Wenn neue Jeans verwaschen sind, dann ist das meist durch das Steinwaschverfahren erzeugt worden. Dabei wird nach der Produktion die Hose zusammen mit kleinen Bimssteinen vorgewaschen, was ausgebleichte Stellen und damit den typischen Look ergibt. Außerdem wird die Hose dadurch weicher. Aber "stone washed" ist natürlich nicht die einzige Methode, um neue Jeans verwaschen aussehen zu lassen. Wenn zu den Bimssteinen auch noch Chlor hinzugefügt wird, ergibt dass sehr kontrastreiche Töne, die unter der Bezeichnung "acid washed" im Handel sind. "Sand Washed" dagegen nennt man es, wenn Sand mit Druckluft auf die Hose gesprüht wird, was den Stoff rauher werden lässt. Und beim extremen "Destroyed Look" wird die Hose an bestimmten Stellen sogar beschädigt, was einen abgetragenen Look ergibt, der aber nicht jedem gefällt.

Kann man selbst die eigenen Jeans verwaschen aussehen lassen?

Die einfachste Methode, die eigene Jeans verwaschen aussehen zu lassen, ist es, Chlor anzuwenden. Man kann Chlorreiniger in eine Sprühflasche füllen und auf Teile der Hose sprühen. Aber dabei sollte man etwas vorsichtig vorgehen, denn schnell entstehen völlig weiße Partien, die alles andere als schön aussehen. Außerdem greift der Reiniger natürlich immer auch die Textilien an, was ein weiterer Grund dafür ist, behutsam bei diesem Schritt vorzugehen. Noch einfacher ist es natürlich, mit handelsüblichem Schmirgelpapier an die Hose heranzugehen. Das Papier sollte aber so feinkörnig wie möglich sein, um die Hose nicht mehr als nötig zu beschädigen. Außerdem kann man die Jeans verwaschen aussehen lassen, indem man sie mit einem groben Bimsstein bearbeitet. Im Grunde macht die Industrie nichts anderes. Aber allen Techniken zum Trotz gibt es eine weitere Methode, um die Jeans verwaschen aussehen zu lassen, und die ist wohl die einfachste überhaupt: Man sollte sie einfach oft tragen und oft waschen. Dann bekommt sie den gebrauchten Look schon von selbst. Und wer die Geduld nicht hat, kann sich eine Jeans verwaschen und fertig kaufen. Die Auswahl ist heutzutage schon fast unangenehm groß.

Autor: Edgar Naporra, Platinnetz-Redaktion

Datum: 1. Juli2010