Die Unterschiede bei der jeweiligen Erkrankung an Bronchitis sind teilweise so deutlich, dass in der Medizin eine weitere Einteilung in akute, chronische und chronisch obstruktive Bronchitis vorgenommen wird. Eine Bronchitis sollte dabei aber nicht mit einer Lungenentzündung oder Asthma verwechselt werden. Besonders oft sind Raucher oder auch ehemalige Raucher von dieser Krankheit in chronischer Form betroffen. Aber es gibt auch andere Ursachen für eine Erkrankung der Atemwege.

Akute Bronchitis im Rahmen einer Erkältung

Die meisten diesbezüglichen Erkrankungen fallen dabei in die Kategorie akute Bronchitis. Generell ist eine akute Bronchitis eine der am häufigsten gestellten Diagnosen bei Allgemeinärzten in Deutschland. Man geht davon aus, dass Erwachsene im Durchschnitt zweimal jährlich an einer akuten Bronchitis erkranken. Dabei handelt es sich um einen Atemwegsinfekt, der sich häufig mit Husten, einer erhöhten Schleimproduktion und oft auch Fieber äußert. Die Ursachen für eine Erkrankung können dabei sehr unterschiedlich sein. Meist handelt es sich um eine normale Erkältung, wie sie nahezu jeder Mensch schon einmal erlebt hat. Viren, Bakterien oder auch Pilze können die Erkrankung auslösen. Dennoch sind die meisten Fälle von akuter Bronchitis keine größere Gefahr für den Patienten.

Aus einer akuten kann allerdings eine chronische Bronchitis werden, wenn sie nicht behandelt wird. Außerdem steigt bei einer akuten Bronchitis das Risiko einer Asthmaerkrankung. Meist ist bei einer akuten Bronchitis der Husten zunächst trocken und löst sich erst nach einer gewissen Zeit. Bei Verdacht auf einen bakteriellen Infekt kann der Arzt Antibiotika verschreiben, wobei diese Behandlungsmethode in vielen Fällen auch umstritten ist. Oft helfen auch schon Naturheilmittel, wie beispielsweise Wadenwickel, Inhalieren oder Kräutertees. Eine akute Bronchitis klingt meist schon nach wenigen Tagen von selbst ab. Sollte dies aber auch nach Wochen nicht der Fall sein, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Chronische Formen von Bronchitis

Eine chronische Bronchitis ist zwar nicht so häufig wie die akute Variante, dabei aber dennoch in Deutschland eine häufige Krankheit. In der Regel sind dabei überwiegend Männer betroffen. Das Rauchen ist mit neunzig Prozent deutlich die häufigste Ursache für eine chronische Bronchitis. Langjähriges Rauchen beeinträchtigt die Selbstheilungsfunktion der menschlichen Lunge stark. Sie kann aber auch durch Umweltfaktoren, also schlechte Luft, verursacht werden.

Eine chronische Bronchitis äußert sich vor allem nachts und am Morgen durch starkes Husten und Atemprobleme. Gefährlich wird eine chronische Bronchitis, wenn man eine pfeifende Ausatmung und stark erhöhten Nachtschweiß an sich bemerkt und ausserdem häufig unter starker Atemnot leidet. In jedem Fall sollte bei einem Verdacht einer chronischen Bronchitis eine umfassende ärztliche Untersuchung erfolgen. Die chronisch obstruktive Bronchitis kann man als eine Steigerung der chronischen Bronchitis bezeichnen. Hierbei handelt es sich um eine verschleppte Erkrankung. Auch in diesem Fall ist das langjährige Rauchen ein entscheidender Faktor bei der Entstehung der Krankheit. Probleme beim Ausatmen, ständiges Husten und Atemnot sind auch hier typische Symptome, die allerdings sehr viel ausgeprägter sind als in Fällen von akuter Bronchitis. Oft handelt es sich dabei um das Phänomen der Raucherlunge.

Wie man einer  Bronchitis vorbeugen kann

Im Allgemeinen wird angenommen, dass etwa neunzig Prozent der Fälle von chronischer Bronchitis mit dem Rauchen in Verbindung stehen. Da derart viele Fälle von Bronchitis auf Tabakkonsum und jahrelanges Rauchen zurückgehen und damit in direkter Verbindung stehen, empfiehlt es sich bei Rauchern zunächst, diese ungesunde Angewohnheit aufzugeben – oder zumindest einzuschränken. Mittlerweile gibt es eine große Anzahl von Möglichkeiten, die Betroffenen dabei helfen können, von der Nikotinsucht loszukommen. Neben konstenfreien Aufklärungsseiten im Internet, die auch von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unterstützt werden, gibt es auch eine ganze Reihe weiterer Formen der Entwöhnung. Zwar wurde die Verwendung von Nikotinersatzpräparaten, wie Pflaster und spezielle Kaugummis, häufig kritisiert, allerdings steigt die Wahrscheinlichkeit, von der Zigarette loszukommen, prozentual erheblich an. So ist es jedem selbst überlassen, welche Methode dem persönlichen Charakter am ehesten entspricht. Fest steht aber, dass ein Aufgeben des Rauchens die entscheidende Methode ist, um Atemwegserkrankungen in den Griff zu bekommen und sie erst gar nicht entstehen zu lassen. Da durch das Rauchen auch eine ganze Reihe weiterer Gesundheitsrisiken in Kauf genommen werden müssen, empfiehlt es sich für jeden, über eine Entwöhnung ernsthaft nachzudenken.

Autor: Edgar Naporra, Platinnetz-Redaktion