Kann eine Beziehungspause die Beziehung retten?
Türen knallen, Tränen kullern und jeder hat Recht – so kann ein Streit aussehen. Aber muss das tatsächlich so sein? Kann es nicht auch anders funktionieren? Schließlich schießen die Emotionen nur so hoch, wenn einem etwas wichtig ist – entweder die Person oder die Sache, um die man streitet.
Wenn der Hexenkessel aus verletzten Gefühlen, Enttäuschung und Verzweiflung erst einmal überkocht, sind Hopfen und Malz verloren. Wie also den Streit zu einem versöhnlichen Ende bringen?
Alles, was wir tun und sagen, ist immer mit Körpersprache verbunden. So auch das Streiten – zum Beispiel mit Freunden, Familie, dem Partner oder auch dem Ex-Mann oder der Ex-Frau. Dabei äußert sich der Standpunkt einer Person nicht nur optisch in Körperhaltung und Mimik, sondern auch in der Stimmlage. Fühlt man sich doch gerade in einer Meinungsverschiedenheit missverstanden oder gar nicht erhört und für voll genommen, passiert es fast schon automatisch, dass man seine Stimme erhebt und anfängt zu schreien. Achten Sie bei der nächsten Auseinandersetzung darauf, sich nicht in diesen Sog ziehen zu lassen. Am besten, Sie atmen erst einmal tief durch – das senkt den Puls und gibt Zeit, nach den passenden Worten zu suchen.
Ob in Familie, Freundschaft oder Partnerschaft – es ist nicht immer alles „Friede, Freude, Eierkuchen“. Sowohl in guten als auch schlechten Zeiten ist es wichtig, sich an bestimmte Verhaltensregeln zu halten. Ein Ehestreit muss nicht zwangsläufig seelische Wunden verursachen oder zur Trennung führen. Hier ein paar Tipps, wie man richtig Streiten kann, ohne bösartig zu verletzen und trotzdem ehrlich zu sein:
Am besten führen Sie ein Streitgespräch im Stehen oder Sitzen und Sie sollten Ihr Gegenüber dabei vollständig im Blick haben. Telefon, SMS oder E-Mail sind für eine Auseinandersetzung weniger geeignet. Und wenn es am Schluss doch zu keiner Versöhnung kommen sollte – verzweifeln Sie nicht. Denn: Auch Streiten will gelernt sein! Versuchen Sie es einfach noch mal an einem anderen Tag zu einer anderen Zeit. Vielleicht gelingt es dann ja besser. Und das einmal Gesagte ist ja nicht verloren. Etwas bleibt von einem Gespräch immer hängen – und vielleicht reicht das auch schon aus, um kleine Dinge zu bewegen und zu verändern.
Autorin: Sabine Fischer, Platinnetz-Redaktion
Datum: 2. Februar 2009