Homöopathische Mittel sind in der letzten Zeit heftig kritisiert worden: Viele Experten halten die angebliche Wirksamkeit der Mittel für einen reinen Placebo-Effekt. So werden auch eine ganze Menge homöopathische Mittel auf dem Markt angeboten, die bei Beschwerden in den Wechseljahren helfen sollen. Aber sind diese Mittel wirksam? Prinzipiell ist die Wirkung solcher Mittel in den Wechseljahren nicht anders als bei allen anderen solchen Medikamenten auch: Während die Schulmedizin den Nutzen immer deutlicher abstreitet, gibt es eine ganze Reihe von Berichten von Betroffenen, die homöopathische Mittel eingenommen und dabei gute und sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Gerade weil die Beschwerden in den Wechseljahren oft unspezifisch sind und es sich dabei ja auch nicht um eine Krankheit im eigentlichen Sinn handelt, sind der klassischen Medizin im großen Ganzen die Hände gebunden. Selbst mit einer Hormontherapie lässt sich diese biologische Veränderung nicht aufhalten. Aus diesem Grund greifen viele betroffene Frauen zu alternativen Heilmethoden. Homöopathische Mittel werden aus diesen Gründen oft verwendet, um durch die schwierige Zeit der Menopause zu kommen.

Homöopathische Mittel sollten mit Medikamenten nicht verwechselt werden

Rein medizinisch betrachtet aber können homöopathische Mittel durch die verschwindend geringe Dosierung der Inhaltsstoffe überhaupt nichts bewirken. Dennoch wird immer wieder darauf verwiesen, wie hilfreich diese Methoden für manche Menschen sind. Letzten Endes spielt es kaum eine Rolle, ob es sich dabei um einen Scheineffekt oder eine echte Wirkung handelt: Entscheidend ist, ob der Mensch sich danach besser fühlt oder nicht. Wer also schon vor den Wechseljahren und ihren Beschwerden gute Erfahrung bei der Verwendung gemacht hat, wird bestimmt auch in den Wechseljahren gute Ergebnisse durch homöopathische Mittel erzielen. Dennoch sind aus wissenschaftlicher Sicht viele dieser Mittel und die ihnen zugeschriebene Wirkung doch sehr abenteuerlich und beim besten Willen nicht mit medizinischen Kriterien in Verbindung zu bringen.

Autor: Edgar Naporra, Platinnetz-Redaktion