In einem bekannten Song heißt es "Hip Teens don't wear Blue Jeans". Von wegen. Auch, wenn es Jeanshosen in unterschiedlichen Farben gibt, war die Blue Jeans niemals "out". Angefangen hat alles mit James Dean und Marlon Brando, die der Blue Jeans zum Trend verhalfen. Die zwei Filmrebellen waren die Stil-Ikonen der 50er und 60er Jahre und viele Jugendlichen taten es ihren Idolen gleich, sie protestierten durch das Tragen der Blue Jeans gegen Tradition und Autorität. In etablierten Kreisen hatte die Blue Jeans daher einen schlechten Ruf.

Blue Jeans - Von der Rebellion zur Alltagskleidung

In Schulen war sie anfangs zum Beispiel nicht gerne gesehen, teilweise sogar verboten. Die Blue Jeans galt als hässlich, denn sie hatte keine Bügelfalte, unschöne Nähte und wirkte zerknittert. Trotz aller Einwände setzte sich die Blue Jeans allmählich als Alltagskleidung durch. Zunächst als Symbol des Protests von Jugendlichen getragen, änderte sich der Ruf der Blue Jeans und aus ihr wurde ein Symbol der Freiheit und Jugendlichkeit.

Doch nicht nur Filmstars sorgten mit der Blue Jeans für Aufsehen. Ausgerechnet ein Politiker trug zur Etablierung der Blue Jeans durch das Tragen einer solchen Hose bei. Der "Turnschuh-Minister" Joschka Fischer brachte die Blue Jeans in die Politik, als er 1985 zum Gruppenbild der hessischen Regierung in Turnschuhen und Jeans erschien. Als Außenminister hat Joschka Fischer zwar später wieder auf traditionelle Anzüge gesetzt, doch die Blue Jeans ist immer noch Trend.

Autor: Marcel Exner, Platinnetz-Redaktion

Datum: 1. Juli 2010