiefe und zerstören Muskeln, Knochen oder Knorpel. Es gibt verschiedene Methoden zur Behandlung von Basalzellkrebs. Die Operation ist die Therapiemethode mit der geringsten Rückfallquote.

Dabei entfernt der Chirurg das betroffene Gewebe möglichst vollständig. Anschließend wird das Hautgewebe untersucht, wodurch je nach Befund noch ein weiterer Eingriff nötig ist, wobei ein größerer Hautbezirk entfernt wird. Befindet sich der Basalzellkrebs im Anfangsstadium, reicht meist eine ambulante Operation unter örtlicher Betäubung aus. Die anderen Behandlungsformen werden nur angewandt, wenn eine Operation nicht möglich ist. Ist der Tumor beispielsweise schon weiter ausgedehnt wird auf eine Bestrahlung zurückgegriffen. Bei der sogenannten photodynamischen Therapie wird auf die Tumormassen ein spezieller Wirkstoff aufgetragen, bevor eine Lichtbestrahlung erfolgt.

Auch die Kältetherapie mit flüssigem Stickstoff oder die Lasertherapie sind mögliche Behandlungsmethoden bei Basalzellkrebs. Auch in Form einer Creme wird Basalzellkrebs therapiert. Hierbei wird die Substanz mit dem Namen Imiquimod auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Der Wirkstoff aktiviert das Immunsystem der Haut, das die Tumorzellen angreift. Bei dieser Therapieform wird der Tumor schmerzfrei und ohne bleibende Narben entfernt, allerdings kann sie nur angewandt werden, wenn der Tumor mit bloßem Auge noch nicht sichtbar ist. Außerdem können hierbei höhere Rückfallraten nicht ausgeschlossen werden. Auch eine lokale Chemotherapie wird in Form einer Creme verwendet. Nur in seltenen Fällen bildet der Basalzellkrebs Metastasen in anderen Organen, auch nicht im fortgeschrittenem Stadium. Wegen der hohen Erfolgsquote bei der Behandlung nach rechtzeitiger Erkennung, besteht nach der Diagnose auch nicht unbedingt Grund zur Sorge. Am besten man lässt es jedoch erst gar nicht zum Basalzellkrebs kommen. Durch das Auslassen extremer und regelmäßiger Sonneneinstrahlung beugt man dem Basalzellenkrebs ganz einfach vor.

Autor: Marcel Exner, Platinnetz-Redaktion