Im Hatha Yoga werden langsame Körperübungen kombiniert und fließend aneinander gereiht. Die bekannte Übungsreihe „Sonnengruß“, die aus 12 Positionen besteht, gehört zum Hatha Yoga.

Hatha Yoga vereint Körper und Geist

Mindestens einmal in der Woche sollte man Hatha Yoga praktizieren. Ideal sind drei bis vier Übungsstunden in der Woche. Dem Hatha Yoga wird eine positive Wirkung auf Gelenke und Lymphsystem zugeschrieben. Es soll auch bei depressiven Verstimmungen und Beschwerden in den Wechseljahren hilfreich sein.

Durch die typischen Stellungen und das ruhige Halten der Körperpositionen soll blockierte Lebensenergie (Prana) zum Fließen gebracht werden. Die bessere Durchblutung der Organe soll körpereigene Heilkräfte aktivieren. Da nur ein gesunder Körper einen gesunden Geist hervorbringen kann, gehören zur Lehre des Hatha Yoga auch Ratschläge zur Körperhygiene und zur Ernährung.

Eine typische Übungsstunde des Hatha Yoga setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen: Den Stellungen, den Atemübungen und der Tiefenentspannung am Ende.

Die Stellungen (Asanas) verleihen dem Körper auf Dauer Kraft und Flexibilität. Die Widerstandskraft gegen Krankheiten wird erhöht und das Körperbewusstsein gestärkt.

Die Atemübungen sorgen für einen tieferen Atem, der mehr Lebensenergie durch den Körper fließen lässt. Durch zu flache Atmung im Alltag bekommt der Körper zu wenig Sauerstoff. In der Folge fühlt man sich schnell müde und schlapp. Die Atemübungen beim Yoga helfen, zu einer tieferen, natürlicheren Atmung zurückzukehren.

Beendet wird eine Hatha Yoga Stunde mit einer Tiefenentspannung von 10 bis 15 Minuten. Dabei wird jede Muskelpartie des Körpers und schließlich auch der Geist systematisch entspannt.

Hatha Yoga eignet sich gut für Einsteiger, die sich erst einmal ans Yoga herantasten wollen und sich nicht weiter mit Philosophien auseinander setzen möchten. Es kann ohne Vorkenntnisse von fast jedem erlernt werden.