Jeder kennt das Phänomen: Bei einem gemütlichen Abend auf dem Sofa mit Freunden oder einem spannenden Film knabbert man gerne vor sich hin - und stellt am Ende des Abends fest, dass man viel zu viel gegessen hat. Ungesund ist das erst recht, wenn man zu viel Salz, Fett oder Zucker isst. Dann kann ein Filmabend zwar der Seele gut tun, aber dem Körper ganz schön viele Kalorien aufbürden. Doch es gibt gute Alternativen.

Typische Sofa Knabbereien selbst gemacht

Paprikachips, Schokoriegel oder mit einem Knuspermantel umhüllte Nüsse - für Fernsehabende auf dem Sofa zählen sie zu den beliebtesten Knabbereien. Allesamt sind sie zwar lecker, aber meistens richtig ungesund. Gerade Chips sind unglaubliche Kalorienbomben, schon ein kleines Schüsselchen mit 100 Gramm Chips schlägt mit über 500 Kalorien zu Buche. Bei einem spannenden Film sind die schnell weg geknabbert. Wer gerne knuspert, aber auf unnötiges Fett verzichten will, kann auf Brotchips umsteigen. Die aus dem Supermarkt sind oft ebenfalls in Fett fritiert, auf diese verzichtet der Gesundheitsbewusste lieber. Man kann sie aber auch selber machen. Dazu schneidet man alte Brötchen oder Baguette in ganz dünne Scheiben. Dann würzt man die Scheibchen nach Belieben, etwa mit Paprikagewürz und Salz, oder man bestreicht sie dünn mit Kräuterbutter. Im Ofen werden die Scheibchen dann bei zirka 150 Grad knusprig gebacken - ungefähr zehn Minuten im Ofen reichen aus.

Auch Popcorn kann man selbst machen. Wer sich aber beim Snacken auf dem Sofa gesund ernähren will, sollte aufpassen, wie er sich sein Popcorn zubereitet. Im ungewürzten Zustand ist gegen Popcorn eigentlich nichts einzuwenden, denn Mais unterstützt die Verdauung und enthält die Vitamine B1 und B2. Doch sobald Unmengen an Zucker oder Salz dazu kommen, ist es vorbei mit der gesunden Ernährung. Popcorn aus der Mikrowelle ist meistens schon vorher gesalzen oder gesüßt, hier kann man wenig beeinflussen. Besser ist es, sich das Popcorn selbst im Topf zu machen. Dazu muss der Boden leicht mit Öl überzogen sein, sobald das Fett heiß ist, bedeckt man den Boden mit Popcornmais, gibt den Deckel drauf und kurz darauf ist der Snack für einen perfekten Filmabend auf dem Sofa fertig. So kann man besser kontrollieren,wie viel Würze auf dem Popcorn ist, je weniger, desto besser. Wer auch das Öl vermeiden will, kann sich spezielle Popcornmaschinen zulegen, bei denen noch weniger oder gar kein Fett zugegeben werden muss.

Ein gesunder Abend auf dem Sofa

Die typischen Knabbereien für Abende auf dem Sofa sind gerade deshalb so ungesund, weil sie häufig viel zu stark gewürzt sind. Vor allem Salz ist schädlich, ein Erwachsener sollte nicht mehr als sechs Gramm Kochsalz am Tag essen, aber bei einer Tüte gesalzene Nüsse ist dieses Limit schnell überschritten. Deshalb sollte man entweder zu ungesalzenen Nüssen greifen, oder die Kerne am besten gleich selbst knacken. Neben den beliebten Erdnüssen sind auch Exoten wie Kürbiskerne oder Sonnenblumenkerne eine leckere Alternative. Sie nützen dem Körper sogar, da das enthaltene Öl den Kreislauf und das Herz stärkt. Auch auf den eigentlich ungefährlichen Salzstangen ist viel Salz. Um das zu umgehen, sind Sesamstangen eine gute Alternative. Sesam ist zwar fetthaltig, aber gerade wer wegen Bluthochdruck weniger Salz essen soll, ist mit solchen Snacks besser beraten.

Die perfekten Snacks für Abende auf dem Sofa oder Parties sind allerdings kleine Gemüseportionen oder Obstschnitze. Beim Gemüse eignen sich nicht nur Karotten, Gurken oder Paprika, es gibt viele Alternativen. So kann man auch Zucchini oder Chicoreeblätter roh essen. Auch Radieschen, Staudensellerie, Kohlrabi oder Champignons kann man als Snack genießen, ohne seinen Körper damit zu belasten. Den Dip dazu kann man in den verschiedensten Varianten herstellen, mit Quark, Frischkäse oder Joghurt als Basis zaubert jeder mit Zutaten wie Senf, Tomatenmark, Gewürzen oder frischen Kärutern selbst viele Varianten. Auch ein bunter Obstalat ist lecker und liefert zahlreiche Vitamine. Man kann frische Obststückchen auch mit dazu passendem Joghurt mischen - dann steht einem gesunden Fernsehabend nichts mehr im Wege.

Autorin: Julia Heilig, Platinnetz-Redaktion