Wanderstöcke waren früher einfach passend geformte Äste, die in den 1990er Jahren von Teleskopstöcken aus Metall verdrängt wurden. Diese Wanderstöcke wurden auf Basis von Skistöcken entwickelt und hatten auch entsprechende Handschlaufen. Genau wie bei Skistöcken werden dazu meist zwei Wanderstöcke pro Person benutzt. Bis heute wurden die Stöcke den neuesten technischen Errungenschaften auf diesem Gebiet angepasst. So bestehen die modernen Wanderstöcke neben dem verbesserten Griff und Material heute zusätzlich aus Tellern, um ein zu tiefes Rutschen in Risse, Erde oder Schnee zu verhindern, sowie einem Dämpfungssystem, das beim Abstieg die Arme schont.

Vor- und Nachteile der Wanderstöcke

Wanderstöcke sollen einen stabilen Halt in unsicherem und eine ausgewogenere Belastung der Arme und Beine gewährleisten, dabei entlasten sie vor allem auch die Kniegelenke. Für sicheren Halt sorgen Wanderstöcke auch beim sogenannten Traversieren. Außerdem lassen sich durch sie Bäche besser überschreiten, da das Abstützen auch an unter der Wasseroberfläche liegenden Punkten möglich ist. Die aufrechte Körperhaltung und die gleichmäßige Bewegung, mit der die Wanderstöcke eingesetzt werden, sorgen außerdem für eine freiere und ruhigere Atmung. Die Wanderstöcke bringen aber nicht nur Vorteile mit sich. Zum einen sind die Hände beim Wandern nicht mehr frei, das ist beispielsweise auf geraden gesicherten Passagen lästig und die Stöcke müssen verstaut werden. Zudem können sich die Stöcke im Falle eines Sturzes verkannten und das Handgelenk kann durch die Schlaufen gebrochen werden. Eine Dauerhafte Benutzung führt außerdem zu einer schlechteren Trittsicherheit, da das Gleichgewichtsgefühl nachlässt.

Autor: Marcel Exner, Platinnetz-Redaktion