Den Garten im Herbst von den fallenden Blättern zu befreien, ist gerade zu Beginn der Jahreszeit mühsam. Immer wieder fällt neues Laub herunter und schon wieder muss der Laubbesen her. Um sich diese Prozedur zu ersparen, sollte man damit warten, bis der erste Frost die Bäume auch von den letzten Blättern befreit hat. Ausgenommen sind natürlich Wege und Plätze, auf denen das nasse Laub zur Rutschgefahr wird. Die fallenden Blätter können für den Garten im Herbst auch einen Schutz darstellen. Auf Beeten dient es als natürlicher Winterschutz oder Lebensraum für kleine Tiere. Der Rasen sollte aber auf jeden Fall vom Laub befreit werden.

Der Garten im Herbst als Nährstoffquelle

Wer seinen Garten im Herbst anderweitig vorbereiten will, dem kann das Laub nach dem Kehren noch nützlich sein. Zusammen mit dem verblühten Sommerflor, den Resten von Gemüsebeeten und dem Gehölzschnitt kann man es gewinnbringend auf dem Kompost anlegen. Während des Verrottungsprozesses machen Organismen aus den organischen Resten einen wertvollen Humuslieferanten. Abfälle aus dem Garten im Herbst sorgen also für den Nährstoff der Pflanzen des kommenden Sommergartens. Allerdings sollte der Kompost nicht planlos angelegt werden. Um den Garten im Herbst bzw. seine organischen Reste sinnvoll zu nutzen, sollte alles geordnet aufgeschichtet werden. Dabei wird empfohlen, trockeneres mit feuchterem Kompostmaterial zu mischen. Dabei werden Staudenstängel und der Gehölzschnitt aus dem Garten im Herbst gehäckselt und untergemischt. Die gut strukturierte Schichtung bietet den Rotteorganismen perfekte Lebens- und Arbeitsbedingungen. Intensivieren kann man das Kompostieren der Gartenabfälle noch durch das Zwischenstreuen eines biologisch aktiven Rottebeschleunigers oder die Beimischung von Hornspänen. Das Beispiel beweist, dass der Garten im Herbst Teil des natürlichen Kreislaufs sein kann.

Autor: Marcel Exner, Platinnetz-Redaktion