Hand am Gehstock

Was ist die Parkinson?

Morbus Parkinson ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, die durch eine Zerstörung von Nervenzellen ausgelöst wird, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Eine ähnliche Abnahme von dopaminproduzierenden Nervenzellen tritt normalerweise mit fortschreitendem Alter auf, aber bei Parkinson läuft dieser Prozess viel eher und schneller ab.

Dopamin spielt eine zentrale Rolle bei Bewegungsabläufen in unserem Körper. Nur mit Hilfe dieses Botenstoffs kann der Impuls, eine Bewegung auszuführen, von einer Nervenzelle auf eine andere weitergeleitet werden: Der Impuls bewegt sich dann wie bei einem Dominospiel von Nervenzelle zu Nervenzelle fort. Zur Kontrolle dieser Impulsweiterleitung wird überschüssiges Dopamin von Enzymen rasch wieder abgebaut. Zusätzlich können weitere Botenstoffe die Impulsübertragung beenden. Dieses sensible System gerät beim Parkinson zunehmend aus dem Gleichgewicht.

Trotz intensiver Forschung wurden bis heute keine Mittel zur Vermeidung und Heilung von Parkinson gefunden. Bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung können Medikamente die Symptome eingrenzen und eine gute Lebensqualität erhalten. Diese Medikamente zielen darauf ab, den Verlust von Dopamin im Gehirn auszugleichen oder das Gleichgewicht zwischen bestimmten Botenstoffen wieder zu verbessern.

Meist tritt das Leiden im Alter von 55 bis 65 Jahren auf, manchmal auch bereits in jüngeren Jahren.