Der Ursprung des Yoga liegt in Indien. Es ist eine philosophische Lehre, die körperliche und geistige Übungen verbindet. Yoga ist eine der sechs klassischen Schulen in der indischen Philosophie. Es gibt viele verschiedene Yoga-Arten, die unterschiedliche Schwerpunkte und Ziele für ihre Übungen setzen. In Europa hat sich eine Betonung des körperlichen Aspekts durchgesetzt. Mitunter wurden mehrere Yoga-Stile miteinander kombiniert und zu neuen Yoga-Schulen entwickelt. Obwohl sich das Vorurteil hartnäckig hält, ist Yoga weitaus mehr als eine akrobatische Verrenkung des Körpers und sämtlicher Gliedmaßen.

Entspannung - Ausgleich im Alltag

Die meditativen Seiten des Yoga helfen beim Stressabbau, dienen der Entspannung und sind für alle Altersgruppen geeignet. Die Übungen stärken Muskulatur, Ausdauer, Kondition und den Kreislauf. Die sanften Bewegungen schonen die Gelenke, halten sie beweglich und beugen somit Arthrose vor. Besonders Menschen, die unter Rückenschmerzen auf Grund von ständiger Büroarbeit leiden, kann Yoga helfen. Von einigen Krankenkassen werden Yogastunden mittlerweile als therapeutische oder präventive Maßnahme bezahlt. Dabei sollte man darauf achten, dass man in einem solchen Fall auch eine Yoga-Schule auswählt, die bei ihrem Yoga-Stil die gesundheitlichen Aspekte in den Vordergrund stellt. Auch beim geistigen Ausgleich kann die indische Philosophie helfen. Die Entspannungs-Einheiten beim Yoga, helfen Ihnen, Probleme, Gedanken und Stress zu vergessen und den Kopf frei zu bekommen. Aus diesem Grund kann es bei Schlafstörungen, Nervosität oder Konzentrationsproblemen auch langfristig eine positive Wirkung entfalten.

Power-Yoga: Entspannung durch Fitness

Power-Yoga ist eine sehr moderne Form der alten indischen Philosophie. Es ist eine Mischung aus klassischen Yogaübungen der Hatha-Yoga-Tradition und dem indischen Asthranga-Vinyasa-Yoga. Power-Yoga vereint östliche Gelassenheit und westliche Dynamik zu einer Art Fitness-Programm mit besinnlichem Charakter. Hier steht nicht die Gesundheit oder Meditation im Mittelpunkt, sondern die Bewegung. Das Training zeichnet sich durch schnelle Wechsel der Figuren aus und wird damit zu einem effektiven Workout. Wichtig beim Power-Yoga ist auch die Atmung, die den Rhythmus der Wechsel entscheidend bestimmt und begleitet. Power-Yoga kann genauso anstrengend sein wie jedes andere Fitness-Training. Die Herz-Kreislauf-Frequenz entspricht in etwa der beim Joggen. Beansprucht wird bei dieser Art von Workout auch die Konzentration, zum Beispiel auf die Atmung und das Gleichgewicht. Außerdem ist in den Übungen selbst ein Stretching integriert. Diese isotonische und isometrische Muskeldehnung verbessert die Beweglichkeit und löst Verspannungen.

Wollen Sie Yoga ausprobieren, sollten Sie das Erlernen der Übungen nur unter Aufsicht eines Lehrers angehen. Versuchen Sie nicht die Übungen einfach anhand von Abbildungen nachzuahmen oder Anleitungen aus Büchern zu folgen. Bei falscher Ausführung oder zu hoher Belastung können die Übungen Ihnen nämlich sogar schaden.

Autorin: Anne Bartel, Platinnetz-Redaktion

Datum: 05. Juni 2009