Die Vorstellung vom Abnehmen im Schlaf klingt zu schön um wahr zu sein – und ist dabei gar nicht so unrealistisch. Zwar genügt es nicht, sich einfach schlafen zu legen und von einer Traumfigur zu träumen, um Gewicht zu verlieren. Aber wer sich an bestimmte Ernährungsregeln hält, für den ist der Traum vom Abnehmen im Schlaf gar nicht in so weiter Ferne.

Abnehmen im Schlaf – so funktioniert es

Während der Mensch schläft, verbrennt der Körper Fett, Nacht für Nacht. Mit einer gezielten Ernährung kann man den Körper bei der Fettverbrennung unterstützen. Und das funktioniert so: Über die Nahrungsaufnahme beeinflusst man das Hormon Insulin, dieses wiederum regelt die Fettverbrennung. Wenn man also die Ernährung ganz auf den Insulinspiegel anpasst, kann man den Körper dabei unterstützen, überschüssiges Fett gar nicht erst anzusetzen und nachts das bereits vorhandene Fett abzubauen.

Dabei setzen die Erfinder von Abnehmen im Schlaf  nicht auf eine Diät, sondern empfehlen vielmehr eine komplette Ernährungsumstellung. Das ist nicht nur für den Körper gesünder als eine bei Diäten häufig empfohlene einseitige Ernährung, sondern verringert auch die Gefahr des verhassten Jojo-Effektes. Denn wer nach einer zweiwöchigen Kohlsuppen-Diät endlich wieder beim Essen kräftig zugreifen darf, der läuft Gefahr, sich die verlorenen Pfunde schnell wieder aufzuladen. Wer allerdings seine Ernährung bewusst umstellt und die Ernährungsregeln verinnerlicht, der muss nicht in auf Lebensmittel verzichten.

Abnehmen im Schlaf – was darf man essen?

Die von Dr. Detlef Pape entwickelte Methode zum Abnehmen im Schlaf konzentriert sich darauf, dass Kohlenhydrate und Eiweiße getrennt voneinander über die Nahrung aufgenommen werden sollen. Während man dem Körper am Morgen also energiereiche Kost zuführt, damit er den ganzen Tag davon zehren kann, braucht der Organismus am Abend leichte Kost. So muss der Körper nachts von den Energiereserven zehren und man kann tatsächlich an Gewicht verlieren, so dass der Wunsch vom schlank im Schlaf wahr werden kann.

Um den Energiebedarf am Morgen zunächst einmal zu decken und schnell an Energie zu kommen, sollte man zum Frühstück zu Lebensmitteln greifen, die viele Kohlenhydrate beinhalten. Ein ideales Frühstück kann demnach aus Brötchen oder Brot bestehen, Marmelade, Schokocreme oder Honig ist erlaubt. Außerdem kann man ein Müsli essen, allerdings nur mit Saft oder Obst, denn auf Milchprodukte sollte man eher verzichten. Am Morgen ist es also wichtig, durch das Essen, schnell Energie geliefert zu bekommen, die den Stoffwechsel anregen.

Im Gegensatz dazu sollte man beim Abendessen auf energiereiche Kost verzichten. Denn auf die Art ist dafür gesorgt, dass der Körper, um an Energie zu gelangen, auf Reserven zurück greifen muss - zum Beispiel auf die Fettreserven. Auf dem Teller beim Abendessen sollten daher Speisen überwiegen, die reich an Eiweiß sind. Die abendliche Mahlzeit kann also aus Fleisch und Fisch bestehen. Dazu ist Gemüse und Salat ideal, auch Milchprodukte sind als Abendessen willkommen. Nach 18 Uhr sollte man stattdessen darauf achten, keine kohlehydratreiche Kost mehr zu sich nehmen. Nudeln oder die klassische Brotzeit sind also für ein Abendessen eher ungeeignet. Wer sich allerdings an diese Regeln hält und seine Gewohnheiten danach ausrichtet, für den muss Abnehmen im Schlaf kein Wunschtraum mehr bleiben.

Autorin: Julia Heilig, Platinnetz-Redaktion